Archiv für den Monat: August 2016

[mohrkochen] Ingwer-Zitronen-Limonade

„Was wollen wir trinken, 7 Tage lang, was wollen trinken, so ein Durst….“

Der Sommer 2016 ist ja mal wieder ein verrückter kleiner Schlingel, der täglich mit neuen meteorologischen Überraschungen aufwartet. Da kann es locker mal vorkommen, dass man sich montags fröstelnderweise ein kuscheliges Jäckchen überwerfen muss und den Abend mit heißem Tee am Ofen verbringt, und sich bereits zur Wochenmitte wieder kurzbuxig durch die Landschaft schwitzt. Um den daraus resultierenden unterschiedlichsten Bedürfnissen in Sachen Trinkverhalten entgegenzuwirken, empfiehlt es immer, ein Pülleken Ingwerwasser im Haus zu haben (Vorausgesetzt natürlich, man mag Ingwer. Wer die dolle Knolle scharf, seifig und eklig findet, muss natürlich kein Ingwersäftchen shoppen. Wär‘ ja Blödsinn.)

Den natürtrüben Direktsaft aus der Ingwerknolle bekommt man – meistens in kleinen grünen 220ml-Pullen – in Bioläden, Reformhäusern und den berühmten „gut sortierten Supermärkten“ (bei uns in Neuwiedropolis kann man das gute Zeugs beispielsweise bei EDEKA Kreuzberg, bei dm und Rossmann und im REWE-Center ergattern – bei kleineren Dorfsupermärkten könnte es unter Umständen mau aussehen.) Hat man nun so eine kleine grüne Flasche im Kühlschrank, kann man daraus im Nullkommanüschte einen wärmendes Heißgetränk zubereiten, wenn der Sommer sich mal wieder als Herbst verkleidet hat…einfach 1-2 EL Ingwersaft und ein wenig Süße nach Gusto (Ahornsirup, Apfeldicksaft o.ä.) mit kochendem Wasser in einer Tasse aufgießen, umrühren, lecker finden (optional, aber erleichtert die Sache) und von innen aufwärmen lassen.ingwerlimo

Und wenn sich die Wettergötter dann spontan aus ’ner Launer heraus entschließen sollten, das Quecksilber wieder in schwindelnde Höhen zu prügeln und einem der Durst fast die Zunge zerkrümelt, dann kann man aus dem Ingwersaft im Handumdrehen eine erfrischende Limo hexen. Meine favorisierte Mischung besteht aus 1-2 EL Ingwersaft, 2 EL Zitronen- oder Limettensaft und 2 EL Süßkram (Ahornsirup oder Dicksäfte jedweder Art) auf ca. 1,5 Liter Wasser und kräftig rühren. Dazu braucht es wieder einen Terror- noch einen Vita- noch sonst einen -mix, sondern bloss einen Löffel und ’ne Kanne. Eiswürfel rinn und ab geht die Süffelpost.
In diesem Mischverhältnis ist der Geschmack nicht zu aufdringlich, aber trotzdem eine leckere Abwechslung zu schnödem Wasser. Diesen Mix habe ich auch früher, als ich noch Ausdauerläufer war (an dieser Stelle bitte selbstmitleidiges Geheule einfügen), des öfteren mit auf die Trails genommen und immer allerbestens vertragen und supergerne auf langen Läufen (wuhuuuu!) geschlabbert.

Ingwersaft ahoi!


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Hopi – kleiner Hund sucht großes Glück. Bitte sucht mit!

Nachdem ich mich nun schon einige Jahre im Tierschutz herumtummele und fleißig beobachte was um mich herum passiert, bin ich mittlerweile ganz fest überzeugt, dass jeder vermeintlich krumme oder löcherige Topf am Ende doch seinen passenden Deckel findet. Ich habe inkontinente Katzen gesehen, die trotz dieses Handicaps von lieben Menschen adoptiert wurden und ein glückliches Leben geschenkt bekamen, oder einen Hund mit gelähmten Hinterläufen, dem engagierte Zweibeiner einen tollen Mini-Rollstuhl gebaut haben, mit dem er fröhlich durch den Garten toben kann. Oder einen bissigen, verstörten Hund, den verständnisvolle Menschen adoptiert und mit viel Geduld und Hilfe eines Hundetrainers zu einem tollen Familienmitglied gemacht haben. Für jeden noch so schwierigen Fall gibt es irgendwo da draußen in der Welt genau DEN Menschen, dem genau dieses eine Tier ans Herz wächst. Man muss ihn nur finden, genau DIESEN einen Menschen…

Und genau dieses Problem hat der kleine, wundervolle Hundesenior Hopi, der schon viel zu lange im Tierheim Andernach auf sein neues Zuhause wartet. Dabei ist er noch nicht mal ein „schwerer Fall“, und das macht es für mich umso unverständlicher, dass er sein Körbchen im Tierheimbüro noch nicht gegen ein kuscheliges Zuhause-Körbchen eintauschen durfte.

