Archiv für den Monat: November 2015

[mohrmiezen] – Hurra, ein Miezcast ist da!

Das ich in meinem Freundeskreis ständig von unfassbar schlauen und kreativen Menschen umgeben bin, ist Fluch und Segen zugleich. So werden alleine bei einem einzigen netten Plauder-Abend in kleinstem Kreise meistens mindestens 234.582 grandiose Ideen geboren, die jede für sich das Zeug zum Superstar hätte, aber meist schon am nächsten Tag aus Zeitmangel wieder sanft einschläft und im Laufe der Wochen leise und schmerzlos das Zeitliche segnet.  Aber zum Glück gibt es auch hin und wieder einen Geistesblitz, der den Zahn der Zeit übersteht und am Ende zu einem Ergebnis führt.

Die schöne Beckerin, die mir so tatkräftig beim Adventsmohr unter die Arme und Plätzchen-Ausstecher greift, ist ja eigentlich Schauspielerin – und hat eine exorbitant witzige Art, ihre vermeintlich gewöhnlichen Alltagsgeschichten zu erzählen und verfügt zudem noch über eine so grandiose Stimme, dass ich jedesmal, wenn ich eine Sprachnachricht von ihr abhöre, mich binnen Sekunden wahlweise vor Lachkrämpfen geschüttelt oder in totaler Verzückung auf dem Boden winde.

“Hättest du nicht mal Bock, einen meiner Blog-Texte vorzulesen, so als Podcast?” fragte ich vor einer Weile mal nach einem solchen Lach-Anfall – und die Antwort kam postwendend “Klar! Wäre bestimmt witzig!” Und im Gegensatz zu mir, bei der solche Gedanken dann oft wieder vom Zahn der Zeit zernagt werden und irgendwann als “Ach, das wollteste ja mal machen” hochgeschwemmt werden, kam von Julia tatsächlich nach einer Weile eine Mail mit einer angehängten Audio-Datei und dem Begleittext “Hier ein erster Test. Sag mal, wie du’s findest.”

Julia hat sich eine meiner kurzen “Miezgeschichten” herausgepflückt und vorgelesen – und ich war und bin vor Verzückung so dermaßen von den Socken, dass ich das kleine Hörstückchen unbedingt mit euch teilen muss. Und das Allerbeste – obwohl Julia als ausgebildete Schauspielerin für diese Vorlese-Arbeit ja eigentlich eine Millioooonen-Gage verdient hätte und ihr Freund Dominik das kleine Ohrenschmankerl zudem noch (meiner Meinung nach, zumindest) total profi-mäßig aufgenommen und geschnitten hat, bekommt ihr den lustigen “Miezcast” vollkommen kostenlos und zur umgehenden Belustigung.

Und hier geht’s zur 1. Folge  “Eine haarige Angelegenheit”.

Hauptakteurin in dieser kleinen Geschichte ist mein Brummelpummel Frau Schmitz – damals noch “Einzelkatze” und ziemlich frisch in meinem Leben. Aber natürlich schon zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr wegzudenken.

Und was noch min!-des!-tens zwölfzig Mal toller ist – wir werden zumindest versuchen, im Laufe der Zeit noch weitere kostenlose Miezcast-Folgen zum Anhören bereitzustellen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ihr die kleinen Ohrenschmäuse genauso grandios findet und vor Freude darüber bitteschön sofort in den Handstand springt. Aber das ist ja wohl ohnehin auch das Mindeste, was man erwarten kann.

Jede Form von Feedback in Form von Lob, Kritik  oder Verbesserungsvorschlägen ist übrigens nicht nur erwünscht, sondern ausdrücklich in aller Deutlichkeit erbeten. Wir machen das ja zum ersten Mal, nämlich.


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Mohrblog-Lesetip: “Der Wüstenläufer”

Eigentlich mache ich ja nie Werbung für irgendwas oder irgendwen  – aber da es ja nun mein eigener Blog ist, kann ich meine eigenen Regeln ja brechen wie ich lustig bin und außerdem ist das im Folgenden näher beschriebene Buch halt einfach’n Knaller. Wäre ja schade drum, wenn das nicht die ganze Welt erfahren würde.

