Archiv für den Monat: Februar 2016

[ökomohr] – “Endlich Spüling!” DIY-Spülmittel

spueli“Horch, von fern ein leiser Plätscherton!
Spüling, ja du bist’s! Dich hab’ ich vernommen!”


Die alberne Abwandlung von Mörikes Frühlingsgedicht lässt sich durch eine starke Sehnsucht meinerseits nach Lenz und buntblühenden Blümchenwiesen erklären. Ich bitte um Verständnis. Was raus muss, muss raus.

Nachdem ich hinter Badreiniger, Scheuerpulver und Waschmittel ziemlich fix ein zufriedenes DIY-CHECK!-Häkchen machen konnte, gestaltete sich die Suche nach einem adäquaten Ersatz für mein bislang genutztes Spülmittel aus dem Hause Ecover ein wenig diffiziler. Wir haben zwar eine treue und hochgeschätzte Geschirrspülmaschine, aber ein paar Sachen spüle ich auch schon mal flott im Becken ab, deswegen sind sowohl Handspülmittel wie auch “irgendwas für inne Spülmaschine” vonnöten. Im Netz fand ich einige Rezepte, die Flüssig-/Kern- oder sog. “Aleppo”seife enthielten, aber irgendwie fand ich die Mittelchen in der Praxis allesamt nicht so prall. Dieser Seifenkram war irgendwie schmierig und schlierig und….dööflich. Fand ich zumindest. Ein Experiment mit Orangen-Pflanzenseife und Natron endete in einer kleisterähnlichen Glibber-Pampe, die von mir eher widerwillig als Duschgel-Ersatz aufgebraucht wurde (und ganz sicher nie wieder nachgekocht wird. Brrrr…)

Am Ende bin ich beim Handspülmittel bei einer ganz simplen Mixtur aus Natron und Waschsoda gelandet, die zwar nicht schäumt und auch in Sachen Textur nicht viel mit handelsüblichen Spülis gemein hat, aber meine Tellerchen, Becherchen und Gäbelchen ziemlich gut reinigt und sich deswegen einen vorläufigen festen Platz in der Putzmittelflotte gesichert hat. Natron und Soda habe ich ja neuerdings eh immer im Haus, und so ist das Spüli rubbeldikatz für schmales Geld zusammengemixt und einsatzbereit.

Damit sich das Natron gut auflöst, koche ich die Brühe immer kurz auf – vermutlich reicht es aber auch aus, wenn man sie einfach in einer Flasche zusammenkippt und kräftig schüttelt.

Zutaten
1 TL Natron
1 EL Waschsoda
ein paar Tropfen ätherisches Orangen- oder Zitronenöl (verbessert die Fettlösekraft, zumindest meiner Einbildung nach. Und es riecht nett. Oder, um bei Mörike zu bleiben…”süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land….” Hach ja. Nun.)
500 ml Wasser

Zubereitung im Terrormix
200 ml Wasser zusammen mit Natron und Soda in den Mixtopf geben und ca. 3 Minuten bei 100 Grad auf Stufe 2 aufköcheln. Kurz stehen lassen, dann 300 ml kaltes Wasser (und – optional – das ätherische Öl) zugeben, ein paar Sekunden auf Stufe 10 durchrödeln, in eine (leere Spülmittel-)Flasche füllen, feddisch.

Zubereitung im Kochpott
Im klassischen Topf ist “Spülikochen” ähnlich unkompliziert:- Natron und Soda mit 200 ml Wasser im Topf aufkochen, leicht abkühlen lassen, kaltes Wasser (und eben Öl, wer mag) dazu, mit dem Schneebesen kurz durchprügeln, in eine Flasche füllen, kräftigst schütteln  – und losspülen.

Anwendung
Zum Geschirrspülen gibt man halt nun wie gewohnt einfach einen fetten Spritzer ins Wasser und los geht’s. Wie gesagt ist die Non-Spüli-Konsistenz gewöhnungsbedürftig, aber für meine Zwecke (eingebrutzeltes Zeugs einweichen oder mal ein paar Tassen oder die Katzennäpfe spülen) reicht es allemal – und mehr.

Hinweis: Soda wirkt entfettend, und das macht natürlich auch vor der Haut nicht halt. Wer empfindliche Haut hat, sollte am besten mit Gummihandschuhen spülen. Ich creme mir einfach nach dem Spülgang die Hände ein, das langt.

Und was ist nu’ mit der Spülmaschine?
Nachdem ich ein wenig hin- und herprobiert habe, bin ich am Ende bei einer ganz einfachen Mischung hängengeblieben, die zumindest bei mir und bei “nicht allzu arg verschmuddeltem und eingetrocknetem Geschirr” ziemlich prima funktioniert:
Ich gebe einfach je 1 TL Natron/Waschsoda/Citronensäure in das Fach für die Reinigertabs, ein wenig stinknormalen Tafelessig ins Klarspülerfach und fertig ist die Laube. Piffpaff. Bitte drauf achten, dass immer hübsch fein ausreichend Maschinensalz im entsprechenden Fach dümpelt, dann steht blitzblanken Pötten und Tassen nix im Wege.

