P-Muskel-Workout – oder “Die Magie der Phantasie”

P-Muskel-Workout – oder “Die Magie der Phantasie”

Als ein bekennender Fan von Gedankenspielen stelle ich sonntags im Newsletter, Facebook und Instagram oft eine Sonntagsfrage – und liebe es zum einen sehr, da selbst draufrumzudenken, aber auch die hochspannenden Antworten der Welt da draußen zu lesen.

Diesen Sonntag lautet die Frage

“Was treibt dich an?”

In Vorbereitung des Mohrbriefes habe ich da kürzlich beim Laufen drüber nachgedacht – und hätte die Frage vor Jahren ohne zu zögern mit “Meine Phantasie!” beantworten können. Ich war ja immer eher ‘Team Tagträumer’ und habe mir immer gerne Geschichten ausgedacht, verrückte Pläne geschmiedet (und verworfen), Luftschlösser gebaut – und auch sehr gerne fotografiert.

Irgendwann in den letzten Jahren ist mir dieser “Antrieb” aber wohl irgendwie verlustig gegangen – vermutlich ist so ‘ne trübtassige Depression mit Dunkelheit im Gemüt nicht gerade ein sprudelnder Quell für Phantasie und Kreativität- und wenn der Kopp mit allen möglichen Sorgen vollgestopft ist, bleibt wohl dort halt auch wenig Raum für Träumereien und Phantasie. In der Hirnstube gibt’s eben auch manchmal Kapazitätsprobleme – das passt nicht alles rein.

Und vielleicht, also ganz vielleicht, eventuell und unter uns geflüstert…geht einem so eine Neigung bestimmt auch altersbedingt ein klitzekleines bisschen verloren.
Das wäre auch ‘ne Erklärung (wenn auch ‘ne blöde….)

Training für den P(hantasie)-Muskel!

Ich habe aber jetzt einfach mal beschlossen, dass Phantasie wie ein Muskel ist und man sie regelmäßig bewegen und fordern muss, sonst verkümmert sie. Und wie jeden schwachen Muskel kann man bestimmt auch die schwache Phantasie wieder trainieren, wenn man regelmäßig übt und dranbleibt. Und wenn man in dieser Vorstellung bleibt, dann wäre Kreativität sowas wie Ausdauer. Und die wird dann auch immer besser, je mehr der P-Muskel trainiert wird.

Geschichtenerfinden stärkt die P-Ausdauer!

Als erste kleine Trainingseinheit habe ich eine gemütliche Matte in meiner Hirnstube ausgebreitet und den schlappen Muskel ein wenig aufgewärmt und gedehnt – und mir beim frühmorgendlichen Waldläufchen eine kleine Laufgeschichte ausgedacht, die ich locker aus dem Handgelenk unter dem Titel “Frau Mohr auf dem Galicien-Ultratrail” zu einer neuer Podcast-Folge verquasselt habe.

Dieses kleine Workout war schon mal ganz vergnüglich – und da ich am Folgetag auch keinen Muskelkater in der Hirnwindungen hatte, habe ich direkt nochmal eine Schüppe draufgelegt.

Fotografie-Workouts bringen Sauerstoff ins Hirn!

Es gab mal eine Zeit, da war ich quasi mit meiner Spiegelreflex verwachsen, hab’ die Kamera überall mit hingeschleppt und kam nie ohne glühende, volle Speicherkarte nach Hause. Ständig habe ich meine Umgebung auf Motive gescannt, weiße Federchen in Ästen als Ballkleider kleiner Elfenmädchen gesehen, Schattenwürfe als architektonische Konstrukte und verrosteten Schrott als Endzeitlandschaften. Auch das langweiligste Umfeld wurde so oft (nicht immer) zu einer faszinierenden Abenteuerwelt – aber leider ist meine Kamera inzwischen auch eingestaubt und wird nur zum Rezeptfoto-Knipsen aus dem Schubladengefängnis befreit.

Mit diesem Gedanken im Kopf habe ich mal die Akkus der Kamera aufgeladen, mir den Fotorucksack auf den Bucken geschnallt und mir feste vorgenommen, wieder wacher und aufmerksamer auf die Dinge zu schauen, die rechts und links am Wegesrand liegen.

Leider musste ich dann auch erstmal nach meiner ersten kleinen Fototour ein wenig betrübt festellen, dass Phantasie und Kreativität in meinem Oberstübchen scheinbar wirklich ordentlich reingerostet sind. Irgendwie wollten sich partout so gar keine spannenden Motive vor der Linse auftun – und das, wo ich doch früher überall auf jedem Quadratzentimeter die spannendsten Dinge entdeckt habe.

Meine (noch recht schmale, aber ausbaufähige) Fotobeute der letzten Woche:

Meine P-Muskeln sind wohl tatsächlich in keiner guten Form und bedürfen etwas Training.
Aber ganz sicher ist es da wie mit’m Laufen – Dranbleiben!
Phantasiemuskel ahoi!


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