Powerbrot

In Sachen Wanderproviant mag ich keine Tupperdosen, die einem durch den Rucksack in den Rücken pieksen und bei jedem Schritt herumrumpeln, auch keine zerdötschten belegten Stullen mit in der Hitze zerlaufender Margarine, wo beim Futtern links und rechts die Hälfte des Belages herausplumpst und keine schmelzenden Schokoriegel. Bei den Wandertouren der näheren Vergangenheit hat sich jenes im Folgenden näher beschriebene Brot als mein Proviantfavorit entwickelt, weil es sich einfach in Scheiben schneiden und unbelegt im Papiertütchen mitschleppen lässt, auch nach mehreren Stunden im Rucksack noch einigermaßen appetitlich aussieht, nicht viel wiegt und sich auch mal im Gehen auf der Hand (bei Solo-Touren bin ich eher rastfaul) futtern lässt…und natürlich weil es SCHMECKT.

Zutaten:powerbrot
400 ml Pflanzenmilch
1 Eßl. Zuckerrübensirup
1 Würfel frische Hefe
500 gr. Dinkelvollkornmehl
ca. 100 gr. Getreideflocken nach Gusto (ich nehme am liebsten Hirseflocken)
2 Eßl. Apfelessig
2 Teel. Salz
ca. 150 gr. Studentenfutter
2 Eßl. Rosinen oder Cranberries
2 mittelgroße Äpfel (fest und säuerlich, z.B. Braeburn)
(oder 1 Apfel durch eine Handvoll frische Johannisbeeren ersetzen)

Zubereitung im Terrormix:
Den Äpfel/die Äpfel vierteln (und ggf. das Kerngehäuse rausschneiden, wenn man möchte – mach‘ ich aber nie), Studentenfutter und Cranberries in den Mixtopf geben, 4 Sekunden auf Stufe 6 verhäckseln und umfüllen.
Pflanzenmilch, zerbröselte Hefe und Zuckerrübensirup in den Mixtopf geben und 3 Minuten bei 37 Grad auf Stufe 2 verrühren. Alle anderen Zutaten inkl. der zerhäckselten Apfel-Studenfuttermischung zugeben und 3 Minuten im Teigmodus verkneten.

Wenn man Johannisbeeren mit verbacken möchte, diese erst nach 1 Minute zu dem Teig in den Mixtopf geben.

Tipp: Manchmal verwende ich statt der zarten Hirseflocken „kernige“ Vollkornflocken. Diese lasse ich dann auch zusammen mit den Äpfeln und den Nüssen vorab zerhäckseln. Kann man machen, muss man aber nicht.

Zubereitung im Handbetrieb:
Die Pflanzenmilch leicht erwärmen und mit Hefe und Zuckerrübensirup verrühren, bis sich beides aufgelöst hat. Mehl, Apfelessig und Salz zu der Pflanzenmilchhefesirupsuppe geben und verkneten. Das Studenfutter kurz mittels Moulinette oder Lebensmittelzerkleinerer nach Wahl zerhäckseln (nicht zwingend, aber so verteilt es sich besser im Teig) und zusammen mit den Rosinen/Cranberries dem Teig zugeben. Äpfel reiben und ebenfalls mit dem Teig (ggf. zusammen mit den Johannisbeeren) verkneten.

Und weiter geht’s:
Eine Kastenform ausfetten, mit Nüssen oder Paniermehl ausstreuen (hierzu nehme ich eine gute Handvoll extra fein gehäckseltes Studenfutter), Teig einfüllen, nach Geschmack mit Nüssen oder Rosinen bestreuen (ich nehme…wen wundert’s….gehäckseltes Studenfutter), in den kalten Ofen stellen, selbigen auf 200 Grad schalten und ca. 1 Stunde backen. Auskühlen lassen, in Scheiben schneiden, Schuhe schnüren, loswandern.

Das Brot bleibt durch die Äpfel so saftig, das es ohne Belag oder Aufstrich auskommt – wird von mir aber dennoch gerne mit Mandel- oder Haselnuss-Mus bestrichen.


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Ein Gedanke zu „Powerbrot

  1. Sabine Gremmelspacher

    endlich mal Eine, die ihr Gebäck auch in den kalten Backofen stellt. – Nur warum nutzt Du die Nachwärme nicht ? Ich könnte mir vorstellen 50 min., ausschalten und noch 20 Minuten in der Nachwärme stehen lassen paßt auch. Gelegentlich werde ich’s mal probieren 😉

    Gruß aus dem Schwarzwald !

    Antworten

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