Lebkuchen-Muffins

Im Gegensatz zu den “Weihnachtsgebäck erst ab dem 1.Advent!”-Plärrern schmecken mir Spekulatius, Lebkuchen und Marzipan das ganze Jahr über und ich sehe keine Notwendigkeit darin, mich selbst durch irgendeinen albernen Weihnachtsleckereien-Boykott zu geißeln. Daher gibt’s bei mir auch schon seit dem Hochsommer hin und wieder Lebkuchenmuffins – wer ein moralisches Problem damit hat, bereits jetzt weihnachtlich angehauchtes Backwerk zu verpeisen, kann ein Gewissen ja beruhigen, in dem er die Teile “Gewürzmuffins” nennt.

Das Teig-Grundgerüst ist das gleiche wie bei den “Sauermachtlustig“-Muffins und funktioniert wie folgt:

Zutaten:
270 gr. Mehl (ich nehme immer das Mehl, was gerade da ist und weg muss – und so kommen oft wilde Mischung wie 50 gr. Weißmehl, 150 gr. Dinkelvollkorn- und 70 gr. Weizenmehl Type 550 raus…mischt nach Gusto!)
100g Rohrohrzucker
1EL Sojamehl
10 gr. Weinsteinbackpulver
1 Eßl. Kakao
1 Teel. Lebkuchengewürz

250ml Pflanzenmilch (bei mir war’s diesmal Soja – aber sonst auch gerne Dinkelmilch)
75ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)

1 großer Apfel, möglichst eine feste, säuerliche Sorte

ggf. Zartbitterkuvertüre + Mandelstifte zum Anhübschen

Und los geht’s!
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Den Apfel waschen, entkernen und in Würfel schneiden.

So geht’s im Terrormix
Die trockenen Zutaten in den Mixtopf geben und kurz auf Stufe 4 durchrühren. Dann Öl und Milch zugeben, 10 Sekunden auf Stufe 4 vermixen, Deckel öffnen und mit dem Spatel ggf. Mehl von den Wänden zum Messer schieben und nochmal 10 Sekunden auf Stufe 4 mixen.
Die Apfelwürfel dazu schubsen und ein paar Sekunden auf Stufe 1 im Linkslauf verrühren.

So geht’s im Handbetrieb:
Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. Zum Schluß die Apfelwürfel zugeben und mit einem Löffel gut untermischen.

Und weiter geht’s im Lebkuchentext:
Den Teig in Papier- oder Metallförmchen füllen, in den vorgeheizten Ofen stellen und ca. 25 Minuten backen. Wie immer ist die Stäbchenprobe unser Freund.

Wenn die Muffins aus dem Ofen kommen, sofort aus der Backformen nehmen (die Papierförmchen bleiben natürlich dran) und auf einem Rost auskühlen lassen.

Wer möchte, kann die Lebkuchengewürzweihnachtsmuffins noch mit ein wenig Zartbitterkuvertüre, Mandelstiften oder gehackten Nüssen aufhübschen.

Das Gute an den Teilen: Wenn sie so richtig rappelfrisch sind, lösen sie sich nur schwer aus den Papierförmchen…nach einer Nacht in einer Tupper- oder Blechbüchse geht das hervorragend und sie schmecken (zumindest mir) auch noch ein bißchen besser, durch den Apfel bleiben sie auch saftig und trocknen nicht aus. Somit eignen sich die Backwerke ganz prima zum Bevorraten oder Verschenken und müssen nicht ratzfrisch zubereitet werden, um den Gaumen zu beglücken.

Ach ja…ganz vergessen:
Ho-ho-ho!

 

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