[mohrkochen] Apfel-Curry-Vinaigrette – ein fruchtiger Allrounder für alle Fälle!


Bei der Zubereitung dieser Soße sind die Vita- und Terrormix-Besitzer im Vorteil, dann damit lässt sich aus den Zutaten im Nullkommanix ein rahmiger Dip zusammenrödeln.  Aber wenn man die Cashews und die Datteln über Nacht in Wasser einweicht, sollte man auch mit einem Otto-Normal-Mixer oder sogar einem Pürierstab eine  relativ cremige Soße hinkriegen. Hier ist dann halt ein wenig Ausdauer und Muskelkraft gefragt. Aber das Zeugs ist so köstlich und vielseitig, dass jede Mühe lohnt.

Zutaten:
90 g Cashews
200 ml Wasser (darin werden Datteln und Cashews eingeweicht, kein zusätzliches Wasser zugeben)
3 große, weiche  Datteln (am besten die Sorte Medjool) – ohne Kerne ca. 40 gr.
– wer es nicht so süß mag, versucht es erstmal mit 2 Datteln –
1 kl. säuerlicher Apfel (z.B. Braeburn)
1 Eßl. Zitronensaft
2 Teel. Senf
1 Teel. Salz
1 Teel. Currypulver (eher schwächlich gehäuft)

Und los geht’s!
Cashews und Datteln eine Weile (möglichst ein paar Stunden, gerne auch über Nacht) im Wasser einweichen und zusammen mit den anderen Zutaten mit einer Küchenmaschine nach Wahl zu einer cremigen Soße mixen/pürieren. Der Powerkraft von Herrn Terrormix sei Dank brauche ich den Apfel eigentlich bloss halbieren (wenn ich besonders tollkühn gelaunt bin, werfe ich das Teil sogar komplett mit Stumpf und Stiel in den Mixbecher und freue mich diebisch, wenn die Messer die ganze Frucht mit einem lässigen “Krk, krk, krk” im Nu zerhäckseln). Hier darf das Maschinchen durchaus 20 Sekunden und mehr auf Stufe 10 seine Arbeit tun. Je länger gerödelt wird, umso feiner die Soß’! Wenn man mit dem Pürierstab arbeitet, sollte man das Äpfelchen möglichst in kleine Stücke schneiden.

Die Apfel-Curry-Vinaigrette hält sich in einem verschlossenen Schraubglas im Kühlschrank locker eine Woche und ist immer wieder meine Rettung, wenn ich müde und hungrig zur Haustür hineinfalle und Lust auf einen schnellen Salat habe. Die Soße macht nämlich irgendwie aus allem etwas, finde ich. Als Dressing zu Gurken- und Möhrensalat (mit gerösteten Haselnüssen) ist das Sößchen top, passt aber auch allerbestens zu allen anderen Salaten.

Wer am liebsten rohköstlich unterwegs ist, kann die Vinaigrette außer zum Salat ganz prima zu Zucchinispaghetti futtern – und mit ein paar frischen Ananaswürfeln und Cherrytomaten on top (= “oben druff!”) wird’s noch besser.

Vermutlich wegen der Cashews neigt die Soße zum “Andicken” wenn sie gekocht wird, daher kann man sie auch zu gekochten Suppen und als “Sahne” zum Verfeinern verwenden –  ich mache z.B. gerne flotte Gemüsesuppen damit. Beispielsweise einfach 4 kleine Möhren in Scheiben,  3 gewürfelte Kartoffeln und eine Packung TK-Rosenkohl (300 gr.) ca. 600 ml. Wasser (evtl mit 1 Eßl. Gemüsebrühe) garkochen. 2 große Löffel (ca. 130-150 gr.) Apfel-Curry-Vinaigrette einrühren, nochmal aufkochen lassen, nach Geschmack salzen und fertig ist ein schlichtes, aber feines (und vor allem unkompliziertes) Eintöpfchen.

Und wenn man die Vinaigrette zu gekochten Nudeln gibt, gut umrührt und nochmal ganz kurz aufkocht, hat man im Nullkommanottich Curry-Rahmnudeln. Und wer den Hals immer noch nicht voll hat, kann die Vinaigrette abends auf der Couch als Dip für rohe Gemüsesticks zum Einsatz bringen.

Insgesamt schmeckt die Soße leicht exotisch, aber nicht allzu aufdringlich und ist durch ihre Tauglichkeit als kaltes Salatdressing wie auch als Suppen- oder Rahmsoßenmeister ein echter Allrounder.

Irgendwas vergessen? Hm. Ach ja – guten Hunger!


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