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[mohrkochen] Expressfrühstück mit Hirse, Banane und Erdnussmus

Entgegen der Thesen einiger Ernährungsexperten, dass „Frühstück krank machen“ kann, halte ich persönlich für mich einen leckeren Morgensnack für unabdingbar. Mein Motor kommt einfach besser in die Gänge und ich fühle mich (im Rahmen meiner Möglichkeiten, die derzeit allerdings eher verbesserungswürdig sind) deutlich leistungsfähiger und wacher, wenn ich zeitnah nach dem Aufstehen zumindest eine Kleinigkeit gefrühstückt habe.

Wie für gefühlt so ziemlich alles, fehlen mir leider auch oft für ein Morgenmahl Zeit und Muße, aber „ohne watt im Bauch“ mag ich auch nicht in den Tag starten. Wenn es ganz fix gehen muss, ist der Hallowach-Shake immer eine gute Wahl – derzeit liegt aber dieser schnelle Hirse-Bananenbrei mit Erdnussbutter bei mir ganz oben im Kurs.

Diese süße Creme (oder- wie der Herzmann mit abfällig hochgezogener Augenbrau zu sagen pflegt – „diese braune Pampe“) lässt sich morgens schnell zwischen Tür und Angel zusammenrühren und im Notfall auch dort verspachteln, wenn die To-Do’s des Tages schon allzu penetrant im Hausflur Schlange stehen. Die Portion ist überschaubar und (für mich) genau richtig, um einen kleinen Kickstart im Magen zu zünden, ohne gleich pappsatt zu sein. Zusätzlich hat der feine Brei ein paar B-Vitamine, Magnesium und Eisen im Rucksack.

Zutaten:
1 vollreife Banane
2-3 EL Hirseflocken (ca. 30 g)
1 EL Erdnussmus
ein Schluck Pflanzenmilch nach Wahl

Zubereitung:
Die Banane schälen, mit einer Gabel zerdrücken und (ebenfalls mit der Gabel, spart Besteck) mit den anderen Zutaten vermischen. Mit ein wenig Pflanzenmilch verrühren, bis die favorisierte Konsistenz erreicht ist. Löffeln, freuen, durchstarten.

Wer es noch matschiger mag (und vorher dran denkt) kann die Hirseflocken noch über Nacht in der Pflanzenmilch einweichen.

Das Foto ist übrigens genauso fix zwischendurch entstanden wie das Fotomodell selbst – man möge also mangelnde Attraktivität verzeihen. Dem Magen ist die Optik ja eh wurscht.

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Von schnellem Mango-Hirsefrühstücken und merkwürdigen Verhaltensweisen meckernder Mitmenschen

…und einen Preis für die vermutlich längste Überschrift seit Bestehens des Mohrblogs…


Dass ein schnödes Küchengerät tatsächlich den Groll und Unmut einiger Mitmenschen auf sich ziehen kann, hätte ich ja nie vermutet oder erwartet – bis zu dem Moment, in dem ich mir einen Thermomix zugelegt habe. Dieser (zugegebenermaßen fast schon unmoralisch überteuerte) Küchenhelfer ist ein megapraktischer Allrounder und kann allerbestens Mehl mahlen, Rohkost raspeln, Zutaten wiegen, Zwiebeln andünsten, ganze Mahlzeiten kochen, Smoothies und Nussmuse mixen, Teig kneten, Gemüse dämpfen, Dampfnudeln und Marmelade machen und noch so einiges mehr. Und eigentlich ist damit dann auch schon alles gesagt. Das Teil kann man gut finden (ich!), sich kaufen (ich!), sich dran erfreuen (ich!) – oder halt eben nicht.

Irritierenderweise verziehen sich aber die Münder einiger Mitmenschen sofort zu schnippisch-schmalen Schlitzen, sobald das (offensichtlich böse) „T“-Wort zufällig im Gespräch fällt – und wenn ich für jedes Mal, wo mir ein empörter Thermomix-Gegner ungefragt ein „Das Scheißding ist nur was für Faule, die nicht kochen können. ICH brauch‘ sowas nicht!“ oder „Das ist nur was für Angeber!“ entgegengespuckt hat, einen Euro bekommen hätte, hätte ich wohl mittlerweile genug Geld, um gleich noch eine zweite Apparatur aus dem Hause Vorwerk zu kaufen.

Im Netz bin ich sogar auf einen Blog-Artikel gestoßen, der mit den ach!-so-nervigen Thermomix-Besitzern abrechnet und ich war höchst amüsiert, dass man tatsächlich soviel Zeit damit verbringen kann, eine so vergleichsweise unwichtige Sache wie ein Küchengerät (und seine Käufer) scheiße zu finden – KLICK!

