Mit Erbsenzählen gegen den Coronablues

Mit Erbsenzählen gegen den Coronablues

Man muss ja schon über ein mächtig unerschütterliches positives Naturell verfügen, um sich vom Jahr 2020 emotional nicht komplett in den Schwitzkasten nehmen zu lassen.

Und auch wenn ich selbst nach Kräften wacker dagegenhalte, zwingen “diese Zeiten” mein Gemüt doch mitunter ziemlich derbe in die Knie. Die aktuelle Job- und Finanzsituation ist mehr als wackelig und nahezu täglich werfen sich (nicht nur) coronabedingt neue Probleme in die Haxen, die gelöst werden müssen – und oft habe ich mich bei dem Gedanken erwischt, dass aber irgendwie ALLES scheiße ist und NIX klappt und eigentlich das komplette Jahr bereits jetzt in die Tonne gehört. 
“Alles scheiße, deine Elli!” – nämlich. 

Natürlich hat aber auch diese wilde Zeit ihren Raum für schöne Dinge, nette Begegnungen, Lacher und Herzenswärmer – und da es mir mitunter gerade sehr schwerfällt, diese überhaupt zu bemerken und adäquat zu beachten, bin ich seit einer Weile unter die Erbsenzähler gegangen. 

Morgens verlasse ich das Haus nicht mehr, ohne mir eine Handvoll Erbsen in die rechte Hosentasche zu stecken. Wann immer sich mir nun im Laufe des Tages eine wie auch immer geartete nette Begebenheit in den Weg wirft, wechselt sofort eine Erbse von rechts nach links. Und wenn man nun nicht auf die großen Highlights wie Geburt des Thronfolgers, Gehaltserhöhung, Heiratsantrag oder Lottogewinn wartet, sondern auch kleine, scheinbar unbedeutende Erlebnisse eine Erbse wert sind (wie z.B. ein entspannter Mittagspausen-Spaziergang im Grünen, eine schöne Blume am Wegesrand, ein nettes Telefonat, eine besonders leckere Klappstulle oder ähnliche kleine Entzücklichkeiten), dann hat man abends doch meist trotz vermeintlich mistigen Tagen immer mindenstens eine oder zwei Erbsen in der Tasche – und damit die Erkenntnis, dass irgendwie doch nicht alles mies gewesen ist heute. 

Die Erbsenzählerei kann uns dann auch bildhaft vor Augen führen, dass man es mitunter selbst in der Hand hat, wie herzenswarm und lustig der eigene Alltag ist – hat man nämlich an einem Tag gegen Abend partout kein einziges Erbschen in der Tasche, kann man selbst aktiv werden…wildfremde Leute anlächeln, jemanden an der Kasse oder bei der Parkplatzsuche vorlassen oder wie auch immer einem Mitmenschen eine kleine Freude machen. Oder sich auf dem Heimweg ein fettes Stück Buttercremetorte gönnen.

Dieses kleine Spiel macht nicht nur Spaß, sondern macht tatsächlich was mit uns. Durch eine stetige und konsequente Wiederholung dieser inneren Fokussierung auf die schönen Erlebnisse kann grundsätzliches positives Denken im Hirn langfristig zur Routine werden.
Es passiert nicht nur emotional etwas, sondern tatsächlich auch “technisch”. Neue synaptische Verbindungen im Gehirn entstehen und alte werden irgendwann gekappt – und damit wird am Ende auch eine trübe und negative Denkweise zumindest erschwert.

Und vielleicht kann man so ein klitzekleines bisschen fröhlicher durch diese anstrengende und furchteinflössende Zeit schlittern.

Also – Erbsen in die Tasche und mitmachen!



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