Archiv der Kategorie: mohrkochen

[mohrkochen] Karamellisierte Radieschen

Radieschen kann man nicht nur von unten betrachten oder roh knabbern, sondern auch ganz wunderbar braten und karamellisieren (was zumindest zum ersten Vorschlag definitiv die bessere Alternative ist.)
Karamellisierte Radieschen gehen schnell und einfach und bringen trotzdem Abwechslung in den sommerlichen Salat-Teller.

Zutaten
1 Bund Radieschen
3 L Olivenöl
1 EL Ahornsirup
Salz

(„Wie jetzt? Das war’s? Sonst nix?“ Ja, manchmal darf’s auch einfach mal einfach sein…)

Und los geht’s!
Die Radieschen waschen, vierteln und im Olivenöl in einer beschichteten Pfanne brutzelbraun braten. Zum Schluß den Ahornsirup zugeben, kurz schwenken und karamellisieren lassen, salzen und – genießen.

Wenn das Wetter mal wieder üsseliger wird und einem die Lust auf frischen Salat vergehen lässt, schmecken die Radieschen auch als Gemüsebeilage, zum Beispiel zu Kartoffeln und Pflanzenfrikadellen.


Auf Wurzeln starren oder Blümchen anschieben?

Das englischsprachige Pendant zum deutschen „sich die Radieschen von unten betrachten,“ (sprich: mausetot und begraben sein) ist übrigens „pushing the daisies“ und bedeutet soviel wie „die Gänsenblümchen hochdrücken.“ Dieses Prozedere klingt doch nach viel mehr Spaß als bloß auf blöde Wurzeln glotzen…


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[mohrkochen] Kalter Weihnachts-Hund

Als olles Alliterationen-Fangirl heißt dieses Dessert bei mir zwar „Kalter Köter“, aber da würde vermutlich der ein oder andere Leser missbiligend die Mundwinkel verziehen, und überhaupt ist „Hund“ im Essen ja auch nicht vegan. Also präsentiere ich heute mit schokoladenverschmierten Fingern und Spekulatiuskrümeln auf dem Revers mein

„Weihnachtliches Keks-Schokoladendessert“
(nach Art des kalten Köters)

Dieses Dessert lässt sich im Nullkommanüschte aus einer Handvoll Gewürzspekulatius und der Schokohaube der „Schokoloko-Schnitten“ zusammenzaubern.

Man benötigt also:
1 Handvoll Gewürzspekulatius
1 Schokohaube

Fertig.

Ha. Frau Mohr ist ja heute wieder extrem witzisch. Also nochmal von vorne:

Zutaten:
ca. 16 Spekulatius
90 gr. Margarine
100 gr. pflanzl. Sahne (bisher getestet: Soja- und Hafersahne)
350 gr. Zartbitterkuvertüre (Obacht! Hier wird ganz gerne Milchpulver untergejubelt, also Zutatenliste lesen!)

So geht’s im Handbetrieb:
Margarine und Sahne im Kochtopf erhitzen, bis die Margarine sich aufgelöst hat. Kuvertüre hacken und einrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat.

So geht’s im Terrormix:
Sahne und die Margarine in den Mixtopf geben und 3 Minuten bei 70 Grad auf Stufe 0,5 schmelzen, dann die Schokolade in Stücken zugeben und 4 Minuten auf 70 Grad und Stufe 1 rühren, bis alles eine homogene Creme ergibt.

Eine möglichst rechteckige oder quadratische kleine Form mit einer Lage Keksen auslegen, die Creme dünn darauf verteilen, wieder mit Keksen belegen und weiter so verfahren, bis Kekse und Creme aufgebracht und das Förmchen voll ist. Mindestens 3 Stunden im Kühlschrank parken, aus der Form lösen und in Scheiben schneiden.

Ich würde die Menge für ca. 4 Portionen ansetzen – wenn man dünnere Scheibchen schneidet, werden wohl auch mehr Esser satt. Vermutlich würde die Portion auch für eine ganze Kompanie reichen, wenn man nur von der Kaloriendichte ausgeht.

Um dem Ganzen ein wenig die „Schwere“  (bei uns im Rheinland nennt man sowas „mastisch“) zu nehmen, könnte ich mir pro Portion noch einen Löffel Apfel-Ingwerkompott vorstellen, diese Fusion hat aber bisher nur in meinem Kopf stattgefunden und ist noch gaumen-ungetestet.


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[mohrbacken] Spekulatiuscreme

Die Vorweihnachtszeit ist ja bekanntermaßen eine Zeit des Hungerns und Darbens. Wie gut, dass der Weihnachtsmohr euch dürren Rippengestellen da draußen heute ein Rezept für einen unfassbar leckeren weihnachtlichen Brotaufstrich bringt, mit dem ihr in kürzestester Zeit ein wenig Winterspeck auf die Magerhüftchen schaffen könnt. Demnach sollte diese quietschsüße Köstlichkeit der Richtigkeit halber eigentlich „SPECKulatiuscreme“ heißen, aber das verwirrt ja nur unnötig.

Das cremige Hüftgold ist ratzfatz gemacht, würde sich im Kühlschrank theoretisch locker 2-3 Wochen halten und könnte theoretisch auch ein süßes Mitbringsel für nette Menschen in der Adventszeit sein. Praktisch ist es aber so lecker, dass es zumindest bei mir immer ratzfatz komplett aufgefressen ist und die „netten Menschen“ leider leer ausgehen müssen. Nächstenliebe? Geist der Weihnacht? Drauf gepfiffen!

Zutaten:
200 g Gewürz-Spekulatius
120 g Kokosmilch
60 g Rohrohrzucker
1 Tütchen Bourbonvanillezucker
50 g Margarine
1 TL Zimt

So geht’s im Terrormix:
Die Spekulatius und den Zucker in den Mixtopf geben, erst 5-6 Sekunden auf Stufe 8 zermahlen und dann 4 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren.
Kokosmilch, Margarine und Zimt zugeben und das Ganze 1 Minute / 37 Grad / Stufe 2 cremig rühren, dann ggf. mit Spatel zusammenschieben und nochmal 1 Minute / 37 Grad / Stufe 2 zu einer cremigen Paste verrühren. Die Creme nochmal kurz für 2-3 Sekunden auf Stufe 4 vermixen und abfüllen.

So geht’s im Handbetrieb:
Zuerst müsst ihr die Kekse irgendwie so fein wie möglich pulverisieren, entweder in einem High-Tech-Foodprozessor nach Wahl, einer elektrischen Kaffeemühle oder einer Küchenmaschine mit Hackmesser. Kokosmilch, Zucker und Margarine in einen Topf geben und auf kleiner Flamme rührenderweise erhitzen, bis der Zucker aufgelöst, die Margarine geschmolzen und alles zu einer glatten, möglichst homogenen Masse wird. Das „Spekulatiusmehl“ und den Zimt zugeben, nochmal allerkräftigst verrühren.

So geht’s weiter:
Die Creme in Schraubgläser füllen und im Kühlschrank parken. Auf den Frühstückstoast, das Mittagsbrötchen, die Nachmittagswaffel oder den Abendpfannkuchen streichen, auffuttern, dick und glücklich werden.
Alternativ: Hübsch dekorieren und an nette Menschen verschenken, damit DIE dann dick und glücklich werden.

Das Rezept für das abgebildete weihnachtliche Dessert nach Art des „kalten Hundes“ gibt’s in den nächsten Tagen. Ein bisschen Spannung und Vorfreude gehört ja zur Adventszeit dazu.


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