Archiv für den Monat: Oktober 2016

[mohrbacken] Chilizungen – süße Schokokekse mit zartem WUMMS!

chilizungenChili-Zungen

„Höre zu, oder deine Zunge wird dich taub machen.“
(Indianische Weisheit)

Ja, ja, ich weiß – die Kombination Schokolade mit Chili ist echt mal „total Neunziger“ und voll out. Aber wenn’s schmeckt, ist aus meiner Sicht gegen Retro überhaupt nix einzuwenden. Und die Chili-Zungen sind wirklich teuflisch lecker und lassen auch außerhalb der Adventszeit den Gaumen freudig prickeln. Und gerade jetzt, wo es draußen spürbar frisch geworden ist, kann man sich durch dieses Backwerk ganz wunderbar von innen aufwärmen. Ist also auch noch total ökologisch, die Chilizüngelei.

Zutaten:
300 g Dinkelmehl Typ 630
70 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
1-2 TL Chiliflocken (schwaaach gehäuft)
1 EL Kakaopulver (ca. 10 g)
200 g Margarine

ggf. Zartbitterkuvertüre und Chiliflocken zum Anhübschen und Aufschärfen

So geht’s im Terrormix:
Mehl, Zucker, Kakao, Chiliflocken und Salz in den Mixtopf geben. Die Margarine in Stücke schneiden, zu den trockenen Zutaten geben und 25 Sekunden auf Stufe 4 durchrödeln lassen.

So geht’s im Handbetrieb:
Die Margarine mit dem Rohrohrzucker schaumig rühren. Salz, Kakaopulver und Chiliflocken zugeben und gut verrühren. Zuletzt das Mehl hinzugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten.

Und so geht’s danach weiter:
Den Teig zu Rollen formen (ca. 3 cm Durchmesser) und in den Kühlschrank sperren. Dort sollte er mindestens 2-3 Stunden Siesta halten, verträgt aber durchaus auch eine Ruhezeit von mehreren Tagen bis zum Backen. Merke: Je länger, desto mürber.

Den Backofen auf 180°C vorheizen, Backblech einfetten oder mit bevorzugtem Anti-Haft-Material auslegen.

Die Teigrollen in Scheiben schneiden (ca. 15-20 g), Teigstücke kurz „aufkneten“ und zu länglichen Zungen formen. Aufs Backblech setzen, leicht flachdrücken und für ca. 12-15 Minuten in den Ofen schieben. Direkt nach dem Backen sind die Zungen noch sehr fragil und bröckeln leicht, also bitte erst ein bisschen abkühlen lassen, bevor ihr sie vom Blech nehmt.

Wenn die scharfen Zungen komplett ausgekühlt sind, kann man sich noch mit ein wenig Zartbitterküvertüre aufhübschen.

Eine Sache zur Schärfe:
Mit 2 TL Chiliflocken werden die Kekse schon ganz schön feurig, das ist nicht jedermanns Sache. Wer ein bisschen empfindlicher ist oder Scharfes nicht so gerne mag, gibt am besten nur 1 oder gar 1/2 Teel. Chiliflocken in den Teig. Man kann die Kekse auch vor dem Verzieren einen Tag ruhen lassen und dann das „Schärf-O-Meter“ testen. Wem’s zu lasch ist, der kann die Zartbitterkuvertüre beim Verzieren noch mit ein paar Chiliflocken aufschärfen.

Tipp:
Nach Verarbeitung des Teiges, Kekseformen etc. immer gründlich Hände waschen. Nach getaner Arbeit mit Chilifingern die Kontaktlinsen rausnehmen ist nämlich keine richtig spaßige Angelegenheit. Natürlich hab‘ ich davon nur davon gehört – selbst wäre ich natürlich nie!-mals! so schusselig. Hüstel.

Mehr Kekse?
Wer ab dem 01.12. bis Heiligabend jeden Tag so ein wunderfeines Rezeptchen wie dieses hier mit reichlich Blabla drumherum und zusätzlichen Geschenk- und Dekotipps täglich frisch in sein Postfach bekommen möchte, der meldet sich am besten fix zum „Adventsmohr“ an. Das ist ein Adventskalender zum Selberbacken mit 24 leckeren Rezepte-Türchen. Gut? Gut. Wie es geht, erfährst der interessierte Bäcker in spe HIER – und bei Fragen…Frau Mohr fragen.


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