Natron und Essig wirken zusammen antibakteriell, fungizid, geruchsneutralisierend und entkalkend – und das kann doch fürs Koch- und Mampfgeschirr nur gut sein. Da lacht das Hausfrauenherz. Höhö.

Hin und wieder bleibt zwar ein Krümel eingetrocknete Tomatensoße am Teller oder ein Tee-Rand an der Tasse zurück, aber das passierte (zumindest bei mir) auch bei den herkömmlichenTabs aus der Chemie-Ecke, die ungefähr zwölfzig mal so viel kosten (mindestens!) und dabei noch die Abwässer versaubeuteln und mit ihren zahlreichen Plastiktütchen unnötig meinen Mülleimer füllen.

Ob und wie diese Mixtur auch bei Anderen taugt, muss man wohl einfach ausprobieren, das hängt wohl auch ein wenig vom Härtegrad des Wassers und dem Grad der Geschirrversaubeutelung ab. Aber Versuch macht kluch. Sag’ ich ja immer.

Weitere DIY-Reinigungsmittel aus der Ökomohr-Abteilung:


Du willst “mehr Mohr”? Dann melde dich zum Newsletter an – kost’ nix und ist jederzeit kündbar!

[mohrgedanken] Weltfrieden leichtgemacht

peaceWenn man das Gefühl, dass sich beim Anblick einer schlafenden Katze in meiner Herzgegend ausbreitet, in Kanonkugeln packen und über der Welt abschießen könnte, wären alle Kriege augenblicklich zu Ende.
Ganz sicher.


Mehr Mohr“ gibt’s übrigens in meinem Newsletter – dem MOHRBRIEF!
Kost‘ nix und kann jederzeit mit einem Mausklick abbestellt werden.

[mohrkochen] Hallowach-Shake

Dieser Kick-Ass-Frühstücksdrink war genau wie der Kokosmilchreis schon mal Hauptdarsteller in einem Mohrbrief-Newsletter – aber da er so lecker und gerade bei frühen Wandertouren ein Superbegleiter ist, darf er hier nochmal einen großen Auftritt haben. Es soll ja tatsächlich Leute geben, die meinen Newsletter nicht abonniert haben, und die haben auch ein Recht auf morgendliche Wachheit. Find’ ich.


Wenn man die maximalfrühen die Morgenstunden nutzen und zeitig zum Wandern oder Laufen durchstarten will, hat das zumeist einen Nachteil: Man muss auch früh aufstehen, sonst wird’s nix mit dem frühen Vogel und dieser Wurmsache. Frühstück, Kaffee und Getränke nagen dabei dann noch zusätzlich am Zeitfenster – da ist es schon ziemlich prima, wenn man alle 3 Punkte in einem Shake-Abwasch erledigen und noch ein halbes Stündchen länger im Bett bleiben darf.

IMG_0745Ich brauche morgens vor allem Koffein, um mich von einem Zombie in eine menschliche Kreatur zu verwandeln – und so ein paar Kohlenhydrate im Blut und ein kleines Getränk für den Flüssigkeitshaushalt sind auch vonnöten, um mit voller Wanderlust voraus motiviert und energiegeladen in den Forst stapfen zu können. Mit meinem Lieblings-Früher-Vogel-Hallowach-Shake kann man all dies in einem leckeren Glas zusammenkippen, schlürfen und sich auf den Weg ins morgendliche Outdoor-Abenteuer machen.

Um morgens direkt losshaken zu können, koche ich den Kaffee immer schon am Vorabend, dann ist er abgekühlt und mixfixfertig.

Zutaten:
1 große Tasse (ca. 250-300 ml) starken Kaffee
1 große reife Banane
1 EL “Süße nach Wahl” (Ahorn- oder Dattelsirup, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker oder 3 eingeweichte Datteln…was immer man bevorzugt. So manch’ einem reicht auch die Bananensüße vollkommen aus)
1 EL Kakao
1 EL Erdnussbutter
etwas Zimt, wer mag
Pflanzenmilch zum Aufgießen

Alles zusammen in einen leistungsfähigen Mixer werfen, mit Pflanzenmilch (mein Favorit: selbstgemachte Cashewmilch) bis auf insgesamt 500 ml-Füllhöhe im Mixer aufgießen , zu einem cremigen Shake vermixen, schlürfen, wachwerden und durchstarten.

Ob man sich den karamellfarbigen Energiekick nun im Terror- oder im Vitamix zusammenrödelt oder einen schnöden Pürierstab benutzt, ist dabei relativ wumpe.
Nachts sind eh alle Mixerkatzen grau.

 HIER gibt’s noch viele andere Rezepte aus dem Mohrtopf. Da ist für jeden Hunger was dabei.


Du willst “mehr Mohr”? Dann melde dich zum Newsletter an – kost’ nix und ist jederzeit kündbar!