[ökomohr] DIY-Scheuerpulver mit “Zisch-Aaaaah!”-Faktor

Nachdem ich meinen Badreiniger ziemlich erfolgreich durch eine grüne Variante ersetzt habe, neigte sich bei “Fähnrich Scheuermilch”, einem weiteren Soldaten meiner Putzmittel-Armee, der Flascheninhalt. Bei Jasmin von “Schwatzkatz” (deren Blog auf jeden Fall einen ausgiebigen Besuch wert ist, alleine – aber nicht nur – wegen der Mieze) fand ich einen Tip für ein Scheuerpulver, dass schneller hergestellt ist, als man “SCHEUER-MIR-EINE!” sagen kann, wenig kostet und kaum Müll hinterlässt.

Zutaten:
1 Tütchen Kaisernatron (á 50 g)
1 EL Zitronensäure (Pulver)
1 TL Speisestärke

Kaisernatron gibt’s von der Fa. Holste in grünen Papiertütchen, meistens bei den Backzutaten in der Nähe des Backpulvers, Zitronensäure von der Fa. Heitmann gibt’s in allen Drogerie- und Supermärkten bei den Putzmitteln, meistens da wo Entkalker stehen.
Beide Produkte sind in Papier, bzw. Pappe verpackt.
Plastikflaschen adé.

Und los geht’s:
Zutaten in ein Glas geben,  mischen und…”SCHEUER-MIR-EINE!”…seht ihr? So schnell geht das. Bevor man’s ausgesprochen hat, ist das Scheuerpulver fertig.

Ich hab’ das Pülverchen in ein leeres Schraubglas gegeben und mir vom Herzmann ein paar Löcher in den Schraubdeckel bohren lassen. Damit lässt sich das gute Zeugs super auf die zu scheuernde Stelle aufstreuen, wo es dann einfach mit einem nassen Tuch verrieben und abgewaschen werden kann. Zur Aufbewahrung tausche ich das durchlöcherte Deckelteil durch ein gleich großes, undurchlöchertes Pendant aus, dann bleibt alles schön trocken.

Und mit diesem Ratzfatzpülverchen kann man sogar ganz prima Eingebranntes vom Ceranfeld oder dem Backofenboden entfernen, und damit muss ich mir um einen potentiellen Nachfolger von Backofenspray und Glaskeramik-Reiniger bereits jetzt keine Gedanken mehr machen.

Und eine spannende Zisch-Blubber-Sprotz-Kirmes gibt es sogar gratis dazu. Einfach ein wenig Scheuerpulver auf die verkrustete oder eingebrannte Stelle streuen (der Herd oder Ofen kann auch noch warm sein), mit “Zirosia” ansprühen und und “Aaaaah!” sagen. Die Mischung von Natron und Essig löst nämlich eine chemische Reaktion aus, bei der Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird. Das blubbert sicht- und hörbar und löst den Schmodder. Ein bisschen einwirken lassen und mit einem Mikrofasertuch oder einem Schwamm abwischen und feddisch, ähm…SAUBER ist die Laube.

Vielleicht ist diese Mischung nicht ganz so kraftvoll wie herkömmliche Backofen- oder Ceranfeldreiniger, man muss also ggf. ein wenig mehr rubbeln oder die Prozedur wiederholen. Aber dafür ist es voll grün und schont Umwelt und Geldbeutel. Gut? Gut.

Die Blubberzischmischung aus Zirosia und Scheuerpulver ist auch prima zur Reinigung der Kloschüssel, der Katzenklos und für angebrannte Topfböden.

Kleiner Hinweis: Bei empfindlicher Oberfläche lieber erst an der berühmten “unsichtbaren Stelle” (wo immer die sein mag, ich hab’ die noch nicht gefunden. Ist wohl..ähm..unsichtbar.) vorsichtig testen, ob sie die Zitronensäure verkraftet. Bei den Oberflächen im Casa Mohr hat bisher alles problemlos geklappt, geschäumt, gesäubert und ge-“aaaht!”

Sicherheitshalber habe ich auch noch meinen Lieblingsfachmann Christian Gaide zum Einsatz des Scheuerpulvers als Ceranfeld- und Backofenreiniger befragt – und er hat keinerlei Einwände.
Volle Scheuerkraft voraus. Scheuerpulver

Weitere ökomohr-getestete DIY-Reinigungsmittel:
Zirosia (Badreiniger/Kalkentferner mit Essig, Rosmarin und Zitronenschalen)

Check this out, nämlich!


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6 thoughts on “[ökomohr] DIY-Scheuerpulver mit “Zisch-Aaaaah!”-Faktor

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  3. white and vintage

    Ich verwende immer Backpulver zum Waschen der weißen Mähne bei unseren Pferden, wenn wir auf Ausstellung fahren. Klappt super. Manchmal vermische ich das Backpulver auch mit Zitronenwasser.
    Ich wünsche dir einen schönen Abend,
    liebe Grüße, Christine

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    1. Cora

      So herzlich gelacht, toll das funktionierende grüne putztricks von Oma ( uroma) so wieder belebt werden.
      Toll ich komme wieder.

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