Hopi1Hopi zählt mit seinen 9 Lenzen zwar schon zu den etwas älteren Semestern, aber noch lange nicht zum alten Eisen. Er hat eine leichte Arthrose, aber auch das ist kein Drama und kann nicht der Grund sein, warum es mit dem richtigen Zuhause immer noch nicht geklappt hat. Wenn ihn seine Gelenke schmerzen, bekommt er eine halbe Schmerztablette namens „Rimadyl“, die er ganz brav nimmt und gut verträgt – er braucht sie auch längst nicht jeden Tag und somit belaufen sich die „Zusatzkosten“ gerade mal auf ungefähr 20 Euro im Monat. Das ist ja nun auch kein Grund, im Tierheim versauern zu müssen.

Es kann nur nur einen einzigen Grund geben:  SEIN Mensch konnte ihn einfach noch nicht finden. Und so habe ich dem süßen Knopf vor ein paar Tagen ganz feste versprochen, dass ich ihm dabei helfe, gefunden zu werden. Er hat mir die Hand abgeleckt und vor Wonne gegrunzt wie ein Wildschweinchen und damit war der Handel besiegelt.

Da Hopi selbst nicht allzu viel dazu beitragen kann, um auf sich aufmerksam zu machen, außer jeden Tag aufs Neue erwartungsvoll auf die Tierheimtür zu schauen und zu hoffen, dass nun endlich jemand hereinkommt und ihn mit nach Hause nimmt, braucht Hopi nun viele Freunde und Unterstützer, die ihm dabei helfen, die Werbetrommel zu rühren und seinen neuen Menschenfreund fürs Leben zu finden.

Und – ihr ahnt es schon – diese Unterstützer seid IHR! Wenn Hopis Steckbrief deutschlandweit verbreitet wird, kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis er endlich entdeckt wird. Und diese Verbreitung schaffe ich nicht alleine – dazu brauchen Hopi und ich eure Hilfe.

HopiKeine Angst, ihr müsst gar nicht allzu viel tun…es ist ganz einfach, Hopi zu helfen. Als allererste Maßnahme könnten z.B. Blogger, Twitterer, Instagrammer und Facebooker einfach den Link zu diesem Beitrag (oder den Hashtag #teamhopi) in ihre Signaturen oder Artikelunterschriften setzen. Das alleine würde Hopi schon eine virtuelle Reise durch Deutschland ermöglichen und seine Chancen auf ein Happy-End erhöhen.

Natürlich könnt ihr auch selbst einen kleinen Aufruf oder Artikel für ihn in euren Blogs oder euren Facebook-Seiten schreiben, oder eine Rundmail an alle eure Freunde schicken – das wäre noch 1000x besser. Oder teilt den Beitrag in Hundegruppen und -foren oder unter Tierfreunden im Netz. Es ist so vieles möglich und macht gar nicht viel Arbeit.

Ich glaube allerdings, dass dieser kleine fröhliche Hundeclown der perfekte Begleiter für einen rüstigen Rentner wäre, der es (genau wie Hopi) lieber etwas ruhiger angehen lässt…und nicht jeder rüstige Rentner als solcher ist so internet-affin wie unsereins. Hier kommt also die gute alte Papierform ins Spiel, quasi das „Facebook von früher.“
Hier kann man sich einen hübschen kleinen Flyer im A5-Format oder A4-Format herunterladen, und damit tun, was man eben so mit Flyern tut…ins Autofenster kleben, in Geschäften aufhängen, verteilen oder sich auf die Jacke tackern.

Alles über den kleinen Goldschatz findet ihr hier auf seinem Profil der Homepage des Tierheims (oder ihr ruft bei offenen Fragen gleich im Tierheim an unter 02632/44343) – Hopi ist wirklich ein ganz und gar unkomplizierter, zauberhafter kleiner Hundemann, der sich vom Leben nix weiter wünscht, als endlich wieder ein richtiges Zuhause zu haben.

Schaffen wir das? Aber KLAR schaffen wir das!
Hopiflyer
P.S. – Unter allen fleißigen Helfern im „Team Hopi“, die mir ein Foto ihrer wie auch immer gearteten Aktion schicken (Screenshot der Signatur, Fotos ihrer Autoscheiben oder Aushänge) verlose ich ein paar hübsche Geschenke, wenn wir es geschafft haben, für Hopi ein Zuhause zu finden. HIER! gibt es schon ein paar Unterstützer-Fotos. MEHR geht natürlich immer – nur her damit an chefin(ät)danielamohr.com 😉

[mohrbacken] Kaffeebömbchen – leckere Kekse ratzfatz!

