“Pasta alla mohranese” – Nussige Kartoffel-Bohnen-Pasta

Die Kombination aus grünen Bohnen, Kartoffeln und Bandnudeln ist angelehnt an die „Pasta alla genovese“, einer klassischen italienische Hausmannskost mit Basilikumpesto und Parmesan. Bei einer Freundin hatte ich dieses Gericht zum ersten Mal gegessen und war zuerst irritiert. Kartoffeln mit grünen Bohnen sind ja super und auch Nudeln mit Bohnen konnte ich mir noch vorstellen – aber alles zusammen in einem Pott?
Eigentümlich…äußerst eigentümlich.
Aber dann fand ich es gleich beim ersten Bissen so lecker, dass ich zuhause gleich tierfreie Variante ausprobieren musste. Kochanfänger und Nicht-so-ganz-Kochbegabte dürfen sich freuen – denn „al dente“ muss hier gar nix sein, im Gegenteil: Dieses Gericht ist erst dann richtig, wenn Kartoffeln und Nudeln dezent zerkocht sind und alles zu einem knoblauchwürzigen Pamps zusammengepatscht ist.

Man merkt schon – alles in allem ist diese Kartoffel-Bohnen-Pasta also nix, um die zukünftige Schwiegermutter zu beeindrucken oder bei einem feinen Abendessen mit Chef und Gattin serviert zu werden…aber für einen gemütlichen Abend auf der Couch absolut perfekt.

Zutaten

300 g Kartoffeln, geschält gewogen
250 g grüne Bohnen (TK oder frisch, ich bevorzuge allerdings die Tiefkühlvariante)
150 g Vollkornbandnudeln (oder Pasta nach Wahl)
100 g Pumpeapesto *) / alternativ irgendein pflanzliches Pesto nach Wahl
Olivenöl

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in reichlich Wasser in einem Topf zum Kochen bringen (bei der Auswahl des Kochpotts bedenken, dass später noch Bohnen und Nudeln Platz haben müssen, 2 Liter Wasser dürfen es schon sein). Wenn die Kartoffeln munter köcheln, die grünen Bohnen zugeben und eine Weile wallen lassen, bis die Kartoffelstücke Biss haben, aber noch nicht ganz gar sind. Nun die Nudeln zugeben, umrühren und alles blubbern lassen, bis die Nudeln weich sind. Das Wasser abschütten, Haselnusspesto zugeben, unterrühren und das Ganze ggf. noch ein wenig salzen. Wem das Ergebnis im Pott zu trocken erscheint, der kann/darf/sollte noch 1 Eßl. Olivenöl zugeben und unterrühren.

Die angebene Menge füttert 2 hungrige Mäuler. Reste lassen sich aber auch prima im nächsten Tag in einer beschichteten Pfanne (ohne Öl, das ist ja schon drinne) anbraten.

Aber, aber…was ist denn überhaupt dieses “Pumpeapesto” und wie kommt man da ran?
Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich aus einem Anflug von Erdnussbutter-Mangel-Panik ein köstliches Erdnuss-Kürbiskern-Mus zusammengehäckselt. Und während ich kürzlich so beseelt vor mich hinlöffelte, dachte ich so bei mir…”Das geht doch garantiert auch in herzhaft.” So mit ein wenig Knoblauch und Kräutern und Salz und ganz viel Schmackofatz und überhaupt.
Ich bin zwar überhaupt kein Fan von Anglizismen, dafür aber umso mehr von Alliterationen, also konnte ich nicht widerstehen, das gute Zeug

*) Pumpea-Pesto

zu taufen. Pumpkin-Peanut-Pesto. Gesprochen “Pammpipesto”. Oder auch “voll datt geile Zoich!”

Zutaten

300 g Erdnüsse
100 Kürbiskerne
4 Knoblauchzehen
1 Eßl frischer Thymian
1 TL Salz
½ TL schwarzer Pfeffer
30 g Würzhefeflocken
150 g Olivenöl

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Foodprozessor nach Wahl schubsen (ob Thermo- oder Vitamix, Moulinette oder sonstige Lebensmittelzerödler), zu einer möglichst homogenen Paste zerhäckseln, in Gläser füllen, kühl stellen und vor dem Verzehr mindestens einen Tag durchziehen lassen. Fertig ist die Pumpea-Laube!

Dieses Pesto schmeckt nicht nur zur “Pasta alla mohranese”, sondern auch vorzüglich in Salatsoßen, zu gegrilltem Gemüse, Bratkartoffeln…Pumpea-Pesto macht irgendwie aus allem was. In saubere Gläser abgefüllt mit meiner zarten Ölschicht bedeckt und kühl gelagert hält sich das Pumpeapesto eine ganze Weile und kann auch prima zu Weihnachten verschenkt werden.

Wenn man so gar keinen Bock auf Pesto-Zusammenrödeln hat, kann man auch auf ein veganöses grünes Pesto aus dem Supermarkt zurückgreifen, aber ich finde bei diesem Rezept gerade die Nussnote allerköstlichst.


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