Rhabarberpfannkuchen

rhabarberNachdem mir  nun schon länger das drohende Ende der Rhabarber-Saison im Nacken gesessen hat, bin ich vor ein paar Tagen fast panisch in die Küche gerast und habe Pfannkuchen gebacken, um vor Ablauf der Frist zumindest einmal in den Genuß dieser sauren Stangen zu kommen. Und weil die Dinger so lecker und vor allem so fix gemacht sind, landen sie ganz bestimmt noch öfter in meiner Pfanne, bevor wieder bis zum nächsten Jahr Schluß mit Sauermachtlustig ist.

Rezept” steht laut Wikipedia für eine “programmatische Anweisung zur Zubereitung eines Nahrungsmittels”…demnach ist der folgende Beitrag de fakto ein solches, auch wenn bloss ein paar wenige Zutaten zusammengeschmissen und verbrutzelt werden.

Zutaten:
125 gr. Dinkelvollkornmehl
200 gr. Pflanzenmilch (wenn man das Zeugs eh in einer Rührschüssel zusammenkippt, braucht man nicht mehr extra ‘nen Messbecher verschmuddeln, deswegen die Angabe in Gramm und nicht in Litern)
2 gestrichene Teel. Weinsteinbackpulver (die Hälfte eines 18 gr.-Tütchens also)
2 Eßl. Agavendicksaft (ca. 40 gr.)
2 kleine Stangen Rhabarber
Öl zum Braten

Die Menge ergibt 3 große oder..eben 6 kleine Pfannkuchen.

Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben, dann Milch und Agavendicksaft zugeben und mit einem Schneebesen durchrühren. Den Teig kurz quellen lassen und zum Schluß das Backpulver unterrühren. Rhabarber schälen (entfasern…die Fisseldinger abzupfen..wie auch immer man das nennen mag), in kleine Stücke schneiden und dem Teig unterrühren.

Ein wenig Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, eine Schöpfkelle Pfannkuchenteig in die Pfanne geben (Deckel drauf – wichtig, dann gart der Pfannkuchen besser) und bei moderater Hitze so lange backen, bis der Teig auch oben nicht mehr flüssig ist. Dann vorsichtig wenden, von der anderen Seite kurz anbrutzeln lassen und schon ist das Mahl zubereitet. Wer es nicht ganz so sauer mag, kann die Pfannkuchen noch großflächig mit Puderzucker bestäuben und/oder mit Vanillesoße toppen.

Aus o.g. Zutaten lassen sich 3 mittelgroße Pfannkuchen zaubern, was in meinem Fall die absolut perfekte Menge für eine hungrige Sportlerin nach einem langen Lauf darstellt und von mir dann auch ohne mit der Wimper zu zucken absolut ratzeputz im Alleingang verschlungen wird.

PfannkuchenAußerhalb der Rhabarber-Saison lassen sich die Teile natürlich auch ganz lecker mit anderem Obst jedweder Art wie z.B. Äpfeln, Bananen, Kirschen, Johannisbeeren oder Birnen brutzeln. Hier reichen dann 20 gr. Agavendicksaft zum Süßen. Zu Apfel- oder Birnenpfannkuchen passt auch die höchstgesunde Plauprikosensoße zum Bestreichen ganz und gar hervorragend.

Ich esse diese Teile, wie schon oben erwähnt, oft und gerne nach einem langen Lauf oder einer Wanderung. Pfannkuchen sind zwar nicht unbedingt der hochgesunde Nährstoffbomber schlechthin, aber eben lecker und schnell gemacht – und kommen in diesem Fall zumindest ohne den bösen, bösen Industriezucker und seinen garstigen Kumpel Weißmehl aus.

Da lacht das Vollwertherz und zudem passt der Brutzel-Ablauf ganz prima ins Prä-Sport-Programm: Während der Teig quillt, wird geduscht – und zwischen den einzelnen Pfannkuchen-Bratvorgängen lassen sich super ein paar Dehnübungen absolvieren. Und dann wird gefuttert – und jede Zelle ist glücklich.

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