[mohrkochen] Kicherbro-Salat

Vermutlich behindere ich auch bei diesem Salat den ganz großen Ruhm durch alberne Namensgebung – nach “Kicherbro” sucht vermutlich niemand bei Google, wenn er ein Rezept für Brokkolisalat finden möchte. Das gleiche Schicksal teilt das überaus leckere Wirsinggericht “Herr Wirsing im Leckerland”. Sowas googelt doch keiner.
Aber sei’s drum – Ruhm wird eh überbewertet.


Da ich seit einer guten Weile abends eher in der Küche stehe und für kommende Projekte koche und backe, fällt das Abend-Sportprogramm leider immer öfter flach und demzufolge sind auch keine Pastaberge auf dem Teller nötig – im Gegenteil.
Um den Körperumfang zumindest einigemaßen in Schach zu halten, versuche ich mich am Abend in eher proteinlastigen Mahlzeiten. Den Begriff “low-carb” mag ich dabei aber überhaupt nicht, weil es nach Mangel und Kasteiung klingt – ich bevorzuge “mucho-pro”: VIELE PROTEINE statt WENIGER KOHLENHYDRATE! Horrido.

Ein Salat aus rohem Brokkoli, Paprika und Kichererbsen ist nicht nur mucho-pro, sondern auch mucho-lecker und im Terrormix ratzfatz zusammengerödelt.Kicherbro

Zutaten:
1 kleiner Brokkoli (enthält Folsäure, Magnesium, Vitamin C)
1 rote Paprika (viel Vitamin C)
1 Dose Kichererbsen, 400 g (mucho Eisen)
1 EL Kokosöl
1 EL Sesam

1 EL Tahini (Sesam-Mus)
1 EL Apfeldicksaft (oder Agavendicksaft, oder Honig…oder irgendein low-carb-Süßgedöns für die Hardliner)
15 g Zitronensaft
1 TL Salz
1/2 TL Kreuzkümmel

Kichererbsen abgießen und abspülen, Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen bis es flüssig ist, Kichererbsen und Sesam zugeben und brutzeln, bis die Kichererbsen schön braun sind. Dabei die Pfanne am besten mit einem Spritzschubsieb abdecken – Kichererbsen und auch die Sesamkörner neigen zu unautorisierten Trampolinhopsern aus der Pfanne.

Zubereitung im Terrormix
Brokkoli waschen, in Röschen teilen und in den Mixtopf werfen. Ich schäle den Strunk immer, schneide ihn in Stücke und werfe ihn ebenfalls in den Pott – nur nix verkommen lassen. Die Paprika teilen, Kerngehäuse entfernen, in grobe Stücke schneiden und zum Brokkoli hüpfen lassen. Tahini, Dick- und Zitronensaft und die Gewürze zugeben ca. 1:10 – 1:20 Min. im Teigmodus (Ähren-Symbol) zerhäckseln lassen. (Nach 1 Minute ruhig mal reinlinsen, ob die Stücke schon klein genug sind).

Zubereitung im Handbetrieb
Brokkoli und Paprika waschen und klein schneiden. Tahini, Dick- und Zitronensaft mit den Gewürzen zu einem cremigen Dressing verrühren und mit der geschnibbelten Brokkoli-Paprika-Rohkost vermischen.

Und weiter geht’s:
Den Salat in zwei Schüsseln anrichten, die gerösteten Sesam-Kichererbsen auf 2 Portionen aufteilen und über den Salat geben.

Wenn man sich das Haus mit einem “Nee, so’n roher Gemüsekram ist mir zu eklig!”-Herrn teilt, kann man die zweite Portion auch einboxen und am nächsten Tag im Büro futtern.

Fertig! Mucho lecker und mucho gesund!

 HIER gibt’s noch viele andere Rezepte aus dem Mohrtopf. Da ist für jeden Hunger was dabei.


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5 thoughts on “[mohrkochen] Kicherbro-Salat

  1. Marlene

    Das sieht lecker aus. 🙂
    Brokkoli mag ich eh gerne (und müsste ich immo zusammen mit Spinat mal öfters essen, denn ich leide unter Magnesiummangel. Letztens nach dem Sportstudio fing es an, erst zuckte das Auge und dann Wadenkrampf in der Nacht. Sach ja immer ‘Sport ist Mord’

    Rezept notiert 🙂

    LG
    Marlene

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  2. Tabea

    Reicht ja, wenn deine Leser diesen genialen Salat zu Gesicht bekommen 😉 Mich hat der kreative Name nämlich neugierig gemacht und das Wirsing-Zeug schaue ich gleich auch noch an 😉

    Brokkolie muss ich demnächst wirklich mal roh probieren, bis jetzt gab es den nur gekocht.

    Liebe Grüße

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  3. Terragina

    Ich glaube das ist ein leckerer Salat, der mit der Handzubereitung wesentlich weniger schmutziges Geschirr produziert. 😉 Auf jeden Fall liest es sich sehr lecker.

    Und trotzdem bin ich überzeugt davon, dass der TM ein tolles Teil ist, was vieles in der Küche schneller und einfacher macht. Trotzdem hat er seinen Preis – und den bin ich einfach nicht bereit zu bezahlen. Und da ich nicht Lotto spiele ist die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen verschwindend gering…

    Liebe Grüße zu Dir,
    Kerstin

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  4. mohrblog Beitragsautor

    Also, wenn dir “das Gemüse von Hand in Stückchen schnippeln und alle Zutaten für das Dressing mit einem Löffel verrühren und dann alles in einer Schüssel zusammenkippen und durchmischen” einfacher erscheint als “Alles zusammen in den Pott werfen und einschalten”, solltest du deine Wahrnehmung überprüfen 😉

    Aber so oder so ist der Salat wirklich flott gemacht, selbst im Handbetrieb 😉

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  5. Das Pulsmesser

    Erstaunlich, dass die “Zubereitung im Handbetrieb” gegenüber der “Zubereitung im Terrormix” viel einfacher zu sein scheint!
    Die Hausfrau ahnt es ja schon lange, manchmal benutzt der Koch den Handbetrieb.

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