[mohrkochen] Blitzkartoffelsalat mit Erdnüssen, Möhren und Koriander

Wenn man sonntags schon weiß, dass die kommende Woche jede Menge langer Arbeitstage, viele Termine und eine To-Do-Liste in Überlänge im Gepäck hat, ist es nicht unbedingt eine schlechte Idee, den “Mampf der Woche” schon weitestgehend vorzubereiten. Gerade in hektischen Zeiten ist guter Futterbrennstoff superwichtig und tut der gehetzten Seele gut – und gerade in hektischen Zeiten ist vernünftige Ernährung meist das, was (zumindest bei mir) dann oft im Zeitplan hintenrunterkippt. Nicht selten finde ich mich dann abends müde und abgenervt an der Supermarktkassenschlange wieder, um irgendein mieses Fertigfutter zu shoppen, weil ich keinen Nerv mehr auf ‘richtiges Kochen’ habe.

1000x entspannter ist es dann doch, wenn man weiß, dass zuhause schon vorbereitetes Futter im Kühlschrank lauert und man sich ums Mampfen keine weiteren Gedanken mehr machen muss.

Fürs Arbeitswochen-Frühstück koche ich oft sonntags einen Pott Graupen, wovon ich dann einfach jeweils ein paar Löffel mit (frischem oder tiefgekühltem) Obst und Joghurt mische und schon ist die Morgenmahlzeit für ein paar Tage gesichert.

(“Iiiih, GRAUPEN? Und dann auch noch zum FRÜHSTÜCK?”
Probiert’s aus – wie es geht, steht HIER!)

Für den ‘herzhaften Zahn am Abend’ lassen sich z.B. Linsenbolognese, Maghmour oder auch die Machmischgesundsuppe’ flott vorbereiten. Diese Gerichte halten sich im Kühlschrank eine Weile, schmecken mit jedem Aufwärmen besser und lassen sich auch als Beilage zu Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Graupen (yeah, yeah, yeah!) verputzen.

Und wenn ich es mir ganz einfach machen will, dann koche ich sonntags auch gleich eine große Portion Pellkartoffeln, dann kann mich in der kommenden Woche nun wirklich nix mehr erschüttern, egal wie lang die Tage werden und was auch alles schiefgehen möge. Home ist, where the pellkartoffel is.
Wenn dann der Tag doofund lang war, hat man somit immer eine designierte Bratkartoffelpfanne im Kühlschrank, die mit ein paar Zwiebelchen und etwas Räuchertofu rasch das müde Hungerbäuchein füllt. Mir persönlich schmecken auch dünne Pellkartoffelscheiben auf der Klappstulle, somit ist auch der Mittagsmampf gesichert. Mit ein paar Kartoffelwürfeln lassen sich auch aus der vorbereiteten Linsenbolo und etwas Brühe ein tiptop Linseneintopf hexen. Man sieht: Kartoffel ist Trumpf.


Und wenn man  dann noch eine Möhre und ein paar Gewürze im Kühlschrank findet, lässt sich aus fertigen Pellkartoffeln in Windeseile ein Blitzkartoffelsalat hexen, der so schnell gemacht ist, dass ich ihn sogar morgens vor der Arbeit mit halboffenenen Seh-Schlitzen und nachtschlafenem Gehirn hinkriege. Zudem ist er wirklich lecker und gibt eine prima Mittagsportion auf der Arbeit ab, gerne noch mit ‘nem frischen Vollkornbrötchen dazu.

Blitzkartoffelsalat mit Erdnüssen, Möhren und Koriander

Zutaten für 1 Portion:
2-3 Pellkartoffeln
1 kleine Frühlingszwiebel (rote Zwiebel geht auch)
1 große Karotte
1 TL Erdnussmus (gerne mit Stückchen)
1 TL Oliven- oder Rapsöl
1,5 EL Sojagohurt natur (ohne Zucker)

Salz, Kreuzkümmel, gehackte geröstete Erdnüsse, frischer Koriander

Zubereitung:
Die Pellkartoffeln in Scheiben und die Frühlingszwiebel in Röllchen schneiden (wer ‘ne rote Zwiebel nimmt, sollte lieber würfeln. Da iss’ nix mit Röllchen).
Wer ‘nen Terrormix oder eine Küchenmaschine mit Hackmesser besitzt, kann nun Möhre, Zwiebel, Erdnussmus, Öl, Joghurt und Gewürze komplett zusammen hineinschmeissen und zerhäckseln, dann hat man in einem Wisch das Gemüse geraspelt und das Dressing verrührt. Die Möhrenzwiebelpaste dann gründlich mit den Kartoffelscheiben vermischen.

Wer lieber im Handbetrieb arbeitet, darf die Möhre schälen und raspeln, dann das Erdnussmus mit dem Öl und dem Joghurt verrühren, mit Salz und Kreuzkümmel abschmecken und mit Kartoffeln, Zwiebel und der Karotte vermischen.

Wer mag, kann noch ein paar Blätter frischen Koriander hacken und unterheben – wer nicht mag, nimmt stattdessen Petersilie. Oder lässt das Grünzeug weg – wäre aber schade drum. Den fertigen Kartoffelsalat in ein Schraubglas füllen, mit gehackten Erdnüssen bestreuen, Deckel aufschrauben und mit ins Büro nehmen. Oder am Abend gemütlich auf der Couch mümmeln. Oder mit zum Wandern nehmen. Oder…ach egal, Hauptsache auffuttern.


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