Mai-Aufgabe Nr. 1 – “Earlybirding”

Mai-Aufgabe Nr. 1 – “Earlybirding”

Auch wenn es mir nicht immer 100% zufriedenstellend gelingt, versuche ich dennoch nach Kräften, bei auftretenden Problemstellungen nach Lösungen zu suchen, statt meine Energie damit zu verschwinden, über die strapaziösen Umstände zu wehklagen. Gürtelschnalle…ich sach’ noch….

Derzeit versuche ich gerade 2 Probleme an der Wurzel zu packen und habe mir das Ganze nun als Aufgabe für den Wonnemonat Mai aufs Fähnchen gepinselt. Den Start macht Problem Nummero Uno!

Das Problem – “Zu wenig Zeit!”

Gerade in den letzten Wochen/Monaten, wo das Lauffieber wieder dezent in mir lodert, verknotet sich mein Hirn mitunter in der Logistik der Planung der Outdoor-Aktivitäten. Einerseits ist da mein großartiges Hundetier, das gerade am Wochenende lange morgendliche Ausflüge in den Forst liebt – andererseits ist da aber auch das Mohr-Tier, welches zwar biorhythmus- und lilalaunebedingt auch am allerliebsten vormittags die Laufschuhe schwingt, aber auch nicht auf die Quality-Time mit Heidi Herrlich verzichten möchte. Und das auch unter der Woche vor Arbeitsbeginn gerne noch ein paar kleine gemeinsame Erlebnisse mit dem Hundemonsterchen verbuchen möchte.
So viele Wünsche – so wenig Zeit.

Und auf der anderen Seite sind da die Abendstunden, in denen ich meinen crazy Rock’n-Roll-Lifestyle meistens so zelebriere, dass ich mir den trägen Hintern auf der gemütlichen Couch plattliege, meist ohne Sinn und Verstand in den sozialen Medien herumdödele oder den Fernseher herumflimmern lasse. In den allermeisten Fällen schnorchele ich zwischendurch mehrfach ein, um irgendwann zur Geisterstunde verschreckt aufzuwachen und wie ein Zombie ins Bett zu taumeln.

Die Lösung – Earlybirding!

Das der frühe Vogel den Wurm fängt, ist ja grundsätzlich bekannt – und auch wenn ich als Veganöse nicht sonderlich auf ein Wurmfrühstück erpicht bin, hat mit mich der zart aufkeimende Gedanke an eine kleine Verschiebung meiner zeitlichen Aktivitäten schon länger gepiekst.

Schon vor einer ganzen Weile hat mir eine tolle Mitmenschin (ab sofort: Kollegin! Yeah!) erzählt, dass sie morgens (freiwillig) um 4.00 Uhr aufsteht, um die Stille und die “Ich-Zeit” genießen und den Tag produktiv und stressfrei starten zu können. Dieser Impuls ploppte seitdem zwar immer mal wieder in meiner Hirnstube auf, aber tendenziell finde ich es ja auch nicht so unangenehm, morgens schön kuschelig im warmen Bettchen zu liegen und den lieben Gott ‘nen guten Mann sein zu lassen. Und 4.00 Uhr ist schon ziemlich früh. Echt jetzt mal.

Aber andererseits muss sich ja doch meistens was ändern, wenn man was ändern will.

Und oft sind Veränderungen ja leichter, wenn jemand mitmacht – und ich hab’ ja glücklicherweise das Talent, meine Mitmenschen von meinen Plänen begeistern und mit ins Verderbenreißen zu können. Und so zelebrieren meine Freundin Frau Simon und ich nun seit einigen Tagen “Earlybirding”.

(Ich bin zwar bekanntermaßen kein Fan von Anglizismen, aber “Frühvögeln” klingt doch recht anrüchig und wurde als Vorschlag zur Bezeichnung dieser Tätigkeit umgehend wieder verworfen.)

Um 5.00 Uhr morgens gehört die Welt mir!

Spätestens 22.00 Uhr wandert mein Haupt nun direkt auf das Ruhekissen – ohne vorher sinnfrei Zeit beim couchigen Eindösen untermalt von schlechtem Fernsehprogramm zu verplempern – und um 05.00 Uhr startet dann mein Tag.

Und auch wenn das frühe Aufstehen mitunter (noch) ein wenig Überwindung kostet, schmeckt mir der frühe Vogel insgesamt ganz hervorragend. An Arbeitstagen habe ich so ausreichend Zeit, um morgens bei einem dampfenden Kaffee noch den ein oder anderen Erguß in meine Mohrblog-Tasten zu hauen, ganz gemütlich in den Tag zu starten und vor Arbeitsbeginn noch einen ausgiebigen Spaziergang mit Heidi, Anton und Frau Simon in der Morgensonne zu machen.

Am Wochenende wird der Earlybirding-Benefit noch deutlicher…selbst nach 2-3 Stunden Lustwandeln im örtlichen Forst mit dem Rudel kann ich danach trotzdem “morgens” laufen gehen und so hat am Ende eigentlich jeder gewonnen.

Ein wenig Anpassung ist vielleicht noch nötig, aber insgesamt habe ich sogar das Gefühl, besser zu schlafen und insgesamt ausgeruhter zu sein trotz nachtschlafendem Weckerklingeln.

Frau Simon bemerkte ganz treffend: “Frau Mohr, ich glaub’ wir haben eine Zeitmaschine erfunden!”

Und so fühlt es sich tatsächlich an – durch das Eliminieren sinnloser Zeitverschwendung im Austausch zu nutzbaren Morgenstunden habe ich derzeit in der Tat das wunderbare Gefühl, dass mein Tag mehr Stunden hat als vorher.

Deswegen schreibe ich mir das Projekt “Earlybirding” mal testweise für den kompletten Mai auf die Fahne….und bin gespannt, wie es sich anfühlt.

Kleiner Nachteil: Auch die Katzen haben sich ratzfatz an die neuen Zeiten angepasst…und wenn ich dann morgens mal schlaftrunken denke “Och…5.30 Uhr reicht heute eigentlich auch aus!”, dann macht das miezische Aufweck-Geschwader ziemlich schnell ziemlich deutlich, dass Weiterschlafen ECHT keine Option ist.
Mrrrks.
Aber irgendwas ist ja immer.


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