[mohr(er)leben] Kitsch as Kitsch can!

Grundsätzlich habe ich mit Weihnachten an und für sich absolut nix am Hütchen, drücke mich seit Jahrzehnten vor Advents-Events und Gejingle-Belle jeder Coleur und hab’ Zeit meines Lebens noch nie auch nur ein einziges Deko-Tannenzweiglein zur Weihnachtszeit im trauten Heim aufgehängt. Ob es demnach so unbedingt eine vortreffliche Idee war, ausgerechnet einen Weihnachtsbackmarathon für meinen Blog aus dem Boden zu stampfen, sei an dieser Stelle mal dahingestellt, aber “Vorher Nachdenken” war ja noch nie mein Stärke. Angesichts der ersten weihnachtsfrei-minimalistischen Keksfotos für den Adventsmohr rümpft aber nun die schöne Beckerin unwillig die Nase.

“Na hömma, das geht aber so nicht!”
“Was geht so nicht?”
“Da ist ja gar keine Weihnachtsdeko drauf, auf dem Foto. Das geht so nicht. Ein Adventskalender muss doch weihnachtlich aussehen.”

Frau Becker guckt streng, ich gucke betreten.

“Aber, aber…ich find’ diesen Weihnachtsfirlefanz ätzend. Und kitschig. Und außerdem hab’ ich sowas überhaupt nicht. Bloss so einen kleinen Lebkuchenmann aus Filz aus ‘ner Pralineschachtel!” versuche ich, mich aus der Deko-Falle zu winden, aber da habe ich die Rechnung ohne Frau Becker gemacht. Die haut mir nämlich umgehend ein Zitat aus dem Trickfilm-Klassiker “Piggeldy und Frederick” um die Ohren.
“Nichts leichter als das. Komm mit!”

Flugs zieht sie eine geheimnisvolle Leiter aus der Decke und wir klettern gemeinsam über die Stiege auf einen mir bis dato vollkommen unbekannten riesigen Speicher. “So, hier sind die Weihnachtkisten.” verkündet die schöne Beckerin geschäftig und beginnt  umgehend emsig in selbigen zu wühlen. “Guck, hier sind Weihnachtsteller. Mit Sternen. Die nimmste mit! Und hier, rote Kugeln mit Glitzer. Pinke Sterne, die sind auch super. Hier! Und da, Strohsterne. Und goldene Tannenzapfen! Zuckerstangen, süß, gell?” Binnen weniger Augenblicke drohen meine Arme unter knallbunten Glaskugeln, Sternen, glitzernden Tellern und anderem Firlefanz abzubrechen. Ich seh’s schon – ich hab’ hier ‘nen Weihnachtsprofi an Bord.

Zuhause angekommen, lege ich zaghaft eine der kleinen Kügelchen unauffällig neben die Kekse an den äußeren Bildrand und mache ein Testfoto. Gar nicht mal so schlecht. Da passt auch noch ‘ne zweite Kugel mit aufs Foto. Während ich zaghaft noch eine dritte Glitzerkugel ins Bild schiebe, drängt sich ein zufriedenes Lächeln in meine Mundwinkel und mir scheint, dass sich hier gerade wieder eins meiner Lieblingsfilmzitate bestätigt:
“Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel. Der Teufel verändert dich!”

Aber Schluß jetzt mit der Schreiberei, ich muss ich los zum Einkaufen. Ich brauch’ dringend Lichterketten und Tannengirlanden fürs Fenster. Nur noch knapp 28 Tage bis Heiligabend!

 

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5 Gedanken zu „[mohr(er)leben] Kitsch as Kitsch can!

  1. Steif

    … und wenn der ganze Weihnachtsklimbim vorüber ist, kann man im gesetzten Alter schon mal anfangen, Wandteller, Bleikristall und schwer goldumrahmte alte Meister mit immer den selben Hirschmotiven zu sammeln.
    “Stocknägel” … wären noch ein sinnvolles Sammelobjekt … jetzt, wo die Finishermedaillen der Volksläufe seltener reinkommen! 🙂

  2. Blumenmond

    Hahaha… das kann ich mir vorstellen. Nicht vorstellen kann ich mir, dass du Deine Fenster mit Lichterketten umrandest und nen Elch im Garten aufstellst.

    ridlbergsche Weihnachtsdeko geht jedes Jahr so: Schublade auf, 2 Weihnachtsholzelche aufs Regel. Fertig! Ich benutze dann für 4 Wochen noch eine Weihnachtstasse und dann ist der Spuk vorbei. Für Bilder muss ich dann aber auch immer auf Deko-Suche gehen. Oh man….

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