Archiv für den Monat: März 2016

La gòn kráb Thailand, Selamat tingga Malaysia, Vidai India – Hallo Rheinland!

Hochverehrte Leserschaft,

nach 2 Wochen voller Meer, Menschen, Länder, Gerüche, Geschmäcker, bunter Bilder und 1.000 Eindrücke hat mich das Rheinland nun wieder im Griff. Und das fühlt sich gar nicht so schlecht an, daheim ist es nämlich auch schön.
Mit dabei habe ich ca. 600 Bilder und einen eventuellen, designierten Reisebericht. Da aber alleine die knappen, stichwortartigen Notizen, die ich mir unterwegs als Gedankenstütze in mein Smartphone gehackt habe, schon über 3.000 Wörter zählen, muss ich erst mal überlegen, wo ich da am Ende den Schreibhebel ansetze…entweder wird’s ein Roman. oder gar nix (weil, ernsthaft…zwolfzigtausende Seiten über eine schnöde 2-wöchige Kreuzfahrt? Wer soll das denn lesen?)
Wir werden sehen.

Licht und Liebe, ihr Säcke!

singapur MaedchenBackwater

 

[mohrexperimente] Frau Mohr geht auf Kreuzfahrt!

Wenn alles so klappt, wie es geplant ist, werde ich zu dem Zeitpunkt, an dem ihr diesen Beitrag lest, gerade am Flughafen Abu Dhabi herumstolpern und versuchen, meinen Anschlußflug zu ergattern. Der sollte mich und meine Reisekumpeline Nicole dann bitteschön nach Bangkok bringen, wo wir dann weiter zum Hafen stapfen und an Bord eines Kreuzfahrtschiffs klettern, dass dann morgen abend ablegt und uns durch Asien schippern soll.

Koh Samui, Singapur, Kuala Lumpur, Penang, Colombo und Cochin stehen auf der Reiseroute – alles Namen, die ich bislang nur aus asiatischen Kochbüchern kenne, wenn überhaupt.

Die meisten Leute, die mich kennen, werden jetzt wohl irritiert die linke oder rechte Augenbraue hochziehen und “Kreuzfahrt? DU?” ausrufen – und sie haben alle recht. Zu dieser Kreuzfahrt bin ich sozusagen wie die Jungfrau zum Kinde gekommen und nie-hiiiiemals hätte ich von mir aus die Idee gehabt, “sowas” jemals in meinem Leben zu machen. Aber manchmal fallen Zufälle zusammen und dann sollte man nicht “Warum sollte ich das machen?” fragen, sondern lieber “Warum NICHT?” – und einfach mal losschippern. Während ich diesen Brief tippe, glitzert draußen der Rauhreif auf den Gräsern und um mich herum stapeln sich Bikini, T-Shirts, kurze Buxen und Flip-Flops.

Also – ich bin dann mal weg.

Und falls dies zufällig ein motivierter Einbrecher lesen sollte – freu’ dich nicht zu früh auf lukrative Raubzüge im Casa Mohr. Selbstverständlich würde ich niemals auf Reisen gehen, ohne die Miezenschaft in den allerbesten Händen zu wissen, daher bleibt der Hausherr in dieser Zeit daheim und hütet die Kätzchen. Und das Haus. Und alles drumherum. Tut mir leid.

Ich werde übrigens unterwegs aller Voraussicht nach nicht online sein, aber ich habe euch ein bisschen was vorbereitet, damit euch nicht langweilig wird. Natürlich bekommen alle Abonauten auch in den nächsten Wochen (hoffentlich!) pünktlich ihr Montags-Mohrbriefchen und auf meiner Facebook-Seite habe ich ein paar Beiträge eingetuppert, die zwischendurch automatisch aufgetaut werden.

Nicht das mich am Ende noch jemand vermisst. Das wäre ja auch nix.12779096_1003232029744850_4679789298571453741_o


 

[mohrkochen] – Der Goldene Bananenritter oder “Wie man Erkältungen den Ingwerfinger zeigt!”

