Archiv für den Monat: November 2016

[mohrbacken] Matcha-Knöpfchen

matchaschrippenIch bin von Natur aus ein Anti-Hipster – bei allem, was irgendwie und irgendwo neu auf dem Markt ist und als absolutes „Must-try“ gehyped wird, brummele ich stiesepimpelig vor mich hin und behaupte, dass Zeugs noch NIE gebraucht zu haben und überhaupt ist so ein Blödsinnstrend total überwertet. Böse Zungen unterstellen wir daher gelegentlich eine „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“-Mentalität, die ich natürlich aufs Schärfste von mir weise.

Aber bei fast jeder Neuheit kommt dann bei mir irgendwann der Punkt, wo es dann wirklich JEDER hat und JEDER schwärmt und irgendwann stelle ich mich dann doch als allerletzter Nachzügler in die Trend-Reihe und mache/kaufe/probiere es eben doch. (Und stelle in den allermeisten Fällen hinterher fest, dass ich das mal besser doch gelassen hätte, weil es nicht schmeckt/wirkt/nützlich ist. Aber das steht dann wieder auf einem anderen Blatt…)

Vor ein paar Jahren war dank Hilde Attilamann ein fast schon unmoralisch überteuertes grünes Pulver namens Matcha in aller Munde und in allen Teetassen, und dem Hip-Gebräu wurden die wundersamsten Dinge nachgesagt. Nicht nur dass man dank des grünen Zeugs fortan ausschließlicher voller Energie und Motivation durch den Tag flattern werde, es ist auch noch unfassbar gesund und verjüngt den folgsamen Teetrinker innerhalb kürzester Zeit um JahrZEHNTE! Mindestens. „So ein Blödsinn, hab‘ ich noch nie gebraucht und wird total überbewertet…“ Und natürlich habe ich mir dann irgendwann eben doch ein Döschen Matcha gekauft, und erwartungsgemäß festgestellt, dass es mir nicht schmeckt, und ich weder fliegen kann noch aussehe wie 12.

Zum Wegwerfen oder Rumstehen-Lassen ist das Zeugs nun auch wieder zu schade, also habe ich das Pulver in süßen Plätzchen versteckt.

Zutaten:
150 g Dinkelmehl Typ 630
30 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
2 TL Matchapulver
100 g Margarine

1 EL Rohrzucker + 1 TL Zimt zum Wälzen

– ergibt ca. 30 Knöpfchen –

So geht’s im Terrormix:
Mehl, Zucker, Matcha und Salz in den Mixtopf geben. Die Margarine in Stücke schneiden, zu den trockenen Zutaten geben und 25 Sekunden auf Stufe 4 durchrödeln lassen.

So geht’s im Handbetrieb:
Margarine und Zucker schaumig rühren, Salz und Matcha und nochmals gut verrühren. Zum Schluss das Mehl zugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.

Und so geht’s weiter:
Den Teig zu einer großen Kugel formen, abdecken und mindestens 1 Tag im Kühlschrank parken.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Rohrohrzucker und Zimt in einer kleinen Schüssel mischen. Backblech einfetten oder mit bevorzugtem Anti-Haft-Material auslegen.

Von der Teigkugel mit einem Löffel kleine Portiönchen (ca. 10 g Teig) abstechen, zu kleinen Kugeln formen und im Zimtzucker wälzen. Aufs Blech setzen und mit einem Messerrücken 2 Kerben eindrücken, das gibt ein charmantes Muster.

Nun geht’s für ca. 15 Minuten in den Ofen. Die fertigen Kekse sind im heißen Zustand ziemlich brüchig – also erstmal ein wenig auskühlen lassen, bevor sie umgeparkt werden.

Allzu übereifrige Naschkatzen sollten sich zumindest einen Tag gedulden, dann sind die Kekse ein wenig durchgezogen.