Ich hingegen finde, man könnte doch auch einfach mal zu einer Sache überhaupt keine Meinung haben, wenn sie einen nicht interessiert. Wenn mir jemand beispielsweise vom Aufstiegspiel des 1. FC Hintertupfingen erzählt oder mir unbedingt seinen neuen Golf GTI Megaturboweißderteufel vorführen möchte, dann juckt mich das schlicht und ergreifend nicht – und sowas kann man tatsächlich höflich kommunizieren. Ich bekomme aber nie das dringende Bedürfnis, stattdessen meine Stimme in hysterische Tonlagen anzuheben und „Fussballgucken ist nur was für faule Säcke, die selbst keinen Sport machen! ICH brauch‘ sowas nicht!“ oder „Golf GTI ist nur was für Angeber!“ zu keifen.

Zum Glück zwingt einen doch auch niemand mit vorgehaltenem Messer, sein Sparbuch zu plündern und es der Fa. Vorwerk in den Rachen zu werfen. Muss man nicht machen. Aber so’n bisschen befremdlich ist diese teilweise fast schon inbrünstige Feindseligkeit schon, die sich oft so überraschend entlädt. Lockerbleiben. Ist doch bloss ’ne Küchenmaschine.

Lustig fand ich auch den höchst schnippischen Kommentar einer unangemessen empörten Dame – „Also ICH ess‘ lieber ein gutes Brot mit einem guten Käse, statt mir von so einem doofen Blender alles pürieren zu lassen.“ Überraschung – ich auch. Manchmal ist ’ne gute Stulle einfach die beste Wahl für ein schnelles Abendbrot. Aber das Gute ist, selbst wenn man einen Thermomix in der Küche stehen hat, funktionieren weiterhin trotzdem noch alle Messer und sonstige Küchengeräte einwandfrei, „das Gerät“ sendet keine Störstrahlen, die Messer stumpf und Töpfe löcherig machen. Man kann sich also auch weiterhin ’ne Klappstulle schmieren und/oder Töpfe und Pfannen benutzen, wenn man Lust und Zeit hat. Abgefahren, oder?

Mein derzeitiges Lieblingsfrühstück mit Hirse und Mango könnte selbstverständlich genauso gut in einem Topf auf dem Herd zubereitet werden – aber ich find’s schon ein klitzekleines bisschen praktischer, nicht neben dem Pott rührenderweise Wache zu schieben, damit die Hirse nicht anbrennt und nicht hinterher mit ’nem Pürierstab in dem Brei herumhantieren zu müssen. Aber vermutlich bin ich halt einfach nur zu faul zum Kochen.

MangohirsepuddingMango-Hirsefrühstück

100 gr. Hirse
350 gr. Pflanzenmilch
20 gr. Agavendicksaft
150 gr. TK-Mango
(Portion für 2 Personen)

Die Hirse in den Mixtopf des „Thermowichsers“ geben (kreativ sind’se ja, die Meckerköppe) und mit kochendem Wasser übergießen – das löst die Bitterstoffe, die auf der Schale der Hirsekörnchen sitzen. Wasser abgießen (am besten durch ein feines Sieb, damit keine Hirsekörner mit in den Abfluß flüchten können), die Milch und den Agavendicksaft zugeben und 15 Minuten bei 100 Grad auf Stufe 1 vor sich hinblubbern lassen. Danach die tiefgefrorenen Mangostücke zugeben und auf Stufe 10 ca. 5-10 Sekunden (je nachdem wie „smooth“ man es gerne mag) durchmixen, in 2 Schüsseln aufteilen und ratzfatz wegfrühstücken.

Lecker finden und sich dabei nicht über unnötige Dinge aufregen.
Licht und Liebe, ihr Säcke.


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[mohrkochen] Hirsecreme mit Beeren

Je nach Hormonstatus bin ich ein ziemlicher Fan von allem, was süss und löffelbar ist – ob Milchreis, Griessbrei oder Puddings jeder Couleur, immer her damit, Widerstand ist zwecklos. Da polierter Reis oder Griess nun nicht gerade vor Nährstoffen bersten und Hirse meiner Meinung nach sowieso viel zu wenig Beachtung in unseren Töpfen und Schüsseln findet, futtere ich seit einer Weile sehr gerne und reichlich jene im folgenden Beitrag näher beschriebene Hirse-Beerencreme zu nahezu jedem Frühstück der Arbeitswoche.

Hirse ist nämlich nicht nur lecker, sondern zudem prallvoll mit Eisen, Kalzium, Magnesium, B-Vitaminen und anderem gesunden Nährstoffzeugs, aber viel spannender finde ich
den hohen Gehalt an Silizium, welches u.a. die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes der Haut verbessern soll. Na, wie klingt das fürs geneigte Frauen-Öhrchen? Cellulite adé, meine Damen! Und auch den Herren der Schöpfung kann straffe Haut nicht schaden – also nicht vergessen, Hirse essen!

