[mohrlaufen] Produkttest: Formbelt der Fa. Variosports

„Liebe/r Blogger/in, mit großem Interesse sind wir auf ihren Blog gestoßen. Da ihr Blog sehr gut zu unserem Produkt passt….“ fänden wir es total bombe, wenn wir Ihnen ein futzeliges Produktpröbchen zuschicken dürften, über dass sie sich dann natürlich ein Loch in den Bauch freuen müssen, und im Ausgleich dazu einen ausführlichen Werbetext schreiben (wir nennen es „Produkttest“), den sie uns kostenlos und bitteschön mit Fotos zur Verfügung stellen und auch selbst über ihren Blog für Verbreitung sorgen.
WIR freuen uns im Gegenzug dazu ein Loch in den Bauch, dass wir wieder einen dankbaren Trottel gefunden haben, der uns für den Gegenwert von ein paar mickrigen Talern unsere Marketingarbeit abnimmt und sich dabei sogar noch total gepauchpinselt fühlt.


Ganz so ehrlich kommen die standardisierten Mails diverser Firmen, die mir oft die Postfächer verstopfen, natürlich nicht daher – aber der Sinn ist der gleiche. Normalerweise landen die Dinger bei mir sofort im virtuellen Mülleimer, aber die Mail von Luisa von Variosports war nicht nur sehr nett und persönlich, sondern das Produkt dieser Firma kam mir just in diesem Moment auch wie gerufen.

Es handelt sich hierbei um den „Formbelt„, einen elastischen Schlauch mit 3 innenliegenden Öffnungen, den man wie einen Gürtel trägt und in dem man beim Laufen sein „Geräffs“ (wie Schlüssel, MP3-Player und sonstiges Gedöns) unterbringen kann. Laut Beschreibung besteht das Teil aus elastischem Material, das perfekt am Wanst sitzt und wo nix angeblich nix wackelt. (Zumindest die darin transportierten Utensilien wackeln nicht – eventuell vorhandener Hüftspeck ist davon natürlich unberührt.)

Der Grund für mein Entzücken über diese Mail ist der Umstand, dass ich mir kürzlich ein neues Auto gekauft habe. Die ollen Klapperkisten, die ich bis dato gefahren bin, hatten alle einen stinknormalen Zündschlüssel, der mitsamt meines MP3-Players immer ganz prima in der Popotasche meiner Laufbuxen Platz gefunden hat. Das neue Gefährt brachte aber so einen modernen Funkschlüssel alias „Boah-watt’n-Brocken!“ mit, der eben nicht mehr in das eingenähte Täschchen in Allerwertesten-Nähe passt, zumindest nicht in Gesellschaft meiner Mini-Jukebox. Gürteltaschen finde zumindest bei kürzeren Läufen lästig und eine Weste mit Seitentaschen ist auch keine optimale Lösung – zum einen mag ich die Kombi Kurz-über-Longsleeve einfach lieber und zum anderen schlackert der Schüsselbrocken in der Westentasche auch recht nervig hin und her.

Also…Formbelt…Laufgürtel – YEAH! Dich schicken die Laufgötter!

Erster Haken an der Sache: Damit der Gürtel auch wirklich optimal sitzt und nix schlackert, gibt es ihn in 5 verschiedenen Größen, und ich wurde doch tatsächlich von Luisa freundlich genötigt, meinen Hüftumfang zu messen – und das mitten im Adventsmohr-Backmarathon! Die Messung ergab nicht nur eine präzise Größe, sondern auch, dass sich wohl schon einige Mürbteigringe um meinen Bauchnabel herum gebildet hatten. Aber Jammern nützt da ja auch nix, also tippte ich seufzend die ermittelte Größe in die Antwortmail und kurze Zeit später lag mein neuer Formbelt in schickem Grün in meinem Briefkasten.

Das Material ist fest, aber elastisch und der Formbelt besteht aus einem Teil, hat also keinen Verschluß und wird angezogen wie ’ne Laufhose. Und wenn ich es jetzt schon mal auf der Hüfte sitzen habe, könnte ich ja auch gleich mal ein Testläufchen machen – also Schüsselmonster und MP3-Player reingestopft und los geht das, ab in den Forst, juchhe!

P1010232Tatsächlich spürt man das Gürtelchen fast überhaupt nicht – und wie versprochen, wackelt außer meinen Hüft-Mürbteigröllchen nix. Ich schiebe die Utensilien immer nach vorne oder hinten – wenn sie seitlich im Gürtel untergebracht sind, können sie ein bisschen am Hüftknochen reiben, sofern der noch nicht unter einer Weihnachtsspeckschicht begraben ist. Zur bequemen Smartphone-Transport im Formbelt kann allerdings nix sagen, da ich das Ding beim Laufen nicht mitnehme. Wen’s interessiert, der kann da auch gerne beim Ruppinator vorbeischauen – der hat das Teil nämlich auch getestet und sein Smartphone reingestopft – KLICK!

Mittlerweile habe ich den Grüngürtel (höhö) regelmässig im Einsatz, diverse Maschinenwäschen hat er problemlos überstanden, ist formstabil und was soll ich sagen – das Teilchen ist einfach ’ne praktische kleine Erfindung, die ein lästiges Problem schnieke und preiswert gelöst hat.