Man sollte zwar eigentlich “niemals nie” sagen, aber dass ich irgendwann in meinem Leben mal am Badwater-Ultramarathon (einem Extremlauf über 217 km durch die Wüste des Death Valley) teilnehmen werde, ist komplett und vollkommen diskussionslos ausgeschlossen. Umso spannender ist das Buch “Der Wüstenläufer”, in dem auch ein Otto Normalläufer wie ich mal einen Einblick in die Abläufe eines solchen Extrem-Events bekommen kann und vom Autor Jens Vieler in eine komplett fremde Welt entführt wird.

“Der Wüstenläufer” ist faszinierend, verrückt lustig und (für mich überraschend) auch poetisch und teilweise philosphisch. Jens kann also nicht nur verdammt gut rennen, sondern auch richtig fesselnd erzählen.

wuestenlaeuferWenn ich bisher an einem Lauf teilgenommen habe, bin ich hingefahren, losgelaufen und hinterher wieder heimgefahren. Das Höchste an Planung, was bisher nötig war, war eine Übernachtung zu buchen oder den Anreiseweg zu googlen.  Was für ein Megaballon an Planung, Koordination und Logistik hingegen bei dem Badwater-Ultra bereits im Vorfeld über Monate und Jahre nötig ist, was alles bedacht, besorgt, geplant und einkalkuliert (und auch bezahlt!) werden muss, bevor überhaupt erst ein Gedanke an den Startschuß verschwendet werden kann, das hat mich schon ganz schön überrascht und fasziniert. Ist schon was Anderes als der Jedermannslauf in Mülheim-Kärlich. Da staunt das Läuferlein. Hui.

Gleich ziemlich zu Beginn an der Stelle, als der Läufer die Verantwortung und die Entscheidungsgewalt über sein Leben an ein Crewmitglied überträgt (für den Fall, dass er während des Rennens selbst zu orientierungslos oder zu verwirrt sein wird, um entscheiden zu können, ob er weiterläuft oder abbricht), drängt sich ein erstes “Das ist ja wohl vollkommen verrückt!” über meine Hirnrinde. Hier geht es nicht um Knieschmerzen oder blutige Blasen, sondern um eine ganz reale Lebensgefahr – das ist doch wohl absoluter Irrsinn, ist das!

Aber sofort danach denke ich, dass ich das überhaupt nicht verstehen oder gar bewerten muss, schließlich ist es SEIN Traum und nicht meiner. Da muss ich überhaupt keine Meinung zu haben. Was mich aber trotzdem nicht daran hindert, beim Lesen absolut begeistert an jeder einzelnen Zeile dieses Buchs zu kleben, mitzufiebern, mitzuschwitzen, mitzuleiden und mich zu freuen, mitzukotzen, mitzuweinen und zu lachen. Und jedes Mal, wenn ich nach einer Lesestunde von der Couch aufgestanden bin, habe ich mir erstmal den imaginären Wüstenstaub vom Pulli geklopft oder – Verzeihung! – aus der Poporitze gekratzt.

Normalerweise, wenn ich über irgendwelche Extremläufer oder -läufe lese, klopft zumindest ab und an ganz leise mal ein zaghaftes “Das würde ich aber auch mal gern…” an meine Hirnstube. Bei “Der Wüstenläufer” klopft definitiv nix. Der Badwater-Ultra ist für mich vollkommen fernab des Möglichen und auch des Gewünschten. Aber das macht auch nix – ich hatte schließlich auch niemals den brennenden Wunsch, mit ein paar Hobbits durch Mordor zu wandern und einen Ring in einen brennenden Krater zu schmeißen und hab’ den Herrn der Ringe trotzdem mit Begeisterung verschlungen. Und am Schluß genauso ehrgriffen geweint wie beim Wüstenläufer.

