“Quick & easy” – Superduper Linsenpuffer

So grundsätzlich halte ich mich ja eigentlich gerne für aufgeschlossen und experimentierfreudig – aber als ich das Rezept  *) für jene im Nachfolgenden näher vorgestellen Linsentacos gesehen habe, war mein erster Gedanke: “Datt gibt nix! Nie im Leben!”

Denn die Tacos enthalten nichts weiter als rohe rote Linsen, Wasser und ein paar Gewürze und…also echt – datt kann doch nix geben! Andererseits wäre es schon super, wenn es denn eben doch funktionieren würde – denn derart simple Rezepte aus minimalsten Zutaten finde ich immer richtig bombe.

Und – tadaaaa! – das Rezept hat nicht nur geklappt, sondern war richtig, richtig gut und die Pfannküchlein sind nun schon zweimal auf unserem Mittagstisch gelandet – und ganz sicher nicht zum letzten Mal.
Je nachdem womit man den “Teig” würzt, passt eigentlich alles dazu, was man mag – wir hatten beim Erstversuch Avocado, Bohnen, Tomaten und einen Schlag Joghurt und beim zweiten Mal Ruccola, Tomaten und Räuchertofu. War beides tipp-topp.
Die Linsenpuffer schmecken sogar kalt ganz brauchbar (frisch ist aber besser!) und sind schon (mit Avocado befüllt) mit ins Büro gereist.

Das Rezept findet sich in Melis Blog – aber wer gerade nicht so blogreiselustig ist, dem kann natürlich gleich hier vor Ort geholfen werden:

Zutaten

150 g rote Linsen (getrocknet)
220 ml Wasser (ggf. etwas mehr)
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer (weitere Gewürze nach Gusto – ich hatte beim ersten Mal Chili und beim zweiten Mal Curry im Puffer und beides war lecker)
ggf. ein Spritzer Zitronensaft

Öl zum Braten (ich nehme Kokosöl, dann wird’s schön knusprig)

Zubereitung mit Pürierstab

Linsen waschen und für mindestens 1 Stunde in warmen Wasser einweichen (so stehts bei Meli geschrieben, bei mir waren’s aber bei beiden Malen knapp 3-4 Stunden)

Die eingeweichten Linsen mit der Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und den favorisierten Gewürzen pürieren, bis eine breiige, weitestgehend homogene, quietsch-orange Masse entstanden ist.  Weitere 10 Minuten stehen lassen (diesen Punkt hatte  ich übrigens im Meli-Original-Rezept überlesen und die Puffer direkt in die Pfanne geworfen, hat auch so geklappt).

Zubereitung im Terrormix

Linsen waschen, in den Mixtopf geben und in warmem Wasser einweichen – Dauer: siehe oben (den Linsen isses ja wurscht, ob sie im Mixtopf oder in einer schnöden Schüssel vor sich hin weichen.)
Gewürze und Knoblauch zugeben und 20 Sekunden auf Stufe 7 vermixen. Dann ggf. nochmal mit dem Spatel die Linsenmasse zusammenschieben und 5-6 Sekunden auf Stufe 10 noch feiner mixen (wenn man denn möchte.) Den Teig 10 Minuten stehen lassen.

Und weiter geht’s!

Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Linsenmasse mit einem Löffel in die Pfanne geben und dünn verstreichen. Bei mittlerer Hitze 1-3 Minuten backen bis die Puffer gebräunt sind, dann vorsichtig wenden und fertig backen. Die o.g. Menge ergibt 4 Linsenpuffer.

Variationen

Ich habe die Puffer auch schon mit weißen Bohnen und Kichererbsen ausprobiert, und beides schmeckt super. Allerdings braucht man in diesem Fall eine längere Einweichzeit – wenn man die Hülsenfrüchte morgens vor der Arbeit mit Wasser übergießt, kann man die kleinen Kerlchen abends pünktlich zum Feierabend verpuffern (wenn man ca. 12 Stunden aus dem Haus ist, so wie ich – wenn man ‘nen Halbtagsjob hat, sollte man “pünktlich zum Feierabend” einfach durch “pünktlich zum Abendessen” ersetzen, dann passt es zeitlich wieder.

Bei den Linsen wird das Einweichwasser mitvermixt, bei Bohnen und Kichererbsen sollte man das Einweichwasser aber besser wegschütten und frisches Nass zum Teigmixen nehmen. Kann man aber halten, wie man möchte.

*) Der Blog “Melis bunte Studentenküche”  lohnt sich nur nicht wegen der köstlichen Linsentacos. Auch alles andere liest sich lecker. Inzwischen gibt es auch einen Nachfolger mit Namen “Veggiejam“. Auch empfehlenswert!

Immer noch nicht satt?! Dann schau’ doch in den MOHRTOPF – das ist für jeden Hunger was dabei. Vegan und ohne Gedöns!


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6 Gedanken zu „“Quick & easy” – Superduper Linsenpuffer

  1. Martina Wirth

    Hallöle!
    Diese Puffer sind das Beste was ich seit langem probiert habe!
    Als Topping hatte ich Guacamole, Mex. Hackfleisch und bisschen Käse.
    Wirklich voll genial , danke und
    LG Martina

    Antworten
  2. Michaela

    Hallo Daniela,
    ich war ja sehr skeptisch den Puffern gegenüber – das soll sich echt in der Pfanne wenden lassen? Kurz war ich versucht, doch noch nach dem Kichererbsen-Mehl zu greifen, aber nein! Die Frau Mohr ist meines Vertrauens würdig!
    Und was soll ich sagen … SOWAS VON GUUUUUUUUUT sind die Dinger! Toll zu verarbeiten und superlecker (habe Chakalaka-Gewürz verwendet)
    Vielen lieben Dank, die gibt’s jetzt öfter 🙂
    Ganz herzlich, Mila

    Antworten
  3. Fritzi

    Huhu Daniela!Diese Puffer sind der Hammer!
    Zum Glück hab`ich das Rezept jetzt endlich mal ausprobiert- kommt jetzt sicher öfter auf den Tisch 😉

    Antworten

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