Archiv für den Monat: Mai 2015

Tomaten-Sonnenblumen-Paté

Dieses Rezept stammt aus 2009 und bewohnte meinen mittlerweile leerstehenden alten Veganfutterblog. Damals (hach ja…) nannte ich weder Vita- noch Thermomix mein eigen und habe die leckere Paste immer mit ’nem Pürierstab gebastelt. Mittlerweile bevorzuge ich natürlich meine überteuerten Luxusküchenhelfer, aber ein stinkormaler Zauberstab tut’s nach wie vor.

Irgendwie hege ich damals wie heute eine unbegründbare Abneigung gegen die Bezeichnung „Aufstrich“, ich finde das Wort absolut unappetittlich – mein Synonymlexikon schlägt mir stattdessen „Patina“ vor, was allerdings im Wortsinn deutlich weniger eßbar und lecker ist als „Aufstrich“. Daher nenne ich das gute Zeugs einfach „Paté“ und feddisch iss‘ die Laube. (Auch wenn Katzenhalter da unter Umständen auch leicht angewidert zusammenzucken könnten…irgendwas ist ja immer)

pateZutaten:
200 gr. Sonnenblumenkerne
1 Zwiebel
ca. 150 gr. getrocknete Tomaten
2 Eßl. Tomatenmark
1 Bund Petersilie
1-2 rote Chilischoten
Sonnenblumenöl
schwarzer Pfeffer, Salz, Paprika, Chayennepfeffer

Die o.a. Menge füllt 3 Gläser mit 350 ml. Fassungsvermögen.

Zubereitung:
Die Sonnenblumenkerne mit der doppelten Menge Wasser ca. 10 Minuten lang weichkochen und abtropfen lassen. Tomaten, Petersilie, Zwiebel und Chilischoten grob hacken, mit Sonnenblumenöl übergießen und unter Zugabe des Tomatenmarks mit dem Pürierstab gründlich zu einer streichfähigen Paste pürieren. Gut mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen, ggf. Öl nachgeben und nochmal gründlich vermischen.

(Dieser ganze Koch- und Pürierkram geht natürlich auch superleicht und schnell mit Freund Thermomix. Nur mal am Rande erwähnt).

Danach fülle ich die Paté immer in heiß ausgespülte Schraubgläser, verschraube sie fest und lagere sie im Kühlschrank.

Zur Haltbarkeit – da keine Konservierungstoffe enthalten sind, sollte man angebrochene Gläser möglichst kühl aufbewahren und relativ zügig verbrauchen. Ob man das gute Zeugs einfrieren kann, habe noch nicht ausprobiert (warum eigentlich nicht? Notiz an mich: Nachholen!) – sollte aber eigentlich funktionieren.

Auf der Sonnenblumenkern-Basis lässt sich das Rezept natürlich beliebig variieren, vielleicht mal Curry-Ananas statt Tomaten und Zwiebeln….oder frischer roter Paprika…oder, oder.
Die Möglichkeiten sind mannigfaltig. (Hach, endlich mal wieder ein halb versunkenes Wort aus dem Wortmeer gefischt…)

HIER gibt’s noch viele andere Rezepte aus dem Mohrtopf. Da ist für jeden Hunger was dabei.


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Frischen Fußes durch den Forst – oder „Gehwol! Yeah!“

Eigentlich sollte mein Blog ja grundsätzlich ohne Produktplazierung und Werbe-Einblendungen auskommen – aber uneigentlich quält mich der Gedanke, dass es eventuell da draußen Menschen geben könnte, die nicht wissen, wie unfassbar wohltuend die Gehwol Fusskrem ist.
Demnach ist der folgende Beitrag keine Werbung, sondern Lebenshilfe.
Sozusagen.

Und nur zur Klarstellung – ich werd‘ für diesen Artikel nicht bezahlt. Die Fa. Gerlachs weiß vermutlich noch nicht mal, dass es mich und meinen Blog überhaupt gibt.


Bei unserem Wildnistrail-Trip im letzten Jahr konnte ich meine Mitstreiterin jeden Morgen dabei beobachten, wie sie eine merkwürdig-müffelnde Paste ziemlich dick auf ihre Wandersfrauen-Füße rieb und diese dann mitsamt dem fettglänzenden, weißen Cremefilm in ihre Socken verpackte. Mir kam dieses Prozedere zwar ein wenig spanisch, bzw. schwäbisch vor – aber Fritzi beteuerte, dass dieses ominöse „Gehwol“ die malträtierten Mauken spitzenmässig pflegen und Blasen vorbeugen würde. Nun ja – ich verfüge ja über ein tolerantes Gemüt und jeder darf sich (selbst in meinem Beisein) einbalsamieren womit immer er möchte. Ich selbst vertraute dann doch eher zeitgemäss auf die Kraft von modernen Blasenpflaster und Tapes.