Tja – und jetzt?
Sagen wir’s mal so – um die Kekse zu mögen, sollte man Matcha mögen. Ich finde, sie schmecken „ok“, aber eher wie frisch gemähtes Gras – matchaliebende Testmampfer hingegen waren begeistert. Ich für meinen Teil habe deswegen sowohl das Backwerk wie auch den restlichen Matcha verschenkt. Somit waren dann am Ende alle glücklich 😉

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[mohrbacken] Nusspeterchen

NusspeterchenDiese köstlich-nussigen Knusperschnittchen stellten mich im letzten Jahr bei den Backtivitäten für den Adventsmohr vor 2 Probleme:

Erstes Problem: Sich zurückzuhalten und nicht gleich alle komplett aufzufuttern, weil sie so unfassbar lecker und knackig sind.
Zweites Problem: Einen passenden Namen zu finden. Während des Backmarathons liefen sie erstmal unter „HaKnuta“, was sich von „Haselnuss-Knusper-Tafeln“ ableitet und zumindest schon mal beschreibt, was der Gaumen zu erwarten hat, wenn er reinbeißt. Am Ende fanden wir den Namen aber doch doof und sind über „Gewürzschnittchen“ zu „Nuss-Spice-Biscuits“ gerutscht, woraus dann „Nuss-Pits“ wurden – und zum Schluß stand eben „Nusspeterchen“ auf der Tafel.

Am Ende sind Namen ja doch Schall und Rauch, also nennt sie einfach, wie ihr wollt…und lässt sie euch schmecken.

Zutaten
100 g Haselnüsse (gemahlen oder ganze Kerne)
180 g Dinkelmehl Typ 630
120 g Rohrohrzucker
1 Päckchen Bourbonvanillezucker
1 EL Speisestärke (ca. 15 g)
35-40 g Ahornsirup
1 Prise Salz
3 TL Spekulatiusgewürz (oder Lebkuchen- oder Christstollengewürz…je nachdem was gerade so im Gewürzschrank offen herumsteht)
125 g Margarine
ca. 2-3 EL Pflanzenmilch
100 g gehobelte Haselnüsse
2 TL Rohrohrzucker

So geht’s im Thermomix:
Die Haselnüsse in den Mixtopf geben und 8 Sekunden auf Stufe 7 mahlen. Dann Mehl, Zucker, Stärke und Gewürze dazugeben und kurz durchmischen. Margarine in Stücke schneiden, zusammen mit dem Ahornsirup zu den trockenen Zutaten in den Mixtopf geben und 25 Sekunden auf Stufe 4 durchrödeln lassen.

So geht’s im Handbetrieb:
Entweder die Haselnüsse mit dem Häcksler fein mahlen – oder gleich zu den gemahlen Nüssen greifen. Zuerst die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Margarine in Stückchen schneiden, zusammen mit dem Sirup zu der Mehl-Zucker-Gewürzmischung geben und fix zu einem glatten Teig verkneten.

Und so geht’s danach für beide weiter:
Ein Backblech mit Backpapier belegen, den Teig darauf (möglichst gleichmäßig) zu einem
ca. 30 x 30 cm großen Quadrat ausrollen und Teig + Blech ca. 1 Stunde kaltstellen.

Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Wer mag, kann den gehobelten Haselnüssen noch eine kurze Freifahrt im Lebensmittelzerkleinerer spendieren – wenn die Nussblättchen nicht so groß sind, lassen sich die Teigecken nachher leichter schneiden.

Den Teig großzügig mit Pflanzenmilch einpinseln, die Haselnussblättchen (und auch hier wieder…mö-höööglichst gleichmäßig) darauf verteilen, mit der restlichen Milch besprenkeln und den Zucker drüberstreuen („möglich gleichmäßig“ hatten wir erwähnt, ja?), alles ein wenig andrücken und den Teig mit einem scharfen Messer in (ebenfalls möglichst gleichmäßige! Aaaaah!) Quadrate oder Rechtecke schneiden (5 x 5 cm würde sich ja irgendwie anbieten, hier kann man aber nach eigener Vorliebe schnippeln und auf „möglichst gleichmäßig“ pfeifen).

Die Peterchen ca. 15-18 Minuten im Backofen backen, bis sie gebräunt sind.

Wenn man das Blech aus dem Ofen holt, direkt mit dem Messer die „Schnittlinien“ nachschneiden, solange der Teig noch weich ist. Dann auskühlen lassen und die knusprigen Schnittchen vom Blech nehmen.

Hochgradige Schokoholics, die partout nicht ihre Finger vom dem guten Zeugs lassen können, können die ausgekühlten Nusspeterchen noch mit Zartbitterkuvertüre überziehen – aber wir empfehlen: Spart euch die Arbeit, die nussigen Schnittchen sind auch ohne Schokolade absolut köstlich, knackig und würzig.

Du hast Zucker geleckt und willst mehr leckere Rezepte? Kein Problem:

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