Aus der Reihe “Schlicht, aber OHO!” – Fladenbrot!

fladenbrotDieses Brot habe ich vor Jahren mal auf einer Party gegessen und war gleich so verliebt, dass mir gleich am nächsten Morgen meine Sherlock-Holmes-Mütze aufgesetzt habe  (die für solche Zwecke immer in meiner Schreibtischschublade liegt) und im weltweiten Web auf die Suche nach der mir bis dato unbekannten Bäckerin gemacht habe. Und tatsächlich konnte ich die Dame aufspüren und ihr das Rezept aus dem Kreuz leiern.

Allerdings klang die Zubereitung so einfach und simpel, das ich neverever glauben wollte das bei einem schlichten Zusammenmatschen von Wasser, Mehl und Hefe so ein leckeres, lockeres, fluffiges Fladenbrot rauskommen sollte. Aber Versuch macht kluch und tatsächlich hat es funktioniert. Seitdem ist das Brot in diversen Abwandlungen Stammgast in meinem Ofen und in meinem Magen. Großherzig wie ich nun mal bin, gebe ich sogar hin und wieder ein Stückchen davon ab, wenn wir zum Grillen eingeladen sind.

Zutaten:
500 ml. lauwarmes Wasser
2 Päckchen Trockenhefe (wenn man nur 1 Päckchen nimmt, wird der Teig weniger fluffig, geht aber notfalls auch)
600 gr. Mehl
2 Teel. Salz
1 Eßl. Öl
1-2 Eßl. Kräuter / Gewürze

Man braucht noch nicht mal einen E-Mixer, ein simpler Schneebesen und ein bißchen Muskelkraft langt.

Ist das einfach oder ist das einfach? Ha? Sag’ ich doch.

Wasser in eine Schüssel geben, die Trockenhefe einrühren, 300 gr. Mehl zugeben und kurz mit dem Schneebesen durchschlagen. 2 Teel. Salz, einem Eßlöffel Öl und 1-2 Eßlöffel Kräuter oder Gewürze (hier kann man nehmen, was immer einem schmeckt…siehe unten) zugeben und zusammen mit dem restlichen Mehl verrühren. Der Teig ist schon recht weich, sollte sich aber schon ein wenig vom Schüsselrand lösen, evtl. noch Mehl zugeben. Die Schüssel abdecken und für ca. 4-5 Stunden im Kühlschrank parken (über Nacht geht auch super).

Am nächsten Morgen (oder eben nach 4-5 Stunden) die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig vorsichtig (am besten mit feuchten Händen) aus der Schüssel rauskomplimentieren und auf ein leicht eingeöltes Backblech umladen. Ich umzäune den Teigfladen immer mit einem Backring, damit er sich nicht ganz so hemmungslos auf dem Backblech ausbreitet. Dann darf der Teig sich noch ca. 2 Stunden an einem warmen Ort entspannen.

Man kann den Teig auch einfach in der Schüssel lassen und diese 2 Stunden an einem warmen Ort parken. Wenn man den Teig dann aufs Backblech umwuchtet, sollte möglichst wenig Luft entweichen – also  ein bißchen Feingefühl, bitteschön.

Bevor der Teig nun in den Ofen wandert, wird er noch mit ein wenig Öl nach Wahl bestrichen und Gewürzen/Kräutern bestreut.

Bei den Ölen, Kräutern, Gewürzen kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Ich mag folgende Kombinationen:

  • Chiliöl, Chiliflocken / bestreut mit Chiliflocken und grobem Meersalz
  • Olivenöl, Rosmarin und Thymian / ebenfalls mit Kräutern und Meersalz bestreut
  • Sesamöl, gerösteter Sesam / bestreut mit Sesam und Schwarzkümmel

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen, das Backblech einschieben und das Brot 30 Minuten brutzeln lassen –  ggf. mit Alufolie abzudecken wenn es zu dunkel wird.

Wem die obige Anleitung doch zu aufwändig klingt, hier eine Zusammenfassung:
Wasser mit Hefe, Mehl, Salz, Öl und Gewürzen verrühren, im Kühlschrank parken, 2 Stunden wieder aufwärmen und gehen lassen, aufs Blech donnern, backen, essen.

Feddisch.

Passt als Grillbeilage, zu Eintöpfen, um Soße aufzustippen und lässt sich auch prima mit Salat füllen für auffe-Hand.

Ganz schön einfach, oder? Hab’ ich doch gesagt!

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6 Comments

  1. Huhu!
    Danke für den Kommentar auf meiner Seite und ich freue mich von dir zu lesen! Da werde ich deinen neuen Blog natürlich sofort in meinen Reader aufnehmen! Lesen tue ich nämlich noch regelmäßig blogs, nur zum selber posten komme ich dank Kleinkind und erneuter Schwangerschaft kaum noch. 🙂
    Liebe Grüße, Birdie

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