Zutaten:Hirsecreme
100 g Goldhirse
350-400 ml  Pflanzenmilch
(ich nehme selbstgemachte Cashewmilch)

50 g  Agaven- oder Apfeldicksaft (ich ziehe da wo es geschmacklich passt Apfeldicksaft vor – der kommt aus Deutschland und ist in „meinem“ Bioladen in Glasflaschen erhältlich, beides Vorteile gegenüber dem weitgereisten Agavenbruder im Plastik-squeezer)
350 g TK-Beeren (ich nehme meistens ca. 300 g Himbeeren und 50 g Blaubeeren, um noch ein paar hübsche blaue Punkte in die rosa Optik einzustricken, oder auch einfach mal eine Beerenmischung)
100 g Sojajoghurt natur

Hinweis:
Vor dem Kochen sollte die Hirse gewaschen werden, weil sie durch Fettpartikel auf der Schale sonst bitter schmecken kann. Ich gebe die Körnchen immer den Topf, in dem sie später auch gekocht werden, übergiesse sie mit kochendem Wasser, lasse sie ein bißchen „ziehen“, rühre ein bißchen darin herum und giesse das (nun ziemlich trübe) Wasser dann ab. Das klappt prima mit einem Spritzschutzsieb, dass man sonst auf Bratpfannen legt..das Netz ist fein genug, um kein Körnchen durchzulassen.
(Obacht – wenn man die Hirse bloss mit warmen Wasser auswäscht und nicht mit kochendem Wasser übergiesst und einweicht, kann das die Kochzeit verlängern.)

Terrormix-Variante (TM5):
Hirse in den Mixtopf geben und mit kochendem Wasser übergießen. Wie oben beschrieben ein paar Minuten stehen lassen, umrühren und das Wasser abgießen.
Pflanzenmilch und Dicksaft zugeben und 20 Minuten bei 98 Grad auf Stufe 1 im Linkslauf köcheln. Dann die gefrorenen Beeren zur Hirse in den Mixtopf geben, Deckel druff und 20-30 Sekunden auf Stufe 3 (Linkslauf!) rühren. Joghurt zugeben und 2 Minuten auf Stufe 1 im Linkslauf durchrühren.

Handbetrieb-Variante:
Die Hirse wie oben beschrieben in den Kochpott geben, mit kochendem Wasser übergießen und…naja, steht ja alles oben. Ziehenlassen, abschütten, piffpaff! Dann wird die Hirse mit der Pflanzenmilch und dem Dicksaft kurz aufgekocht und bei kleiner Flamme ca. 10-15 weichgeköchelt – es reicht wenn sie nur ganz leicht wabert. Bitte aufpassen, der Brei brennt gerne mal an!
Wenn die Hirse weich ist, die gefrorenen Beeren mit in den Topf geben und mit der heissen Hirse verrühren und stehen lassen, bis die Beeren aufgetaut und die Hirse abgekühlt ist. Dann noch den Joghurt unterrühren und fertig ist datt jesunde Breichen.

Gerade Himbeeren zerfallen dabei fast vollständig und geben der Creme die elegante rosa Färbung von 70ger-Jahre-Badezimmerfliesen. Äußerst stylish und very retro.

Anfänglich habe ich die Creme noch mit gerösteten Kokosflocken oder gehackten Mandeln garniert, aber es geht auch bestens und natürlich viel fixer ohne derartigen Chichi. Man kann die Creme nun gleich aufessen oder in zwei Plastikbüxen umparken und kühl stellen. Die angegebene Menge ergibt genau 2 Frühstücksportionen und wird von mir immer schon am Vorabend zubereitet, weil morgens jede Sekunde zählt. Dieser Früchtebrei ist nicht unbedingt ein raffiniertes Haute-Cuisine-Hightlight und eher im Bereich „solide und gut“ anzusiedeln, aber fix zubereitet und lecker, und ähm…das mit dem Silizium und der Cellulite habe ich erwähnt, oder?

Selbstverständlich darf, kann und sollte man statt der TK-Beeren auch frisches Obst verwenden, wenn man möchte, oder auch mal Rharbarber…dazu 3 grosse Stängel Rharbarber schälen, kleinschneiden und direkt nach dem ersten Aufkochen der Milch mit in den Topf geben und zusamnen mit der Hirse weichkochen. Hier braucht’s natürlch etwas mehr Süsse, ca. 100 gr. Dicksaft und je nach Gusto noch ein wenig Vanille.

 HIER gibt’s noch viele andere Rezepte aus dem Mohrtopf. Da ist für jeden Hunger was dabei.


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