Für alle, die sich zumindest schon mal mit dem Gedanken an eine Teilnahme an diesem Extremlauf rumgeschlagen haben, ist das Buch vielleicht ein interessanter Ratgeber – für mich war es ein spannender Abenteuerroman aus einer anderen Welt.

Kaufempfehlung? Aber unbedingt!
Hier geht’s zur Webseite – “Der Wüstenläufer”


Und weil ich ein schwerstneugieriger Mensch bin, hab’ ich den Wüstenläufer auch gleich mal mit ein paar Fragen belästigt:

Frau Mohr: An ein paar Stellen wurde mir beim Lesen ganz schwummerig, vor allem als das erste Mal das Wort “Lebensgefahr” fiel und ich fragte mich, ob es wohl irgendeinen Lauf gibt, bei dem selbst du auf gar keinen Fall teilnehmen würdest, weil er zu gefährlich oder zu extrem scheint – oder ist das “Das kann ich nicht!”-Programm für die Hirnstube bei dir erst gar nicht mitgeliefert worden?

Jens: Ich würde nie an den Polen laufen, da ist es viel zu kalt, da verliere ich Finger und Zehen.

Frau Mohr: Wieviele Wochenkilometer hat für dich eine “ganz normale” Laufwoche und wo liegt dein persönlicher Wochenkilometer-Rekord?

Jens: Eine normale Laufwoche hat bei mir um die 100km. Spitzenwert sind 600km beim Deutschlandlauf 2006 oder 623km beim 6-Tage-Lauf in Erkrath.

Frau Mohr: Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass Laufen für dich ein Teil ein fast selbstverständlicher Teil des Lebens ist und kein Hobby, für das man irgendwie Zeit abknapsen muss. Aber 100 Wochenkilometer müssen ja trotzdem erstmal gelaufen werden, und auch du hast ‘nen Vollzeit- Job, musst (vermutlich) nachts auch mal schlafen und dich mit dem gleichen Pille-Palle-Alltagsmist wie Einkaufen, Buntwäsche-Waschen, Staubwischen und lästigen Telefonaten rumschlagen wie jeder Otto-Normalläufer auch. Hast du irgendeinen Geheimtrick fürs Zeitmanagement, wie organisierst du dich?

Jens: Zeitmanagement? Wenn man abens 2-3h Tatort, Serien und sonstiges Eingelulle streicht (Fernsehen allgemein), hast du schon 7x20km pro Woche im Sack. Alles eine Frage der Prioritäten. (An dieser Stelle ertönt ein missmutiges “Hmpf!” seitens von Frau Mohr. Hab’s ja fast geahnt….)

Frau Mohr: Selbst in “meinen Kreisen” ist die richtiger Sportler-Ernährung ja oft ein Riesenthema, und man könnte stellenweise den Eindruck gewinnen, ohne ein Studium in Ernährungswissenschaft und Plänen fürs perfekte Aminosäurenverhältnis/Proteingehalt/Eiweißgedöns braucht man noch nicht mal einen Marathon in Angriff zu nehmen. Auf Facebook-Fotos sehe ich bei dir allerdings sogar Fastfood (böse, böse!), am Seilersee gab’s bei dir Rotwein und Kuchen, was aber sicher eher die Ausnahme ist…welche Ernähungsphilosphie verfolgst du?

Jens: Ich halte es mit Steffny, der mir mal gesagt hat: Bis 100km pro Woche kannst du auch auf Fastfood laufen. Allgemein achte ich schon auf wenig Fleisch, mehr Gemüse, Milchprodukte… aber alles im Mix, kein Plan. Wenn du wüsstest, was Nahrungsergänzung, Gel & Co für ein Markt ist, würde sich die Frage erübrigen. Sowas braucht kein Mensch.

Frau Mohr: Noch eine zaghafte Frage, die du hoffentlich mit “Nein, dafür habe ich keine Zeit!” beantworten wirst, da mich ja schon die Tatsache, dass du bei “alldem” sogar noch ein Buch geschrieben hast, komplett aus den Schuhen gehauen hat…hast du noch andere Hobbies außer Laufen?

