Ostern 2020 – mit neuen Vergnüglichkeiten gegen Corona-Blues

Auch wenn ich nicht unbedingt der allerheißeste Fan von Familienfeiertagen und den dazugehörigen Festivitäten bin (was nicht heißen soll, dass ich meine Familie nicht sehr mag), kann ich mir gut vorstellen, dass gerade diese Tage sehr schwer werden können – für Omas und Opas, die ihren Enkelkindern nicht wie jedes Jahr Süßigkeiten im Garten verstecken können, für die Eltern, die es eigentlich kaum erwarten konnten, ihre erwachsene Kinderschar endlich mal wieder komplett am Tisch versammelt haben und für alle, die sich wie jedes Jahr auf diese Feiertage freuen.

Photo by Sebastian Staines on Unsplash

Ich glaube, dass man am allerbesten mit der derzeitigen Situation zurecht kommt, wenn man sein Hirn ein wenig austrickst und die üblichen Rituale und Gewohnheiten aufbricht. Wenn man die Ostertage komplett anders gestaltet als sonst immer, bemerkt das Hirnstübchen unter Umständen gar nicht, dass hier irgendwas nicht stimmt – und schickt dann vielleicht auch keine Traurigkeit und Melancholie auf den Neurotransmitterweg.

Wenn man nun beispielsweise den Ostersonntag seit Jahr und Tag zusammen mit der kompletten Familienbande bei einem festlichen Mittagessen im örtlichen Landgasthof zelebriert hat, wird es sich sicher ‘unkomplett’ und vielleicht auch traurig anfühlen, wenn man sich das Essen diesmal bei dem Gasthof im Abholservice besorgt – und statt wie sonst immer mit Kind und Kegel nun halt in trauter Zweisamkeit im Garten aus den Styropor-Transportschälchen futtert.

Da fehlt nun mal was.

Es riecht irgendwie nach Mangel, wenn man das, was man immer und eben auch gerne tut, in diesem Jahr unfreiwillig nicht oder nur in abgespeckter Variante machen kann.

Neue Zeiten erfordern neue Maßnahmen

Wenn man aber stattdessen ein schönes Picknick vorbereitet, an einen hübschen Platz im Wald wandert und sich da breitmacht, um ein Osterfrühstück zu verspachteln, wird das Hirn vermutlich nicht “Halt! WO SIND DENN DIESMAL DIE ENKELKINDER?” brüllen – weil die Enkelkinder bei dieser Aktivität ohnehin noch nie dabei waren. Oder – wie wäre es mal mit einem mitternächtlichen Osterschmaus an einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf den Sternenhimmel? Da wird sich der Hirnkasten sicher auch nicht darüber empören, dass die traditionelle Schwarzwälderkirschtorte von Tante Helga fehlt. Vielleicht kann man Tante Helga sogar via Videokonferenz zuschalten und statt mit Torte mit ‘nem Sektchen anstoßen.

Wenn es der Abstand zu den Nachbarn zulässt, kann man sich auch einfach irgendwas Verrücktes anziehen, die Musik aufdrehen und statt festlichem Osterdinner eine schrägeTanzparty im kleinsten Kreis veranstalten. Oder das Fest mit den klassischen Spielchen eines Kindergeburtstages zelebrieren…Topfschlagen, Sackhüpfen, Eierlaufen, Mohrenkopf-Wettessen.

Hauptsache – etwas Anderes als sonst. Erlaubt ist alles, was erheitert.

Und das nicht nur zur Osterzeit…

Generell ist es keine schlechte Idee, diese aktuelle Zeit mit möglichst vielen kleinen Abenteuern und schönen Erlebnissen zu füllen – denn das hält die Laune so gut wie möglich oben, schenkt Kraft und man hat hinterher im Andenken-Album vom “Frühling 2020” auch mal etwas anderes zu lesen als “der Frühling, in dem ich stundenlang panisch Kontostände bewacht und Nachrichten eingesaugt habe.”

Deswegen eröffnen meine Freundin und ich derzeit fast täglich ein neues Waldrestaurant mit wechselnden Standorten und Speisekarten, lungern dort wahlweise in der Morgen- oder Abendsonne rum und beobachten von weitem Spaziergänger und Radfahrer. Für ‘sowas’ haben wir ja sonst keine Zeit – wir müssen ja arbeiten.

Und auch wenn ich “eigentlich” sehr wenig bis gar keinen Alkohol trinke, serviert der Gastwirt dort durchaus schon mal ein oder zwei Likörchen, sogar schon mal zum Frühstück. Da lass’ ich dann einfach mal fünfe gerade sein.

Ich muss ja schließlich nicht arbeiten.


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