Und wer weiß..wenn ich weiter regelmässig mit dem Gürtelchen Gassi laufe, kann ich mir ja vielleicht bald die nächstkleinere Größe ershoppen. Man braucht ja immer Ziele.

(Ach ja – das mir auf dem Foto ein Weihnachtsmotiv aus dem Kopf flattert, ist dem Umstand geschuldet, dass mein Nachbar sein Haus gerne jahreszeitenabhängig beflaggt. Kann man machen. Muss man aber nicht.)


„Mehr Mohr“ gibt’s übrigens in meinem Newsletter – dem MOHRBRIEF!
Kost‘ nix und kann jederzeit mit einem Mausklick abbestellt werden.

14 Gedanken zu „[mohrlaufen] Produkttest: Formbelt der Fa. Variosports

  1. Pingback: [mohrlaufen] Der Schlüssel zum Glückmohrblog | mohrblog

  2. Volker

    Das Leben ist ja sowas von unfair. Du bekommst so ein Dingens zum Testen für lau und ich müßte es für teuer Geld erwerben. Warum werde ich nicht mit Werbe-E-Mails bombardiert? Schreiendes Unrecht ist das!! :mrgreen:

    Aus Protest werden ich mir den Flipbelt kaufen 😀

    Du hast Dich von Deinem Fiat getrennt? *schnöff*

    Liebe Grüße
    Volker

    Antworten
    1. mohrblog Beitragsautor

      Weil du nicht so penetrante Rampensau bist wie ich, Volker 😉
      Die Trennung vom Fiat war nicht ganz freiwillig – der TÜV hat da ein Wörtchen mitgeredet.

      Antworten
  3. Heidi Schmitt

    Diese Dinger sind tatsächlich sehr gut. Ich brauchte deshalb den Formbelt nicht testen, weil ich schon seit Jahren das Original nutze. Der Formbelt ist nämlich ein nachgemachtes Produkt und dem Flipbelt nachempfunden. Hat mich ein bisschen gestört, dass es als so neuartig beworben wird. Aber so ist das eben. Einer macht was Gutes und die anderen machen es nach. Trotzdem: Flipbelt. Viel länger am Markt. Sehr gut.

    Antworten
    1. Sascha

      Im Grunde gibt es ja selten wirklich neue Produkte, die meisten sind kopiert, verbessert, inspiriert oder einfach neu aufgelegt.
      Das macht den Formbelt aber keinesfalls schlechter 🙂

      Antworten
      1. Heidi Schmitt

        Mit Deinem ersten Satz hast Du mal eben jede innovative Idee vom Tisch gewischt und auch die Eigenleistung an Neuentwicklungen kleingemacht. Ich sag ja gar nicht, dass der Gürtel schlecht ist. Aber das hat mich gestört:
        „Es galt also einen Laufgürtel zu entwickeln, der den bequemen Transport von notwendigen Gegenständen während des Laufens ermöglicht – einen Gürtel, der weder drückt noch wackelt. Man wollte für alle frustrierten Läufer, die das Problem der lästigen Laufgürtel kennen, eine funktionelle Alternative schaffen. Am Ende der Entwicklungsphase stand der Formbelt – ein Laufgürtel, der sich durch sein optimales Oberflächenverhältnis auszeichnet, welches Rutschen und Wackeln des Gürtels verhindert.“
        So steht es auf der Webseite des Formbelt. Als hätte es das Vorbild nie gegeben. Bitte schaut euch den Flipbelt an und dann sagt mir, ob es sich beim Formbelt um eine Eigenentwicklung handelt oder vielleicht doch eher um eine Kopie, bei der Verwechslungen mit dem Original erwünscht sind (siehe Namensgebung).

        Antworten
        1. Sascha

          Klar würde wohl keiner die beiden Produkte von einander unterscheiden können wenn kein Hersteller draufstehen würde. Das ist aber sowohl bei Schuhen, Rucksäcken oder sonstiger Bekleidung im Grunde auch so.

          Antworten
          1. Heidi Schmitt

            Da schreibt aber auch keiner von der „Idee“ seines Produktes und dass er es neu entwickelt hat. Und er schreibt auch nicht Apipas oder Nide oder Asucks auf seine Schuhe, sofern er nicht gerade asiatische Fake-Märkte bestückt.

  4. regenfrau

    Hallo Daniela.
    hihi, seit fast einem Monat beäugen eine Freundin und ich sämtliche Laufgürtel und schieben die Entscheidung für einen oder gegen viele andere immer wieder weit hinaus, weil momenatn ja Jackenzeit ist/sein sollte und die Situation erst im Frühling/Sommer prekär wird!
    Jedenfalls danke für deinen Bericht, er wird mir die Entscheidung in drei, vier oder fünf Monaten sicher erleichtern! 😉

    Antworten
  5. Blumenmond

    Mein Blog interessiert ja keinen, der Produkte platzieren möchte. Aber diejenigen würde ich selbstverständlich auch sofort in die Wüste schicken. 😉 Aber den Gürtel hab ich trotzdem und find ihn genial.

    Antworten
  6. sam

    Hallo Fr. Mohr,

    dann werde ich das Ding doch mal fallenderweise über den ostfriesischen Inseln testen. Im Sommer kann ich dann eine Rückmeldung geben.
    Guten Rutsch ins neue Jahr. 🙂

    Tschö sam

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*