Mais-Spargel-Schnittchen

Mais-Spargel-Schnittchen

Unter uns geflüstert halte ich persönlich Spargel für eine der meistüberschätztesten Gemüsarten unter der Sonne und kann das Riesentamtam um die heißersehnte Spargelsaison beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ich finde weißen Spargel geschmacklich ziemlich dröge und zudem ist es unglaublich nervig, jede einzelne dieser empfindlichen Stängelchen mit dem Gemüseschäler von seinem holzigen Kleidchen zu befreien. Für grünen Spargel hingegen kann ich mich dann doch erwärmen, weil er nicht geschält werden muss, nicht so bleich und farblos daherkommt und – zumindest mir – einfach besser schmeckt.

Zusammen mit einem frischen grünen Salat sind diese einfachen, schnellen Knusper-Ecken eine charmante Vorspeise für 4 Personen – oder naja…ein lecker’ Hauptgericht für 2.
Zudem schmecken die Schnittchen auch kalt und eignen sich demnach perfektös, um die Brotbox für die Mittagspause zu bereichern. Mit einem leckeren Dip sind die Teile im Übrigen auch äußerst buffet- und/oder fingerfoodtauglich.

Zutaten

  • 500 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 250 g grüner Spargel
  • 150 g Maisgrieß
  • 2 EL Sonnenblumenkerne *)
  • etwas gehackte Petersilie oder Rosmarin, wer möchte
  • Kokosöl zum Braten

*) (die man durchaus auch vorab ohne Fett in einer beschichteten Pfanne anrösten könnte – für ein Plus an Leckerlischkeit)

So geht’s im Terrormix:

Da ich in dem Fall den Spargel in hübschen Ringen möchte, schneide ich die grünen Stangen einfach mit einem Messer in Scheibchen. Man könnte ihn aber auch einfach in den Mixtopf werfen und 5-6 Sekunden auf Stufe 5 zerschreddern.

Wasser und Salz zum Schredderspargel in den Mixtopf geben (oder eben die manuell geschnitzten Spargelscheibchen zugeben) und auf 10 Minuten / 100 Grad / Stufe 0,5 mit Linkslauf stellen. Sobald das Wasser kocht (je nach Wasser und Spargeltemperatur nach ca. 6-7 Minuten) den Maisgrieß langsam von oben einrieseln lassen. Die Temperatur auf 60 Grad runterdrehen und auf Sanftrührstufe 10 Minuten quellen lassen.

Die gehackten Kräuter zusammen mit den Sonnenblumenkernen zum Ende der „Ziehzeit“ zu dem Mais-Spargelbrei geben.

So geht’s im Kochpott

Nearly same procedure as im Terrormix:

Spargel in Form schnitzen, zusammen mit Wasser und Salz in einen Kochtopf geben und aufkochen lassen, dann den Maisgrieß einrieseln lassen, Hitze runterdrehen und unter gelegentlichem bis häufigem (je nachdem, wie stark man unter „Anbrenn-Phobie“ leidet) Rühren 10 Minuten quellen lassen.

Und auch hier: Gehackte Kräuter zusammen mit den Sonnenblumenkernen zum Ende der „Ziehzeit“ zu dem Mais-Spargelbrei geben.

Und so geht’s weiter:

Nochmal kräftig durchrühren (das geht auch mit ‘nem schnöden Löffel) und in eine Form streichen. Bei mir wanderte der Brei in eine 26 cm Springform, was allerdings – man ahnt es schon – einer einheitlichen Quadratform der Schnittchen am Ende ein wenig im Wege stand. Man kann den Brei genausogut in einen Backrahmen geben und glattstreichen oder einfach auf ein Brett, oder in eine viereckige Auflaufform. Oder, oder.

In diesem wie auch immer geformten Maisbrei-Ruhebett darf der Teig nun erstmal gründlich auskühlen – das geht auch durchaus über Nacht oder länger, somit lassen sich die Schnittchen auch ganz prima vorbereiten, wenn Gäste kommen.

Ca. 2 TL Kokosöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, bis es flüssig ist, den Maisbrei in Schnittchen schneiden (Vermutlich lassen sich auch ganz wunderbar Herzchen oder Sterne ausstechen) und im Öl auf beiden Seiten knusprig-braun braten. Es dauert durchaus ein kleines Weilchen, bis die Schnittchen Farbe annehmen – also nicht verzagen, abwarten, Tee trinken und ggf. schon mal den Beilagensalat vorbereiten.

Herbst- und Wintertipp:

Falls sich nun jemand in diese Schnittchen verliebt hat und mit weinendem Auge dem Ende der Spargelsaison entgegensieht (was ich ECHT nicht nachvollziehen kann), der kann getröstet werden – denn statt Spargel schmecken auch Kürbis oder Möhren ganz hervorragend im Maisbettchen. Und bestimmt noch ganz viele Gemüsearten, die ich noch nicht ausprobiert habe. Bei der Kürbisvariante sind – oh Wunder! – Kürbis- statt Sonnenblumenkerne ganz köstlich und Feldsalat passt genauso gut dazu wie Ofengemüse.


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