Archiv für den Monat: Dezember 2018

[mohrkochen] Erdnuss-Ottos

Also, zuallererst…das mit dem albernen Namen kann ich erklären: Nachdem ich seinerzeit die ersten (wirklich unfuckinfassbar leckeren) Erdnusswürfel-Prototypen aus dem Kühlfach befreit habe, ging es wie immer daran, mir einen passenden Namen für diese Köstlichkeiten auszudenken.
‘Peanut-Cubes’…ach, blöd, ich bin ja nicht so für Anglizismen.
‘Erdnuss-Würfel’…auch nicht wirklich der Originalitätsbrüller. Erdnuss..hmm…’Peanutinsky’? Bescheuert.
„Die sind so lecker, die kannste sogar Otto oder Karl-Heinz nennen!“ murmelte Herzmann irgendwann mit vollem Mund, vermutlich um der Sache ein Ende zu bereiten – und nun heißen sie eben „Otto“. Namen sind ja bekanntlich Schall, Rauch und Erdnüsse.

Die Erdnuss-Ottos sind ‘ne gute Sache, falls einen beim Knusperkekse-Dekorieren irgendwann die Motivation verlassen hat und nun noch eine Handvoll nackte Kekse ohne Aufgabe in der Küche herumliegen. Wer keine Kekse mehr übrig hat, kann auch einfach hundsgewöhnliche gekaufte (pflanzliche) Butterkekse zermahlen.Vermutlich ginge es auch mit Spekulatius, diese Variante ist aber noch ungetestet und ohne Geschmacksgewähr.

Zutaten:

100 g Margarine
170 g Kekse (entweder Knuspersterne, oder ‘Butter’kekse, oder Spekulatius…oder, oder…was immer die Keksdosen hergeben)
200 g Erdnussbutter,crunchy
70 g Zucker
1 Päckchen Bourbonvanillezucker
200 g Zartbitterschokolade
1/2 TL Kokosöl
ein bisschen Meersalz, wer mag (wer nicht mag….nicht)

So geht’s im Terrormix:

Kekse und Zucker in den Mixtopf schubsen und 10 Sekunden auf Stufe 10 zerschreddern, dann Margarine und Erdnussbutter zugeben und 7 Minuten bei 45 Grad und Stufe 1 zu einer homogenen Creme verrühren lassen.

So geht’s im Handbetrieb:

Die Kekse mit dem Zucker fein zermahlen (das geht tiptop im Mörser oder mit einem schnöden Pürierstab). Die Margarine und die Erdnussbutter in einem Topf auf klitzekleiner Flamme unter Rühren schmelzen, die Keks-Zucker-Mischung einrühren und alles gut vermischen.

Und so geht’s weiter:

Die Masse in eine mit Backpapier oder-folie ausgekleidete Form geben – letztere sollte möglichst rechteckig und möglichst ca. 20 x 15 cm groß sein. Glattstreichen und in den Gefrierschrank geben.
Wenn die Creme (also die Erdnuss-Otto-Füllung in spe) festgeworden ist, löst man die Platte vorsichtig aus ihrer Form und schneidet sie mit einem scharfen Messerin in mehr oder weniger gleichmäßige Würfelchen.

Mixtopf oder Wasserbad? Ganz wie ihr wollt!

Jetzt benötigen die Ottos noch ein Schokoladenmäntelchen. Man könnte dazu 200 g Zartbitterschokoladein den Mixtopf bröckeln, ½ TL Kokosöl zugeben (optional, ist nur für den Glanz), 10 Sekunden auf Stufe 8 zerschreddern und dann 10Minuten auf 45 Grad bei Stufe 1 schmelzen. Das ergibt eine feine, streichfähige Schokoladenmasse, da gibt’s nix zu meckern.

Allerdings bleibt letztlich die Hälfte davon ohnehin im Mixtopf und dem Hackmesser kleben und so richtig komfortabel ist das nicht. Am besten schmilzt man also die gehackte Schokolade ganz klassisch in einem tiefen Schüsselchen im Wasserbad.

Um die Schokohülle nun möglichst unfallfrei und weitestgehend gleichmäßig um die Erdnussbutter-Würfel zu kleiden, habe ich die Würfelchen auf Zahnstocher aufgespießt, vorsichtig in die Schokolade getunkt und dann die Spieße zum Trocknen auf eine Hartschaumplatte gesteckt, die dem Herzmann-sei-Dank noch im Keller rumflog.

Wenn die Schokolade trocken ist, zieht man die Spießchen vorsichtig unter leichtem Drehen aus den Würfeln und fertig sind die leckeren Ottos.

Wer möchte, kann die Ottos (vor demTrocknen der Schokolade, natürlich) auch noch mit ein paar Flöckchen grobkörnigem Meersalz bestreuen. Wie der Rheinländer sagt – „Datt hättjätt!“. Ich finde diese Kombination jedenfalls ganz schön köstlich.

Die fertigen Konfekte bewahrt man am besten zuerst im Kühlschrank und dann im Magen auf. Und danach bis zum Frühling auf den Hüften. Aber das ist es wert.
Versprochen.


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[mohrbacken] Knuspersterne am Stiel

Diese putzigen Keks-Lollis sind ein süßer Hingucker im Adventsgesteck oder ein Mitbringsel für nette Menschen. Wer keine Lust darauf hat, Holzstäbchen in Keksteig zu friemeln, kann aus dem Teig auch einfach schlichte Knusperkekse backen.