Meine Spähtrupps haben erste Spekulatius- und Lebkuchensichtungen in den Supermarktregal vermeldet – und auch wenn der ein oder andere das Gesicht verzieht und den Untergang aller guten Sitten und Gebräuche heraufbeschwört, freue ich mich riesig drüber. Bei Licht betrachtet ist ein Spekulatius doch einfach bloss’n Keks – und sein „frühzeitiger“ Verzehr kein Symbol für den Verfall des Abendlandes. Also – lockerbleiben.

Wer es aber partout nicht über sich bringen kann, vor dem ersten Advent ein zimthaltiges Gebäck zu schnabulieren, dem sei dieses Rezept für leckere Kaffeekekse ans Herz gelegt – denn auch wenn es mal Teil eines Adventskalenders war, ist kein Zimt drin und nix weihnachtliches dran.

Bei der Adventsmohr-Backaktion habe ich mein Herz für Mürbteig entdeckt, gerade weil er im Terrormix sowas von flott gemacht ist und man ihn ganz wunderbar einfrieren kann. So sind die Kaffeebömbchen zum Beispiel auch ein tolles Mitbringsel für Spontanbesuche oder eine Wunderwaffe gegen akute sonntägliche Kekshungerattacken.

Über die „genau richtige“ Menge Kaffee gab es bei diesen Keksen unterschiedliche Meinungen – „Testbäcker“ fanden die Bömbchen mit 5 TL Kaffeepulver ein wenig zu bitter und alles in allem „too much coffee“, Ich fand sie genau richtig und eine  andereTestkekserin merkte an, dass in den Keksen „ruhig noch ein bisschen mehr“ Mokkaflair sein könnte.

Wenn man es also gerne dezent mag, sollte man nur 3-4 TL verwenden, „Otto Normal-Coffeinjunkie“ nimmt 5 TL. Und wer von Kaffee absolut nicht genug bekommen kann, streut einfach beim Verzieren zusätzlich noch ein wenig Pulver über das Schokoladenhäubchen.Kaffeeboembchen1

Zutaten:
300 g Dinkelmehl Typ 630
70 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
5 TL löslicher Kaffee
200 g Margarine
ggf. Zartbitterkuvertüre und Kaffeepulver zum Aufhübschen

So geht’s im Terrormix:
Mehl, Zucker, Kaffeepulver und Salz in den Mixtopf geben. Die Margarine in Stücke schneiden, zu den trockenen Zutaten geben und 25 Sekunden auf Stufe 4 durchrödeln lassen.

So geht’s mit dem Handmixer:
Margarine und Zucker schaumig rühren, Salz und Kaffeepulver hinzugeben und nochmals gut verrühren. Zum Schluss das Mehl zugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.

Und so geht’s weiter:
Den Teig zu 2 Rollen formen und über Nacht abgedeckt im Kühlschrank schnarchen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen, Backblech einfetten oder mit bevorzugtem Anti-Haft-Material auslegen.

Die Teigrollen in Scheiben schneiden (ca. 18-20 g Teig), diese zu kleinen Kugeln formen und ein wenig flachdrücken.

Nun geht’s für ca. 15 Minuten in den Ofen. Die fertigen Kekse sind im heißen Zustand ziemlich brüchig – also erstmal ein wenig auskühlen lassen, bevor sie umgeparkt werden.

Wenn sie komplett kalt sind, werden sie noch mit Zartbitterkuvertüre überzogen. Ich hab‘ dazu eine Handvoll Kuvertüre gehackt, in einen Gefrierbeutel gepackt und ihn so lange in heißes Wasser gestellt, bis die Schokolade geschmolzen ist (Gefrierbeutel vertragen bis 90°C). Danach habe ich  mit der Schere ein winziges Loch in die Beutel-Ecke geschnitten, die Kekse alle zusammen auf ein Rost gesetzt und in einem Rutsch mit Schokoladenfäden überzogen.
einwegspritzeHinterher habe ich dafür von meiner Öko-Freundin  eins hinter die Ohren bekommen, weil ich „schon wieder unnötigen Plastikmüll“ produziert habe.

Stattdessen könne man genauso gut (und besser) eine Einwegspritze benutzen, die kann man (auch wenn der Name anderes vermuten lässt) wiederverwenden und sogar in der Spülmaschine reinigen.

Na gut.


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