Jens: Für das Buch habe ich mit Klaus 4 Jahre gebraucht. Laufen ist für mich kein Hobby sondern Leben…

Na gut. Dann weiß ich jetzt Bescheid. Und ihr auch. Und jetzt hopp – das Buch kaufen!


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[mohr(er)leben] Kitsch as Kitsch can!

Grundsätzlich habe ich mit Weihnachten an und für sich absolut nix am Hütchen, drücke mich seit Jahrzehnten vor Advents-Events und Gejingle-Belle jeder Coleur und hab’ Zeit meines Lebens noch nie auch nur ein einziges Deko-Tannenzweiglein zur Weihnachtszeit im trauten Heim aufgehängt. Ob es demnach so unbedingt eine vortreffliche Idee war, ausgerechnet einen Weihnachtsbackmarathon für meinen Blog aus dem Boden zu stampfen, sei an dieser Stelle mal dahingestellt, aber “Vorher Nachdenken” war ja noch nie mein Stärke. Angesichts der ersten weihnachtsfrei-minimalistischen Keksfotos für den Adventsmohr rümpft aber nun die schöne Beckerin unwillig die Nase.

“Na hömma, das geht aber so nicht!”
“Was geht so nicht?”
“Da ist ja gar keine Weihnachtsdeko drauf, auf dem Foto. Das geht so nicht. Ein Adventskalender muss doch weihnachtlich aussehen.”

Frau Becker guckt streng, ich gucke betreten.

“Aber, aber…ich find’ diesen Weihnachtsfirlefanz ätzend. Und kitschig. Und außerdem hab’ ich sowas überhaupt nicht. Bloss so einen kleinen Lebkuchenmann aus Filz aus ‘ner Pralineschachtel!” versuche ich, mich aus der Deko-Falle zu winden, aber da habe ich die Rechnung ohne Frau Becker gemacht. Die haut mir nämlich umgehend ein Zitat aus dem Trickfilm-Klassiker “Piggeldy und Frederick” um die Ohren.
“Nichts leichter als das. Komm mit!”

Flugs zieht sie eine geheimnisvolle Leiter aus der Decke und wir klettern gemeinsam über die Stiege auf einen mir bis dato vollkommen unbekannten riesigen Speicher. “So, hier sind die Weihnachtkisten.” verkündet die schöne Beckerin geschäftig und beginnt  umgehend emsig in selbigen zu wühlen. “Guck, hier sind Weihnachtsteller. Mit Sternen. Die nimmste mit! Und hier, rote Kugeln mit Glitzer. Pinke Sterne, die sind auch super. Hier! Und da, Strohsterne. Und goldene Tannenzapfen! Zuckerstangen, süß, gell?” Binnen weniger Augenblicke drohen meine Arme unter knallbunten Glaskugeln, Sternen, glitzernden Tellern und anderem Firlefanz abzubrechen. Ich seh’s schon – ich hab’ hier ‘nen Weihnachtsprofi an Bord.

Zuhause angekommen, lege ich zaghaft eine der kleinen Kügelchen unauffällig neben die Kekse an den äußeren Bildrand und mache ein Testfoto. Gar nicht mal so schlecht. Da passt auch noch ‘ne zweite Kugel mit aufs Foto. Während ich zaghaft noch eine dritte Glitzerkugel ins Bild schiebe, drängt sich ein zufriedenes Lächeln in meine Mundwinkel und mir scheint, dass sich hier gerade wieder eins meiner Lieblingsfilmzitate bestätigt:
“Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel. Der Teufel verändert dich!”

Aber Schluß jetzt mit der Schreiberei, ich muss ich los zum Einkaufen. Ich brauch’ dringend Lichterketten und Tannengirlanden fürs Fenster. Nur noch knapp 28 Tage bis Heiligabend!

 

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