Mai-Aufgabe Nr. 2 – “Ichkaufnix!”

Mai-Aufgabe Nr. 2 – “Ichkaufnix!”

“Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden.”
(Alexander Solschenizyn)


Um meinem (gefühlten) Freizeitmangel die Stirn zu bieten, habe ich mir für den Mai “Earlybirding” als kleines Projekt erkoren – und weil es mir total gut gefällt, vermeindliche Probleme in Wohlgefallen aufzulösen, habe ich mir gleich ein weiteres Ärgernis (bzw. dessen Eliminierung) vor die Brust genommen.

Bei dem Ärgernis handelt es sich um meinen dezent desaströsen Kontostand. Kurzarbeitergeld über längere Zeit, hohe Tierarztrechnngen und ‘ne kaputte Waschmaschine sind eine ziemlich ungünstige Kombination und bergen Konfliktpotential.
Statt rumzunölen, habe ich diesen Zustand aber lieber zum Objekt einer weiteren Challenge gemacht – dem Maiprojekt Nummero ZWEI.

Das Problem – “Kein Geld!”

Auch wenn Geld bekanntermaßen nicht glücklich macht, macht es mitunter aber doch ein klitzekleines bißchen unglücklich, keins zu haben. Denn die Penunzen sind ja nicht nur ein Mittel, um willenlos um sich zu shoppen und Dinge anzuhäufen, die man gar nicht braucht, sondern auch mitunter ganz praktisch, wenn es darum geht, Rechnungen zu bezahlen, zu tanken oder die Viecher zum Veterinär zu schleppen. Und so sorgt mein schmaler Kontostand da doch an der ein oder anderen Stelle für ein langes Gesicht meinerseits.

Die Lösung – “Nix kaufen!”

Um einen Ausweg aus diesem Dilemma zu kreieren, bedarf es nun nicht nennenswert viel Hirnakrobatik – um Geld zu sparen, wäre es doch mal ein Ansatz, einfach mal einen ganzen Monat nichts zu kaufen.
Tusch und Trommelwirbel!
Frau Mohr ist halt einfach ein Genie!

Und so schreibe ich mir für den Mai “Ichkaufnix!” auf die Mohrflagge und habe mir vorgenommen, außer Menschen- und Tierfutter und dem üblichen Drogeriebedarf keinen einzigen Fitzel an vermeintlich “wichtigem Krempel” zu ershoppen. Keine einzige Wandersocke, kein buntes Sommer-T-Shirt, kein Halstüchlein, kein Technik-Schnickes – NIX! Und dabei den Umstand, dass das Hundetier DRINGEND ein neues, schickes Deckchen fürs Auto braucht oder ich meine Laufkollektion unbedingt um ein Paar Dreivierteltights erweitern MUSS, einfach mal gepflegt zu ignorieren.
Einen Scheiß muss ich.
Nämlich.

Wäre ich jetzt ein angesagter Hipster-Flipster-Influencer mit zwölfzig Millionen Followern, würde ich das ganze wohl ziemlich lässig “Konsumboykott” nennen und täglich pastellige Fotos posten, auf denen ich stimmungsvoll in meinen ollen Klamotten auf einer abgewetzten Yogamatte in die Sonnenaufgang lächele und mit Zen-Gesicht drauf hinweise, wie WENIG der Mensch doch nun WIRKLICH zum Glücklichsein braucht und die wahre Zufriedenheit nicht durch den Konsum von Dingen erreicht werden kann.

Aber nun…bei mir sieht’s dann einfach so aus, dass ich meine Kreditkarte unter der Computertastur versteckt habe, mir bei jedem aufflackernden Kaufwunsch mit Schmackes auf die Finger kloppe und “Frau Mohr, das BRAUCHSTE NICHT!” blöke. Ist nicht ganz so flipstermäßig, aber auch wirkungsvoll.
Nämlich.

Photo by David Ramos on Unsplash


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