Schokoloko-Schnitten

keksschnittenLiebe Asketen und Kalorienzähler, ihr müsst jetzt sehr tapfer sein – denn das Backwerk das ich euch hier vorstellen möchte, besteht ausschließlich aus Zucker und Fett und dient einzig und allein dazu, einen geneigten Menschen in maximalschnellster Zeit sehr satt und sehr glücklich zu machen. Der Boden ist ziemlich fest und keksartig, die Creme je nach Temperatur fest/trüffelig oder ziemlich cremig.

Am besten bewahrt man die Schnittchen im Kühlschrank auf und holt sie erst kurz vor der Vernichtung an die Wärme.

Man kann das Ganze in einer Springform als Tarte oder in einer viereckigen Form o. Backrahmen backen und es  taugt als Schweinerei für die sonntägliche Kaffeetaffel ebenso wie als Dessert (auch prima mit einem Schlag Vanillesoße oder Eiscreme) oder Stimmungsaufheller zwischendurch.

Zutaten für den Mürbteigboden

120 gr. zimmerwarme Margarine (die Marke “Alsan” hat sich da bewährt)
30 gr. gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
1 Eßl. Sojamehl mit etwas Wasser verrührt
90 gr. Puderzucker
175 gr. Weizenmehl (eim ersten Versuch habe ich die Ökotrine in mir überwunden und statt Vollkornmehl Type 405 genommen, weil ich einen helleren Boden haben sollte – dummerweise hat sich der Keksboden letztlich durch die Schokomasse wieder dunkel verfärbt, also isses im Grunde egal. Nehmt einfach was ihr wollt.)

Butter, Salz, Mandeln, Sojamehlwasserpamps in eine Schüssel geben. Den Puderzucker und die Hälfte des Mehls darübersieben und alles rasch verkneten. Nun das restliche Mehl einsieben und ebenfalls einkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und im Kühlschrank parken (möglichst 1-2 Stunden, geht auch prima über Nacht).

Eine wie auch immer geartete Backform (Springform 28 cm / Backrahmen ca. 22 x 22 cm) einfetten oder mit Backfolie ausschlagen. Den Mürbteig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie dünn ausrollen und die Form damit bekleiden und – wer mag – einen Rand hochziehen. Den Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen.

Ich habe früher immer mit Hülsenfrüchten und Backpapier hantiert und den Boden erst “blindgebacken” – aber das war ein nerviges Gefissel und ich hatte hinterher immer Brandblasen an den Fingerkuppen, Linsen im Teig und schlechte Laune. Mittlerweile gebe ich den Teig samt Form einfach mind. 30 Minuten in den Gefrierer (geht auch über Nacht), heize dann den Backofen auf 200 Grad vor und backe den Boden dort 15-17 Minuten. Bevor die Schokohaube dazukommt, muss der Keksboden natürlich tutti kompletti ausgekühlt sein. Logisch.

Zutaten für die Schokoladenhaube

90 gr. Margarine
100 gr. pflanzl. Sahne (bisher getestet: Soja- und Hafersahne)
350 gr. Zartbitterkuvertüre (Obacht! Hier wird ganz gerne Milchpulver untergejubelt, also Zutatenliste lesen!)

Margarine und Sahne im Kochtopf erhitzen, bis die Margarine sich aufgelöst hat. Kuvertüre hacken und einrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Schokomasse auf den Tarteboden geben und für mindestens 2 Stund kühl stellen.

Ggf. für die Optik mit Kakaopulver oder Puderzucker bestäuben, in Stücke schneiden, auffuttern, ziemlich geil finden – nicht aufhören können und ins Fresskoma fallen.


Und da vor kurzem eines dieser vollkommen überteuerten High-End-Luxusküchengeräte aus dem Haus Vorwerk adoptiert habe, versuche ich natürlich, möglichst alles im Thermomix zuzubereiten, damit sich die abartige Ausgabe auch irgendwie lohnt. Also bitte:

Zubereitung für die Thermomixer:

Für den Teig 30 gr. Mandeln und 90 gr. Rohrohrzucker in den Mixtopf geben und  die Höllenmaschine 10 Sek. auf Stufe 7 einstellen –  dann die pulverisierte Mandel-Zucker-Mischung in der Mitte zusammenschieben und nochmal 4 Sekunden rödeln lassen.
Salz, Sojamehl, 1 Eßl. Wasser und 175 gr. Mehl dazugeben, 120 gr. kalte Margarine in Stückchen auf der Mehlmischung verteilen und 20 Sekunden auf Stufe 4 zu einem Teig verarbeiten.
Geformt und gebacken wird wie oben beschrieben.

Für die Schokohaube die Sahne und die Margarine in den Mixtopf geben und 3 Minuten bei 70 Grad auf Stufe 0,5 schmelzen, dann die Schokolade in Stücken zugeben und 4 Minuten auf 70 Grad und Stufe 1 rühren, bis alles eine homogene Creme ergibt. Rest siehe oben.

Für Verbesserungsvorschläge und TT’s (Thermomix-Tips) bin ich offen. Bin ja noch Rookie.

2 Gedanken zu „Schokoloko-Schnitten

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