Erdnussjuppies – Wanderproviant und Lebensretter

Erdnussjuppies – Wanderproviant und Lebensretter

Wer keine Lust auf ausschweifende Prologe und Vorab-Geschwafel hat, kann einfach zum Punkt “Rezept” scrollen. Da geht’s gleich los mit der erdnussigen Backerei.

Man sagt mir (vermutlich zu Recht) einen leichten Hang zu Pathos und Übertreibung nach, aber wenn ich sage, dass mir dieses protein- und kalorienreiche Backwerk schon mal beinahe das Leben gerettet hat, ist das nicht übertrieben. Oder…nur ein bisschen. Vielleicht.

Auch wenn ich für gewöhnlich eher zu der Sorte “Frust- und Stressfresser” neige und in diesen Zeiten eher zu viel als zu wenig in mich reinschaufele, vergeht mir wiederum der Appetit komplett, wenn es dann so richtig RICHTIG schlimm kommt. Als mein Heidi-Hundetier vor Jahren schwer krank war und mich die Sorge und die Betreuung um Schlaf (und Verstand) gebracht haben, habe ich über Wochen kaum etwas runterbekommen und mich nicht nur optisch, sondern auch kräftemäßig ziemlich flott einem Zombie angeglichen.
“Frau Mohr, du MUSST was essen!” ermahnte mich meine Freundin regelmäßig, aber wie, wenn man zum einen ständig in Tierkliniken abhängt, wo bekanntermaßen kein All-you-can-eat-Buffet für nervöse Patientenbesitzer aufgebaut ist, und wenn man zum anderen schlichtweg keine Zeit hat, einzukaufen?

Also habe ich mir etwas überlegt, was in der Herstellung nicht so arg viel Arbeit macht, sich im Kühlschrank länger aufbewahren lässt, den gebeutelten Korpus fix mit Kalorien versorgt und sich gut transportieren lässt. Und somit waren die Erdnussjuppies geboren, die ich immer prima beim Warten in der Klinik oder dem nächtlichen Wache-Schieben am Krankenbett des Fiebertieres knabbern konnte – und die im Übrigen auch in weniger lebensbedrohlichen Situationen schmecken und einen leckeren Wanderproviant abgeben.

Ihren Namen haben die nussigen Schnitten angesichts des Umstandes erhalten, dass ja jedes Kind irgendeinen Namen haben muss – und solche haferflockigen Proviantriegel gerne mal als “Flapjacks” bekannt sind. Und das könnte wohl das rheinische Pendant zum amerikanischen “Jack” sein?
Richtig. Der Jupp.
In dem Fall also der Erdnuss-Jupp.


REZEPT

ZUTATEN
90 g Rohrohrzucker
1 Päckchen Bourbonvanillezucker
250 g Erdnussbutter
120 g Dinkelvollkornmehl
80 g Haferflocken, zart
1 TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
120 ml Pflanzenmilch
90 g Zartbitterschokolade
70 g Cranberries (alternativ Datteln, Rosinen…was immer man mag)

SO GEHT’S IM TERRORMIX!
Zucker und Erdnussbutter 3 Minuten bei 40°C auf Stufe 2 schlagen, zuerst die Pflanzenmilch, dann Mehl, Haferflocken, Backpulver und Salz zugeben und gemeinsam mit der süßen Pampe 10 Sekunden auf Stufe 3 vermixen.

Schokolade und Trockenfrüchte häckseln und 10 Sekunden auf Stufe 4 mit Linkslauf unterkneten.

SO GEHT’S IM HANDBETRIEB!
Zucker und Erdnussbutter in einen Topf geben und auf kleiner Flamme unter rühren schmelzen. Dann in eine Schüssel geben und zuerst die Pflanzenmilch, dann Mehl, Haferflocken, Backpulver und Salz zugeben und gründlich vermixen.

Schokolade und Trockenfrüchte mit einem scharfen Messer (oder einem elektronischen Küchenhelfer nach Wahl) häckseln und gründlich unterrühren.

UND SO GEHT’S WEITER!
Den Teig in einer ca. 25 x 25 cm großen Backform oder Backrahmen ausrollen und bei 180 Grad 20 Minuten backen.

Komplett abkühlen lassen und mit einem scharfen Messer in Quadrate schneiden.

Im Kühlschrank halten sich die Juppies eine ganze Weile und sind somit immer griffbereit, wenn ein proteinreicher Lebensretter gebraucht wird…oder man einen leckeren Snack mit zum Wandern nehmen will.


Wer Hunger auf weitere pflanzliche Rezepturen bekommen hat, sollte mal im REZEPTETOPF vorbeischauen!

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