“D” wie “Dasgibtsdochnicht!”

“D” wie “Dasgibtsdochnicht!”

…oder “Warum Gemüse, Draußensein und Hochmut nicht vor einem Vitamin-D-Mangel schützen…”


Seit viel zu langer Zeit ist Mr. Insomnia mein nächtlicher Dauerbegleiter – und ganz besonders in den letzten Monaten habe ich fast jede Nacht ausgiebig und mit Inbrunst meine Zimmerdecke angestarrt statt sanft zu entschlummern. Das aktuelle Gesamtpaket aus Schlafstörungen, unfassbarer Erschöpfung, trüber Antriebslosigkeit und nervigen Stimmungsschwankungen habe ich eher der “aktuellen Situation” zugeschrieben – und mir gedacht, dass wohl alles wieder gut wird, wenn erstmal alles wieder gut geworden ist. Das regelmäßige Drängen einer Freundin, doch vorsichtshalber mal meinen Vitamin-D-Status bestimmen zu lassen, habe ich eher mit einem “Quatsch, ich bin doch IMMER draußen!” und “Unsinn, ich ernähre mich doch VOLL gut!” abgetan.
Pffft. Vitaminmangel.
Das ist was für Couchfaultiere und Fastfoodjunkies – ICH bin da aber sowas von vor gefeit!

Nun wurden die Schlafstörungen in den vergangenen Wochen aber doch so langsam so richtig…ähm, wie das Wort schon sagt – störend!, und grundsätzlich hätte ich auch nix dagegen, mal nicht mit tiefschwarzen Augenringen und Dauergähnen durch den Tag zu stolpern…also hab’ ich dann mal “nur aus Jux und um mal zu gucken” einen Bluttest gemacht….und das Ergebnis hat mich dann doch ziemlich überrascht aus den Latschen gehauen.

So wie bei allen medizinischen Themen scheiden sich auch die Geister ein wenig darin, was genau als “normaler” Vitamin-D-Spiegel angesehen wird, aber so insgesamt wären Werte im Bereich zwischen 40 und 80 ng/ml wohl als optimal zu bezeichnen. Knochenexperten sind der Meinung, der Spiegel im Blut sollte insbesondere bei Menschen über 60 bei mindestens 30 ng/ml liegen. Und mein eigener Wert liegt bei….6! In Worten: SECHS!
Und das MIR als Dauer-Outdoor-Wandersfrau und ernährungsbewusster Gemüsegöttin!
Und somit ist es schon eher verwunderlich, dass ich überhaupt so halbwegs aufrecht gehen und mich durch den Tag schlurfen kann – und ich habe gleich als erste Amtshandlung meinem Körper mal ganz kräftig auf die Schulter geklopft, zum Dank dafür, dass er mich trotz dieses desolaten Zustandes noch halbwegs zuverlässig durch den Alltag getragen hat.

Wie vermutlich die Meisten wissen, wird Vitamin D hauptsächlich durch Sonneneinstrahlung auf die Haut gebildet – und dadurch, dass ich persönlich ja quasi ständig draußen bin, habe ich mich da ziemlich abgesichert gefühlt. Nun bin ich aber tatsächlich eher in schattigen Wäldern unterwegs, meide Sonnenbäder wie der Deibel das Weihwasser und ohnehin reicht gerade im Winter die Sonne in unseren wolkigen westlichen Landen bei weitem nicht aus, um eine gut funktionierende Vitamin-D-Fabrik anzukurbeln.
Und auch meine Ernährung beinhaltet eher selten Avocado, Steinpilze und Champignons, die einzige pflanzliche, halbwegs sprudelnde Vitamin-D-Quelle.

Da ich nun weder Arzt noch Experte bin und es immer eher tückisch ist, zu Themen zu referieren von denen man keine Ahnung hat, möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht weiter über mögliche Ursachen meines Mangels spekulieren und/oder Behandlungsmethoden diskutieren (das mach’ ich lieber mit’m Doc und Ernährungsfachleuten) – nur mal zaghaft darauf hinweisen, dass ihr da draußen, wenn ihr mit Symptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Stimmungsschwankungen, Depressionen (!), Migräne (!) oder Muskelschwäche zu kämpfen habt, vielleicht auch mal nach dem Vitamin-D-Status gucken solltet.

Wenngleich ein leerer Speicher nicht zwingend die alleinige Ursache dieses Übels sein muss, so kann es zumindest ein kleiner Baustein sein, mit dem man sein Gesundheitstürmchen weiter aufbauen kann.

Und für all jene Stiesepimpel, die gleich schadenfroh den Oberlehrer-Finger zücken und hämisch ausrufen “Kein Wunder, datt kommt von dem veganischen Zeug da, datt KANN ja nich’ gesund sein!” – solange ihr selbst nicht gerade täglich Lachs und Hering frühstückt, Lebertran schlürft und Leber verspachtelt, solltet ihr mal lieber nicht so piefig sein. Ihr seid nämlich auch nicht vor ‘nem Mangel gewappnet.

Nämlich.

Foto: Keren Fedida / Unsplash.com

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