Wie im dazugehörigen Bericht schon ausgiebigst bejammert, haben sich bei meiner 24-Stundenwanderung Anfang Mai nun allerdings sogar unter besagten ach!-so-bewährten Pflastern aus dem Hause Comp**ed riesige Blasen gebildet – ebenso wie an den Kanten der Pflaster und an den Zehenspitzen, der Ferse, den Fuß-Außenseiten..ach, einfach überall, wo noch Haut am Fuß war. Auch nach der Abheilung blieben reichlich Krater und Sollbruchstellen an meinen Wanderwerkzeugen zurück – und da mein Vertrauen in Blasenpflaster erstmal massiv getrübt war, wollte ich auf dem Lieserpfad dann doch mal dieser merkwürdigen Paste aus Fritzis Rucksack eine Chance geben, sich zu beweisen. Schlimmer konnte es ja nicht werden.

Das weiße Zeugs hat eine ziemlich zähe Konsistenz und der Geruch erinnert an einen Eintopf aus ungelüfteter Schulturnhalle, feuchtem Lappen und Tannennadeln – ist also wahrhaftig kein Nasenschmaus. Dennoch verschmierte ich die Paste artig auf meiner Fußhaut zu einem möglichst dicken Schutzfilm und schlüpfte nach etwas Überwindung tapfer in die Socken.
Das  erste Gefühl, auf einer fettigen Sohle herumzurutschen, ist anfänglich stark gewöhnungsbedürftig bis hin zu „bäääh!“, aber ett nützt ja nix. Schmerzende Blasen sind ja schließlich auch kein sensitiver Hochgenuß, also ab dafür.

Die erste Wander-Etappe war zwar mit 5 Stunden und knapp 15 km eher moderat, aber angesicht des wirklich desolaten Zustandes meiner Mauken könnte man das durchaus als „Härtetest unter erschwerten Bedingungen bezeichnen“ – und was soll ich sagen? Das schmierige Zeug aus der Alutube war der Hammer! Zwar stellte sich bei der abendlichen Exremitäten-Inspektion heraus, das sich an einer besonders tiefen Sollbruchstellen-Kerbe in der Ferse zwei winzige Minibläschen gebildet hatten, aber der zähe Cremefilm hat die Haut so geschmeidig gehalten, dass die Böllerchen beim Marschieren absolut nicht spürbar waren und am nächsten Tag keine Sekunde lang weh getan haben.

Und auch das „Fußsohlengefühl als solches“ am Abend nach der ersten Wanderung war schier fabulös – meine Fundamente fühlten sich trotz mehrstündigem Aufenthalt in warmen Socken beinahe frisch an und verströmten statt dem sonst nach so einem Wandertag durchaus üblichen „Mördermuff out of hell“ nur einen dezenten Schulturnhallengeruch. Damit kann man leben, echt jetzt.

Aber man soll den Fusskrem-Tag ja bekanntlich nicht vor dem Lieserpfad-Abend loben, also wollte ich vor dem ekstatischen Absingen von Gehwol-Lobeshymnen erstmal den zweiten Wandertag abwarten. Aber auch der zweite Test brachte ein positives Ergebnis – Gehwol rockt! Aber sowatt von.
Zweimal habe ich unterwegs an besonders sensiblen Stellen ein wenig „nachgeschmiert“, aber ansonsten habe ich weder meine Füße als solche noch die alten Kriegsverletzungen in irgendeiner Weise gespürt. Keine brennenden Fußsohlen, keine Druck- oder Reibestellen, keine Blasen. Nix außer heiterer Turnhallen-Lappen-Tannennadel-Seligkeit im Schuh. Ruckediguh.

GehwolSeit dem ersten Test auf dem Lieserpfad war ich noch ein weiteres Mal wandernderweise mit der Gehwol-Fusskrem unterwegs und bin seitdem so Fan, wie man halt eben Fan von einer müffelnden Paste sein kann (sprich: Ich stehe kurz davor, mir das Logo auf die Wade tätowieren zu lassen! Gehwol! Yeah!) Auch vor dem Laufen tupfe ich inzwischen ein bißchen von der Creme auf besonders anfällige Stellen und alles ist wölkchen. Blasenpflaster und Tapes adé!

Vor längerer Wandertätigkeit ist es allerdings wirklich wichtig, das Zeugs richtig dick aufzutragen – aber wenn man sich erstmal an die Schmiere in der Socke gewöhnt hat, darf man sich als Belohnung (zumindest in meinem Fall, vermutlich reagiert nicht jede Haut und jeder Fuß gleich) einer vollkommenen Schmerzfreiheit am Fuß und kuschelweichen Marschiermauken erfreuen. *)
Gehwol.
Yeah.

Und jetzt das Beste – weil ich die wundersame Creme so phantastisch finde, verlose ich 2 Tuben Gehwol Fusskrem unter meinen Mohrbrief-Newsletter-Abonnenten. Alle diejenigen, die sich bis zum 08.06.15 für den Mohrbrief registrieren, nehmen automatisch an der Verlosung teil und können eine der tollen Tuben ergattern.
(Wie das mit dem Mohrbrief geht, steht hier – KLICK!)

Und jetzt alle – Gehwol! Yeah!

Einziger Wehmutstropfen – laut Herstellerangaben enthält die Fusskrem „Stoffe vom Lebendtier“ (Wollwachs) und ist somit für konsequente Veganer leider nicht geeignet.

*) Zudem empfiehlt es sich, bei langen Wander-Touren zwei Socken übereinander zu tragen – ein paar dünne Söckchen ohne Nähte zuerst, darüber ein paar dickere Strümpfe.