„Best of Schrott“ – Von Schneidern, die rupfen. Und voll stylishen Kühlern…

Wenn ein Artikel schon mit „eigentlich“ anfängt…aber wirklich wahr – EIGENTLICH reihe ich mich niemals bei Blogparaden in die Artikelpolonäse, weil mir die Themen oft einfach zu dröge sind. Uneigentlich allerdings habe ich angesichts der Blogparade der Deutschen Post mit dem charmanten Titel „Best of Schrott“ vergnügt aufgequietscht, weil ich mit dem Herzmann den ungekrönten König des Elektroschrotts in der Bude habe.Nicht selten möchte ich die Hände vors Gesicht schlagen, wenn er wieder mit irgendeinem „Superteil“ aus irgendeinem Billig-Shop angezockelt kommt, das in meinen Augen bestenfalls eine unnötige Verschwendung von Rohstoffen darstellt.

„Jetzt schreiben wir mal die Geschichte all deiner bescheuerten Fehlkäufe nieder!“ reibe ich mir erwartungsfroh die Hände, „da wäre zum Beispiel die elektrische Zeckenzange, die Zecken durch Elektroschocks zu Tode bringen soll“
„Ja, Moment!“ wirft der Hausherr ein, „ich HATTE ja noch keine Zecke, seit ich das Dings gekauft habe. Da kannste ja nicht gleich behaupten, dass die Schrott ist. Bestimmt funktioniert die HERVORRAGEND!“
Ich hege berechtigte Zweifel, nehme aber davon Abstand, zwecks Gegenteilsbeweisung eine Runde bäuchlings durch eine Waldwiese zu robben, um den hernach garantiert in Heerscharen in meinen Wanst verbissenen Blutsaugern testweise elektrisch zu Leine zu rücken.

„Was ist denn mit dieser bekloppten Tasse mit USB-Anschluß für den PC, die angeblich die Getränke aufwärmen kann“.
„Was, die? Die ist SUPER! Die benutze ich voll oft!“ brummelt der Herr muffelig vor sich hin.
„Wann denn zuletzt, hm?“ feixe ich.
„Ja, JETZT gerade ja nicht, jetzt ist ja Sommer! Aber sonst…oft.“
Ich sehe, auch hier ist kein Schrott-Blumentopf zu gewinnen.
Der Herzmann arbeitet gegen mich.


„Du hattest doch da so einen Mini-Kühlschrank, den man im Auto an den Zigarettenanzünder anschließen kann…der hat doch auch von Anfang an nicht funktioniert?“ bohre ich weiter.
Mein Gegenüber windet sich. „Ja, nee….“
„Ja, WAS?“
„Wenn man ein Kühlakku reinlegt, bleiben die Sachen auch kalt.“ Ich lache mich innerlich scheckig. „Und außerdem…sieht der voll super aus. Stylish und so!“
Stylishes Aussehen versus Funktion. Das ist wohl wieder so ein Männerding, das muss ich nicht verstehen…

„Und was ist mit dem elektrischen Nasenhaarschneider, den du mal gekauft hast?“ lasse ich nicht locker. „Ach, der..“ der Herzmann winkt ab „den hab‘ ich weggeschmissen!“
Ich jubiliere. „Warum denn?“ frage ich unschuldig.
„Der hat die Nasenhaare richtig ausgerissen statt zu rasieren. Und die Haarwurzeln haben sich dann entzündet, am Ende hatte ich richtige Eiterpickel in der Nase. Das war vielleicht ein Schrott!“
Na also. Geht doch.


Nur für den Fall, dass sich außer mir noch jemand Tisch und Bett mit einem „King of Elektroschrott“ teilt: Mit „Electroreturn“ von der Deutschen Post  kann man Nasenhaarschneiderausreißer & Konsorten für umme per Post ins Nirwana schicken. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Nur mal so gesagt. Kann ja nie schaden.


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