“Also ‘ne Erkältung kann ich gerade ja so überhaupt nicht gebrauchen!”
Immer, wenn ich diesen Satz höre, muss ich schmunzeln – das würde ja im Umkehrschluß bedeuten, dass es (im Gegensatz zu “gerade”) andere Zeiten gäbe, in denen man einer Erkältung durchaus nicht abgeneigt wäre. “An diesem Wochenende hab’ ich weiter nix vor, da könnte ich mal eine fette Erkältung gebrauchen. Aber bitte nur bis Sonntagabend, da kommt Tatort.”
Ich für meinen Teil finde Erkältungen immer und ausschließlich nervig und überflüssig, und damit mich sämtliche Viren bitteschön auf immer verschonen, werfe ich ihnen zumindest in den kalten Tagen regelmäßig einen würzigen Bananenfrühstücksdrink mit Kurkuma und Ingwer entgegen. Meinen goldenen Ritter in schimmernder Rüstung gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, sozusagen, der zudem noch richtig “schön warm im Bauch” macht.
Bananenritter
Kurkuma (auch Gelbwurz oder Safranwurz) ist nämlich ein wahres Gesundheitsfeuerwerk – es wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und soll sogar vorbeugend gegen Alzheimer wirken. Es wirkt antioxidativ, antiseptisch, stärkt das Immunsystem, senkt sowohl einen Blutzuckerspiegel als auch hohen Blutdruck und wirkt dabei regulierend auf den Cholesterinspiegel. Volle Ritterkraft voraus!

Ingwer ist ja ebenfalls so’n Knaller, die gelbe Knolle wirkt bei Erkältungen sowohl vorbeugend wie auch heilend. Die im Ingwer enthaltenen ätherische Öle (Gingerole) gelten als das „Aspirin der Natur“. Außerdem wirkt Ingwer entzündungshemmend.

Vorab (wobei, nach ca. 200 getippten Worten ist “vorab” ja schon fast ein Witz) muss ich gleich anmerken: Ich selbst habe einen absolut robusten Magen, esse und vertrage “scharf” allerbestens und liebe verrückte Geschmackskombinationen. Wer ein wenig empfindlich ist oder angesichts der Zutatenliste ängstlich zurückzuckt, sollte einfach den Kurkuma- und Ingweranteil im Shake erstmal zurückschrauben und schauen, wie es schmeckt und was der Magen dazu sagt.

Zutaten:
1 reife Banane
3 saftige Datteln (am liebsten Medjool)
1 TL Kurkuma (schwach gehäuft) – Hasenfüße können mit einer Prise oder 1/2 TL Kurkuma anfangen
1 Stück Ingwer, ca. 20 g (Hasenfüße: siehe oben. Einfach ein kleineres Stückchen nehmen)
1/2 TL Kokosöl

Zubereitung:
Alles zusammen in einen Mixer nach Wahl werfen (ich beauftrage in diesem Fall den Vitamix, weil er besser Smoothies und Shakes rödeln kann als Herr Terrormix – aber alle Mixer, Blender, Pürierstäbe können den Bananenritter auch zusammenmixen), mit Wasser (oder Pflanzenmilch) auf 500 ml auffüllen und kräftig losmixen. Schlürfen und sämtlichen Viren und drohenden Erkältungskrankheiten den Mittelfinger zeigen.

Das Kokosöl macht den Shake ein wenig “grisselig”, wenn es kalt in den Mixbecher gegeben wird – wer das nicht mag, lässt das Öl einfach weg. Piffpaff. So einfach geht das.

Und wer gerne noch weiter experimentieren möchte, kann ein wenig Zimt oder Vanille zugeben. Die klassische “Goldene Milch“, ein ayurvedisches Heilgetränk, enthält zudem noch schwarzen Pfeffer, weil das im Pfeffer enthaltene Alkaloid mit Namen „Piperin“, die Resorbierbarkeit von Curcumin um den Faktor 2.000 erhöht. Zweitausend ist zwar schon ‘ne ordentliche Hausnummer – aber ausprobiert habe ich den Geschmack von Pfeffer in meinem Frühstücksshake bisher noch nicht. Mutige vor!

Ob der “Goldene Bananenritter” nun wirklich 100% gegen Erkältungen hilft, kann ich nicht sicher sagen – Fakt ist allerdings, ich war diesen Winter nicht ein einziges Mal krank. Aber ich bin zum Beispiel in diesem Winter auch kein einziges Mal von einem Pferd getreten worden – aber ein sicherer Beweis, dass Kurkuma gegen Pferdetritte hilft, ist das wohl auch nicht. Könnte aber immerhin sein. Das sollte mal jemand erforschen.

HIER gibt’s noch viele andere Rezepte aus dem Mohrtopf. Da ist für jeden Hunger was dabei.


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