[mohrkochen] Hirsecreme mit Beeren

Je nach Hormonstatus bin ich ein ziemlicher Fan von allem, was süss und löffelbar ist – ob Milchreis, Griessbrei oder Puddings jeder Couleur, immer her damit, Widerstand ist zwecklos. Da polierter Reis oder Griess nun nicht gerade vor Nährstoffen bersten und Hirse meiner Meinung nach sowieso viel zu wenig Beachtung in unseren Töpfen und Schüsseln findet, futtere ich seit einer Weile sehr gerne und reichlich jene im folgenden Beitrag näher beschriebene Hirse-Beerencreme zu nahezu jedem Frühstück der Arbeitswoche.

Hirse ist nämlich nicht nur lecker, sondern zudem prallvoll mit Eisen, Kalzium, Magnesium, B-Vitaminen und anderem gesunden Nährstoffzeugs, aber viel spannender finde ich
den hohen Gehalt an Silizium, welches u.a. die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes der Haut verbessern soll. Na, wie klingt das fürs geneigte Frauen-Öhrchen? Cellulite adé, meine Damen! Und auch den Herren der Schöpfung kann straffe Haut nicht schaden – also nicht vergessen, Hirse essen!

Zutaten:Hirsecreme
100 g Goldhirse
350-400 ml  Pflanzenmilch
(ich nehme selbstgemachte Cashewmilch)

50 g  Agaven- oder Apfeldicksaft (ich ziehe da wo es geschmacklich passt Apfeldicksaft vor – der kommt aus Deutschland und ist in “meinem” Bioladen in Glasflaschen erhältlich, beides Vorteile gegenüber dem weitgereisten Agavenbruder im Plastik-squeezer)
350 g TK-Beeren (ich nehme meistens ca. 300 g Himbeeren und 50 g Blaubeeren, um noch ein paar hübsche blaue Punkte in die rosa Optik einzustricken, oder auch einfach mal eine Beerenmischung)
100 g Sojajoghurt natur

Hinweis:
Vor dem Kochen sollte die Hirse gewaschen werden, weil sie durch Fettpartikel auf der Schale sonst bitter schmecken kann. Ich gebe die Körnchen immer den Topf, in dem sie später auch gekocht werden, übergiesse sie mit kochendem Wasser, lasse sie ein bißchen “ziehen”, rühre ein bißchen darin herum und giesse das (nun ziemlich trübe) Wasser dann ab. Das klappt prima mit einem Spritzschutzsieb, dass man sonst auf Bratpfannen legt..das Netz ist fein genug, um kein Körnchen durchzulassen.
(Obacht – wenn man die Hirse bloss mit warmen Wasser auswäscht und nicht mit kochendem Wasser übergiesst und einweicht, kann das die Kochzeit verlängern.)

Terrormix-Variante (TM5):
Hirse in den Mixtopf geben und mit kochendem Wasser übergießen. Wie oben beschrieben ein paar Minuten stehen lassen, umrühren und das Wasser abgießen.
Pflanzenmilch und Dicksaft zugeben und 20 Minuten bei 98 Grad auf Stufe 1 im Linkslauf köcheln. Dann die gefrorenen Beeren zur Hirse in den Mixtopf geben, Deckel druff und 20-30 Sekunden auf Stufe 3 (Linkslauf!) rühren. Joghurt zugeben und 2 Minuten auf Stufe 1 im Linkslauf durchrühren.

Handbetrieb-Variante:
Die Hirse wie oben beschrieben in den Kochpott geben, mit kochendem Wasser übergießen und…naja, steht ja alles oben. Ziehenlassen, abschütten, piffpaff! Dann wird die Hirse mit der Pflanzenmilch und dem Dicksaft kurz aufgekocht und bei kleiner Flamme ca. 10-15 weichgeköchelt – es reicht wenn sie nur ganz leicht wabert. Bitte aufpassen, der Brei brennt gerne mal an!
Wenn die Hirse weich ist, die gefrorenen Beeren mit in den Topf geben und mit der heissen Hirse verrühren und stehen lassen, bis die Beeren aufgetaut und die Hirse abgekühlt ist. Dann noch den Joghurt unterrühren und fertig ist datt jesunde Breichen.

Gerade Himbeeren zerfallen dabei fast vollständig und geben der Creme die elegante rosa Färbung von 70ger-Jahre-Badezimmerfliesen. Äußerst stylish und very retro.

Anfänglich habe ich die Creme noch mit gerösteten Kokosflocken oder gehackten Mandeln garniert, aber es geht auch bestens und natürlich viel fixer ohne derartigen Chichi. Man kann die Creme nun gleich aufessen oder in zwei Plastikbüxen umparken und kühl stellen. Die angegebene Menge ergibt genau 2 Frühstücksportionen und wird von mir immer schon am Vorabend zubereitet, weil morgens jede Sekunde zählt. Dieser Früchtebrei ist nicht unbedingt ein raffiniertes Haute-Cuisine-Hightlight und eher im Bereich “solide und gut” anzusiedeln, aber fix zubereitet und lecker, und ähm…das mit dem Silizium und der Cellulite habe ich erwähnt, oder?

Selbstverständlich darf, kann und sollte man statt der TK-Beeren auch frisches Obst verwenden, wenn man möchte, oder auch mal Rharbarber…dazu 3 grosse Stängel Rharbarber schälen, kleinschneiden und direkt nach dem ersten Aufkochen der Milch mit in den Topf geben und zusamnen mit der Hirse weichkochen. Hier braucht’s natürlch etwas mehr Süsse, ca. 100 gr. Dicksaft und je nach Gusto noch ein wenig Vanille.

 HIER gibt’s noch viele andere Rezepte aus dem Mohrtopf. Da ist für jeden Hunger was dabei.


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