Archiv für den Monat: Dezember 2017

[mohrbacken] Spekulatiuscreme

Die Vorweihnachtszeit ist ja bekanntermaßen eine Zeit des Hungerns und Darbens. Wie gut, dass der Weihnachtsmohr euch dürren Rippengestellen da draußen heute ein Rezept für einen unfassbar leckeren weihnachtlichen Brotaufstrich bringt, mit dem ihr in kürzestester Zeit ein wenig Winterspeck auf die Magerhüftchen schaffen könnt. Demnach sollte diese quietschsüße Köstlichkeit der Richtigkeit halber eigentlich „SPECKulatiuscreme“ heißen, aber das verwirrt ja nur unnötig.

Das cremige Hüftgold ist ratzfatz gemacht, würde sich im Kühlschrank theoretisch locker 2-3 Wochen halten und könnte theoretisch auch ein süßes Mitbringsel für nette Menschen in der Adventszeit sein. Praktisch ist es aber so lecker, dass es zumindest bei mir immer ratzfatz komplett aufgefressen ist und die „netten Menschen“ leider leer ausgehen müssen. Nächstenliebe? Geist der Weihnacht? Drauf gepfiffen!

Zutaten:
200 g Gewürz-Spekulatius
120 g Kokosmilch
60 g Rohrohrzucker
1 Tütchen Bourbonvanillezucker
50 g Margarine
1 TL Zimt

So geht’s im Terrormix:
Die Spekulatius und den Zucker in den Mixtopf geben, erst 5-6 Sekunden auf Stufe 8 zermahlen und dann 4 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren.
Kokosmilch, Margarine und Zimt zugeben und das Ganze 1 Minute / 37 Grad / Stufe 2 cremig rühren, dann ggf. mit Spatel zusammenschieben und nochmal 1 Minute / 37 Grad / Stufe 2 zu einer cremigen Paste verrühren. Die Creme nochmal kurz für 2-3 Sekunden auf Stufe 4 vermixen und abfüllen.

So geht’s im Handbetrieb:
Zuerst müsst ihr die Kekse irgendwie so fein wie möglich pulverisieren, entweder in einem High-Tech-Foodprozessor nach Wahl, einer elektrischen Kaffeemühle oder einer Küchenmaschine mit Hackmesser. Kokosmilch, Zucker und Margarine in einen Topf geben und auf kleiner Flamme rührenderweise erhitzen, bis der Zucker aufgelöst, die Margarine geschmolzen und alles zu einer glatten, möglichst homogenen Masse wird. Das „Spekulatiusmehl“ und den Zimt zugeben, nochmal allerkräftigst verrühren.

So geht’s weiter:
Die Creme in Schraubgläser füllen und im Kühlschrank parken. Auf den Frühstückstoast, das Mittagsbrötchen, die Nachmittagswaffel oder den Abendpfannkuchen streichen, auffuttern, dick und glücklich werden.
Alternativ: Hübsch dekorieren und an nette Menschen verschenken, damit DIE dann dick und glücklich werden.

Das Rezept für das abgebildete weihnachtliche Dessert nach Art des „kalten Hundes“ gibt’s in den nächsten Tagen. Ein bisschen Spannung und Vorfreude gehört ja zur Adventszeit dazu.


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[mohrbacken] Sirup-Frühstückskuchen

Wer die cellophanverpackten rechteckigen Frühstückskuchen aus dem Supermarkt mag, der wird auch ein Herz für dieses süßklebrige, würzige Backwerk haben. Konsistenz und Kruste sind zwar etwas anders als beim Industrie-Pendant, aber nicht minder lecker – und man weiß, was drin ist.

Beim Backen dachte ich mir ganz  kurz „Hey, der Kuchen ist ja sogar fettfrei!“ und war schon gewillt, das gute Stück in den gängigen Läufergruppen als „süßes Sportlerbrot“ anzupreisen – nur um den Kuchen dann nach kurzem Nachdenken und Blick auf die Zuckermenge fix wieder vom gesunden Vollwerkost-Pferd zu heben. Aber nun. Wir sind ja hier schließlich auch in der Weihnachtsbäckerei und nicht im Athleten-Camp.

Wer die Kandis-Knöpfchen aus dem letzten Rezept schon getestet hat, hat sicher noch ein paar Krümelkandis-Reste übrig, die hier den Sirupkuchen belagern dürfen. Alternativ tut’s aber auch schnöder Hagelzucker.

Zutaten:
150 g Zuckerrübensirup
100 g Rohrohrzucker
360 g Dinkelmehl Typ 630
10 g Weinsteinbackpulver

2 TL Gewürz (Gemisch aus Zimt, Kardamom, Koriander, Ingwer, Nelken…was man halt so gerade da hat)
1 Prise Salz
200 ml Hafermilch
2 TL Krümelkandis

Und los geht’s!
Backofen auf 160 Grad vorheizen, eine 25 cm Kastenform einfetten und mit Paniermehl oder gemahlenen Nüssen ausstreuen.

So geht’s im Thermomix:
Zuckerrübensirup und Zucker in den Mixtopf geben und 2 Min. bei 37 Grad auf Stufe 3,5 cremig rühren. Mehl, Backpulver, Gewürze und Milch zufügen 1,5 Minuten im Teigmodus zu einem Teig kneten.

So geht’s im Handbetrieb:
Mehl, Backpulver, Gewürze, Salz sieben, Zucker zufügen und miteinander vermischen. Mit einem Löffel die Milch und den Sirup unterziehen.

Und so geht’s weiter:
Den recht klebrig-zähen Teig in die Kastenform füllen, glattstreichen, mit dem Krümelkandis bestreuen und für ca. 60-70 Minuten in den Ofen schicken.

Ca. 30 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann rausnehmen und auf einem Gitterrost komplett abkühlen lassen.

Am besten schmeckt der Kuchen, wenn man ihn mindestens 1 Tag in Papier oder Alufolie eingewickelt ruhen lässt, 2 Tage ist sogar noch besser. Ungeduldige Schleckermäuler können natürlich auch direkt losfuttern.

Von der Beschaffenheit ist das Backwerk irgendwo zwischen Kuchen und Brot angesiedelt und von ziemlich fester Konsistenz. Es taugt zum Frühstück mit Marmelade genauso gut wie pur als Verpflegung bei einer langen Winterwanderung.


Das Rezept zum Runterladen und Ausdrucken gibt’s im Mohrbrief. Also – registrieren! Kost‘ nix!