Beerige Blitz-Cremetörtchen (ohne Boden)

Beerige Blitz-Cremetörtchen (ohne Boden)

Die Idee für diese kleinen Seelentrösterchen hatte ich vor einer Weile, als mein trübes Gemüt dringend nach einer süßen Streicheleinheit verlangte, aber keine Schokolade mehr im Haus war. Trotz aller süßsüchtigen Verzweiflung war ich aber partout nicht gewillt, meine kuschelige Couch zu verlassen und zuckerhungrig in der Eiseskälte zur Tankstelle zu stapfen.

Improvisation ist ja bekanntlich (fast) alles und eigentlich habe ich ohnehin meistens genug Vorräte zuhause, um eine ganze Bundeswehrkompanie abzufüttern – also IRGENDWAS Süßes und Schnelles musste doch da zusammenzuhexen sein.

Im Kühlschrank lauerten noch 2 Becher (veganer) Skyr auf ihre finale Bestimmung….ja, irgendwas “Käsekuchenartiges” ist bestimmt ‘ne Supersache, aber jetzt noch mit Mürbteig rumbröseln und ewig lange rumbacken und….ach nee, ich knall’ einfach mal nur die Creme ohne Boden in Muffinformen, das wird bestimmt auch gut. Und geht schnell.

Zippzappzerapp, gesagt, getan, gerührt, gebacken – und das Ergebnis ist wirklich absolut köstlich und beglückt jeden süßen Zahn. Die kleinen törtchenartigen Backwerke schmecken lauwarm wirklich gigantisch und geben gerade frisch aus dem Ofen ein schnelles, aber absolut exquisites Dessert ab. Im abgekühlten Zustand sind sie ein sehr solider Begleiter für die sonntägliche Kaffeetafel – auch wenn’s ja eigentlich kein Kuchen, sondern bloss gebackener Joghurt mit Früchten ist. Aber Kategorien und Klassifizierungen sind ja eh wurscht – lecker ist lecker ist lecker!

Achtung und aufgemerkt, wichtiger Konsistenzhinweis!
Solange die Törtchen warm sind, ist es eine festere Creme und eher als Dessert zum Löffeln tauglich. Erst wenn die Dingelchen richtig niet- und nagelfest ausgekühlt sind, sind sie “transportabel” und lassen sich mit etwas Fingerspitzengefühl aus der Form heben und auf den Tellerchen drapieren.


– die Menge ergibt ca. 8 kleine Törtchen, je nachdem ob man Schüsselchen oder Muffinformen verwendet –

Als erste Amtshandlung Backofen auf 180°C vorheizen.

ZUTATEN

100 g zimmerwarme Margarine
100 g Bio-Rübenzucker

800 g Skyr Vanille (vegan, selbstredend)
1 Tütchen Bourbonvanillezucker
2 Päckchen Puddingpulver Vanille (zum Kochen)

ca. 100 g gemischte Beeren (im Winter natürlich nur die tiefgekühlten)

SO WIRD’S GEMACHT (IM TERRORMIX)

Margarine in Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker und dem Puddingpulver in den Mixtopf geben und 10 Sekunden auf Stufe 4 vermixen. Dann Skyr zugeben und alles ca. 15-20 Sekunden auf Stufe 4 zu einer homogenen Creme verrühren.

SO WIRD’S GEMACHT (IM HANDBETRIEB)

Margarine und Zucker in einer Schüssel mit dem Handmixer schaumig schlagen und mit dem Skyr gut verrühren. Dann das Puddingpulver drübersieben und einrühren.

UND SO GEHT’S WEITER!

Muffinformen oder kleine Schüsselchen gut einfetten und ggf. “mehlen”, die Creme gleichmäßig einfüllen und Beeren darauf verteilen. Ca. 25 Minuten backen und eine Weile im Ofen auskühlen lassen.

Die Kunst bei diesen fixen Köstlichkeiten ist die, sie heil und adrett aus der Form zu bekommen. Solange sie warm sind, sind sie recht instabil – wenn sie also warm verschnabuliert werden sollten, am besten gleich in dem Schüsselchen backen, in dem sie auch serviert werden sollen.

Im abgekühlten Zustand lassen sie sich mit etwas Fingerspitzengefühl schick aus der Form heben und auf dem Kuchenteller drapieren. Wer mag, kann noch ein wenig Spökes mit Schokoladen-Deko oder Puderzucker-Chichi machen…aber die Törtchen sind auch ohne irgendein Drumherum ziemlich superb.


NOCH EIN WORT ZU DEN ZUTATEN

Ich habe die Törtchen statt mit klassischer Alsan auch schon mal mit Dreiviertelfettmargarine gebacken, was zum einen ein wenig Fett einspart, aber auch ein wenig müllverträglicher ist, denn der “vegane Block” von Landkrone ist in Papier verpackt.

Wenn man keinen Skyr findet, geht auch normaler Joghurt, den man dann einfach über Nacht auf einem Küchentuch abtropfen lässt. Schmeckt auch – braucht dann halt aber ein wenig Vorlaufzeit. Statt Vanille-Skyr ist bei mir auch schon die Sorte “Mango” in die Törtchen gewandert – hier darf man also ruhig ein wenig rumspielen.

Lecker ist lecker ist lecker. Nämlich.


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