Archiv für den Monat: Dezember 2015

[mohrlaufen] Produkttest: Formbelt der Fa. Variosports

„Liebe/r Blogger/in, mit großem Interesse sind wir auf ihren Blog gestoßen. Da ihr Blog sehr gut zu unserem Produkt passt….“ fänden wir es total bombe, wenn wir Ihnen ein futzeliges Produktpröbchen zuschicken dürften, über dass sie sich dann natürlich ein Loch in den Bauch freuen müssen, und im Ausgleich dazu einen ausführlichen Werbetext schreiben (wir nennen es „Produkttest“), den sie uns kostenlos und bitteschön mit Fotos zur Verfügung stellen und auch selbst über ihren Blog für Verbreitung sorgen.
WIR freuen uns im Gegenzug dazu ein Loch in den Bauch, dass wir wieder einen dankbaren Trottel gefunden haben, der uns für den Gegenwert von ein paar mickrigen Talern unsere Marketingarbeit abnimmt und sich dabei sogar noch total gepauchpinselt fühlt.


Ganz so ehrlich kommen die standardisierten Mails diverser Firmen, die mir oft die Postfächer verstopfen, natürlich nicht daher – aber der Sinn ist der gleiche. Normalerweise landen die Dinger bei mir sofort im virtuellen Mülleimer, aber die Mail von Luisa von Variosports war nicht nur sehr nett und persönlich, sondern das Produkt dieser Firma kam mir just in diesem Moment auch wie gerufen.

Es handelt sich hierbei um den „Formbelt„, einen elastischen Schlauch mit 3 innenliegenden Öffnungen, den man wie einen Gürtel trägt und in dem man beim Laufen sein „Geräffs“ (wie Schlüssel, MP3-Player und sonstiges Gedöns) unterbringen kann. Laut Beschreibung besteht das Teil aus elastischem Material, das perfekt am Wanst sitzt und wo nix angeblich nix wackelt. (Zumindest die darin transportierten Utensilien wackeln nicht – eventuell vorhandener Hüftspeck ist davon natürlich unberührt.)

Der Grund für mein Entzücken über diese Mail ist der Umstand, dass ich mir kürzlich ein neues Auto gekauft habe. Die ollen Klapperkisten, die ich bis dato gefahren bin, hatten alle einen stinknormalen Zündschlüssel, der mitsamt meines MP3-Players immer ganz prima in der Popotasche meiner Laufbuxen Platz gefunden hat. Das neue Gefährt brachte aber so einen modernen Funkschlüssel alias „Boah-watt’n-Brocken!“ mit, der eben nicht mehr in das eingenähte Täschchen in Allerwertesten-Nähe passt, zumindest nicht in Gesellschaft meiner Mini-Jukebox. Gürteltaschen finde zumindest bei kürzeren Läufen lästig und eine Weste mit Seitentaschen ist auch keine optimale Lösung – zum einen mag ich die Kombi Kurz-über-Longsleeve einfach lieber und zum anderen schlackert der Schüsselbrocken in der Westentasche auch recht nervig hin und her.

Also…Formbelt…Laufgürtel – YEAH! Dich schicken die Laufgötter!

Erster Haken an der Sache: Damit der Gürtel auch wirklich optimal sitzt und nix schlackert, gibt es ihn in 5 verschiedenen Größen, und ich wurde doch tatsächlich von Luisa freundlich genötigt, meinen Hüftumfang zu messen – und das mitten im Adventsmohr-Backmarathon! Die Messung ergab nicht nur eine präzise Größe, sondern auch, dass sich wohl schon einige Mürbteigringe um meinen Bauchnabel herum gebildet hatten. Aber Jammern nützt da ja auch nix, also tippte ich seufzend die ermittelte Größe in die Antwortmail und kurze Zeit später lag mein neuer Formbelt in schickem Grün in meinem Briefkasten.

Das Material ist fest, aber elastisch und der Formbelt besteht aus einem Teil, hat also keinen Verschluß und wird angezogen wie ’ne Laufhose. Und wenn ich es jetzt schon mal auf der Hüfte sitzen habe, könnte ich ja auch gleich mal ein Testläufchen machen – also Schüsselmonster und MP3-Player reingestopft und los geht das, ab in den Forst, juchhe!

P1010232Tatsächlich spürt man das Gürtelchen fast überhaupt nicht – und wie versprochen, wackelt außer meinen Hüft-Mürbteigröllchen nix. Ich schiebe die Utensilien immer nach vorne oder hinten – wenn sie seitlich im Gürtel untergebracht sind, können sie ein bisschen am Hüftknochen reiben, sofern der noch nicht unter einer Weihnachtsspeckschicht begraben ist. Zur bequemen Smartphone-Transport im Formbelt kann allerdings nix sagen, da ich das Ding beim Laufen nicht mitnehme. Wen’s interessiert, der kann da auch gerne beim Ruppinator vorbeischauen – der hat das Teil nämlich auch getestet und sein Smartphone reingestopft – KLICK!

Mittlerweile habe ich den Grüngürtel (höhö) regelmässig im Einsatz, diverse Maschinenwäschen hat er problemlos überstanden, ist formstabil und was soll ich sagen – das Teilchen ist einfach ’ne praktische kleine Erfindung, die ein lästiges Problem schnieke und preiswert gelöst hat.

Und wer weiß..wenn ich weiter regelmässig mit dem Gürtelchen Gassi laufe, kann ich mir ja vielleicht bald die nächstkleinere Größe ershoppen. Man braucht ja immer Ziele.

(Ach ja – das mir auf dem Foto ein Weihnachtsmotiv aus dem Kopf flattert, ist dem Umstand geschuldet, dass mein Nachbar sein Haus gerne jahreszeitenabhängig beflaggt. Kann man machen. Muss man aber nicht.)


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[mohrbilder] white christmas

weisseroseAlle Welt schreit nach „weißer Weihnacht“ – also haben die Rosen in unserem Garten die Sache mal selbst in die Hand genommen und allerliebste, schneeweiße Blüten produziert.
schmitziDie Miezenschaft ist – genau wie ihr zweibeiniges Personal – äußerst angetan von den derzeitigen frühlingshaften Temperaturen. Von mir aus darf’s bis März so bleiben.