Zutaten:

150 g Dinkelmehl Typ 630
50 g Puderzucker
1 Päckchen Bourbonvanillezucker
100 g Margarine

So geht’s im Terrormix:

Zuerst das Mehl und den Zucker, dann die Margarine in Stücken in den Mixtopf geben und 25 Sekunden auf Stufe 4 zu einem glatten Teig verrödeln.

So geht’s im Handbetrieb:

Das Mehl mit dem Zucker mischen und aufdie saubere Arbeitsplatte oder in eine Schüssel geben. Die kalteMargarine in kleinen Würfelchen zugeben und fix mit möglichstkalten Händen (das sollte bei der Jahreszeit wohl das geringsteProblem sein) zu einem glatten Teig verkneten.

Wer sich nicht die Hände versüßenmöchte, kann natürlich auch den Knethaken des Handmixers nehmen –das wäre aber dann irgendwie bloss der halbe Spaß.

Und so geht’s weiter:

Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank parken – gerne aber auch über Nacht, der Teig verträgt das.

Am Tag der finalen Verbackung denBackofen auf 180 Grad vorheizen, den Teig gleichmäßig ca. 5 mm dickausrollen (am besten gleich auf dem Backpapier) und ausstechen, wasimmer ihr wollt. Sterne. Herzen. RENTIERE! NIKOLÄUSE! EINHÖRNER!(„Frau Mohr, nun lassen’se sich mal nicht so gehen…!“ “Ja, ja, schon gut…Sterne sind auch super!”)

Wer Lollis basteln möchte, schiebt nun vorsichtig seitlich einen Holzspieß in den ausgestochenen Keks. (Wer nicht möchte, nicht. Life is easy.)

Das ganze ausgestochene Zeug wird nun ca. 12 Minuten gebacken, bis es an den Kanten zart gebräunt ist (bei den Sternchen auf dem Foto habe ich diesen Zeitpunkt ganz knapp verpackt – hier wär ein Hauch weniger Backzeit mehr gewesen…)

Stiel- oder Nicht-Stiel-Kekse auskühlen lassen und nach Lust und Laune mit Zuckerguß und Deko-Chi-Chi verzieren.

Und übrigens – wer nicht so richtig dolle Lust hat, alle Sterne mit zuckeriger Intarsienarbeit zu verstehen, kann einfach einige Sternchen (170 g, um genau zu sein) ‘nackig’ lassen und daraus leckere Erdnussbutter-Pralinen basteln.


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Goldene Milch – Kurkumapower gegen Rotznasen

Jetzt, wo es endlich, endlich regnet und man ständig mit nassen Klamotten “rinn in die Bude, raus der Bude” wechselt und die Temperaturen ohnehin ständig schwanken von “Eiszeit” zu “nasser Frühling”, ächzt, wimmert und schnieft ganz Deutschland unter der Last der ersten Erkältungswelle. Ganz Deutschland? Nein!
Ich persönlich weigere mich bislang äußerst standhaft, den Hatschi-Trend mitzumachen und erfreue mich – zumindest influenziatechnisch – allerbester Gesundheit. Und das obwohl ich ja in meinem Tierheimjob täglich dem hustenden und niesenden Bakterienhauch zahlreicher Menschen ausgesetzt bin. Ob das nun Zufall, Glück oder das Werk der leckeren golden Milch ist, die ich täglich in mich hineinschütte, vermag wohl niemand zu sagen, aber da ein wärmender Trunk mit vielen Gewürzen zu dieser saukalten Jahreszeit nie verkehrt sein kann, kann ich euch das goldgelbe Getränk nur wärmstens ans Herz legen.

Zutaten:
250 ml Milch nach Wahl (ich mag am liebsten Mandelmilch)
1 TL Kokosöl
1 TL Kurkuma
1/2 – 3/4 TL Zimt
1/2 TL schwarzer Pfeffer
1 TL Honig (die veganen Hardliner können  stattdessen Agavendicksaft oder Dattelsirup verwenden…oder was auch immer gerade “süß” im Vorratsschrank steht)
1 EL Ingwersaft

Alles zusammen in den Terrormix geben, ca. 4-5 Minuten auf 70 Grad erhitzen, ein paar Sekunden auf Stufe 10 durchmixen und genießen. Beim Trinken immer mal umrühren, da es sich die Gewürze gerne mal auf dem Tassenboden bequem machen.
Natürlich kann man das Ganze auch in einem schnöden Kochpott erhitzen und danach nochmal kurz Löffel oder Schneebesen aufmischen.

Warum genau das Kurkuma in dieser Kombination so gesund ist, kann man bei meinem Rezept für den Goldenen Bananenritternachlesen. Und natürlich kann man auch frischen Ingwer nehmen – ich bevorzuge aus Gründen der persönlichen Faulheit momentan jedoch Ingwersaft, den es inzwischen in den meisten Supermärkten und Drogeriemärkten zu ergattern gibt. Und wenn dann irgendwann der Sommer wiederkommt, kann man sich damit auch eine erfrischende Ingwerlimonade zusammenrühren (Rezept? HIER!).

Die goldene Milch schmeckt morgens zum “Wachwärmen”, aber auch abends nach einem langen kalten Tag auf der Couch. Und tut scheinbar ihren Dienst und hält die Grippegeister fern.
Toi, toi, toi.


 

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