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[mohrexperimente] Frau Mohr geht auf Kreuzfahrt!

Wenn alles so klappt, wie es geplant ist, werde ich zu dem Zeitpunkt, an dem ihr diesen Beitrag lest, gerade am Flughafen Abu Dhabi herumstolpern und versuchen, meinen Anschlußflug zu ergattern. Der sollte mich und meine Reisekumpeline Nicole dann bitteschön nach Bangkok bringen, wo wir dann weiter zum Hafen stapfen und an Bord eines Kreuzfahrtschiffs klettern, dass dann morgen abend ablegt und uns durch Asien schippern soll.

Koh Samui, Singapur, Kuala Lumpur, Penang, Colombo und Cochin stehen auf der Reiseroute – alles Namen, die ich bislang nur aus asiatischen Kochbüchern kenne, wenn überhaupt.

Die meisten Leute, die mich kennen, werden jetzt wohl irritiert die linke oder rechte Augenbraue hochziehen und “Kreuzfahrt? DU?” ausrufen – und sie haben alle recht. Zu dieser Kreuzfahrt bin ich sozusagen wie die Jungfrau zum Kinde gekommen und nie-hiiiiemals hätte ich von mir aus die Idee gehabt, “sowas” jemals in meinem Leben zu machen. Aber manchmal fallen Zufälle zusammen und dann sollte man nicht “Warum sollte ich das machen?” fragen, sondern lieber “Warum NICHT?” – und einfach mal losschippern. Während ich diesen Brief tippe, glitzert draußen der Rauhreif auf den Gräsern und um mich herum stapeln sich Bikini, T-Shirts, kurze Buxen und Flip-Flops.

Also – ich bin dann mal weg.

Und falls dies zufällig ein motivierter Einbrecher lesen sollte – freu’ dich nicht zu früh auf lukrative Raubzüge im Casa Mohr. Selbstverständlich würde ich niemals auf Reisen gehen, ohne die Miezenschaft in den allerbesten Händen zu wissen, daher bleibt der Hausherr in dieser Zeit daheim und hütet die Kätzchen. Und das Haus. Und alles drumherum. Tut mir leid.

Ich werde übrigens unterwegs aller Voraussicht nach nicht online sein, aber ich habe euch ein bisschen was vorbereitet, damit euch nicht langweilig wird. Natürlich bekommen alle Abonauten auch in den nächsten Wochen (hoffentlich!) pünktlich ihr Montags-Mohrbriefchen und auf meiner Facebook-Seite habe ich ein paar Beiträge eingetuppert, die zwischendurch automatisch aufgetaut werden.

Nicht das mich am Ende noch jemand vermisst. Das wäre ja auch nix.12779096_1003232029744850_4679789298571453741_o


 

[mohrmiezen] – Hurra, ein Miezcast ist da!

Das ich in meinem Freundeskreis ständig von unfassbar schlauen und kreativen Menschen umgeben bin, ist Fluch und Segen zugleich. So werden alleine bei einem einzigen netten Plauder-Abend in kleinstem Kreise meistens mindestens 234.582 grandiose Ideen geboren, die jede für sich das Zeug zum Superstar hätte, aber meist schon am nächsten Tag aus Zeitmangel wieder sanft einschläft und im Laufe der Wochen leise und schmerzlos das Zeitliche segnet.  Aber zum Glück gibt es auch hin und wieder einen Geistesblitz, der den Zahn der Zeit übersteht und am Ende zu einem Ergebnis führt.

Die schöne Beckerin, die mir so tatkräftig beim Adventsmohr unter die Arme und Plätzchen-Ausstecher greift, ist ja eigentlich Schauspielerin – und hat eine exorbitant witzige Art, ihre vermeintlich gewöhnlichen Alltagsgeschichten zu erzählen und verfügt zudem noch über eine so grandiose Stimme, dass ich jedesmal, wenn ich eine Sprachnachricht von ihr abhöre, mich binnen Sekunden wahlweise vor Lachkrämpfen geschüttelt oder in totaler Verzückung auf dem Boden winde.

“Hättest du nicht mal Bock, einen meiner Blog-Texte vorzulesen, so als Podcast?” fragte ich vor einer Weile mal nach einem solchen Lach-Anfall – und die Antwort kam postwendend “Klar! Wäre bestimmt witzig!” Und im Gegensatz zu mir, bei der solche Gedanken dann oft wieder vom Zahn der Zeit zernagt werden und irgendwann als “Ach, das wollteste ja mal machen” hochgeschwemmt werden, kam von Julia tatsächlich nach einer Weile eine Mail mit einer angehängten Audio-Datei und dem Begleittext “Hier ein erster Test. Sag mal, wie du’s findest.”

Julia hat sich eine meiner kurzen “Miezgeschichten” herausgepflückt und vorgelesen – und ich war und bin vor Verzückung so dermaßen von den Socken, dass ich das kleine Hörstückchen unbedingt mit euch teilen muss. Und das Allerbeste – obwohl Julia als ausgebildete Schauspielerin für diese Vorlese-Arbeit ja eigentlich eine Millioooonen-Gage verdient hätte und ihr Freund Dominik das kleine Ohrenschmankerl zudem noch (meiner Meinung nach, zumindest) total profi-mäßig aufgenommen und geschnitten hat, bekommt ihr den lustigen “Miezcast” vollkommen kostenlos und zur umgehenden Belustigung.

Und hier geht’s zur 1. Folge  “Eine haarige Angelegenheit”.

Hauptakteurin in dieser kleinen Geschichte ist mein Brummelpummel Frau Schmitz – damals noch “Einzelkatze” und ziemlich frisch in meinem Leben. Aber natürlich schon zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr wegzudenken.

Und was noch min!-des!-tens zwölfzig Mal toller ist – wir werden zumindest versuchen, im Laufe der Zeit noch weitere kostenlose Miezcast-Folgen zum Anhören bereitzustellen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ihr die kleinen Ohrenschmäuse genauso grandios findet und vor Freude darüber bitteschön sofort in den Handstand springt. Aber das ist ja wohl ohnehin auch das Mindeste, was man erwarten kann.

Jede Form von Feedback in Form von Lob, Kritik  oder Verbesserungsvorschlägen ist übrigens nicht nur erwünscht, sondern ausdrücklich in aller Deutlichkeit erbeten. Wir machen das ja zum ersten Mal, nämlich.


Nur im Mohrblog:  ADVENTSMOHR – Der Advenskalender zum Selberbacken
mit 24 weihnachtlichen Rezepten für Thermomixer und Kochlöffelschwinger!

Frau Mohr, Herr eTrex und 2 Dobermänner – “Der Elektrik-Trick!”

“A friend in need is a friend indeed”.
Herr Mungenast vom Dobermann-Wanderblog ist nicht nur ein lustiger Typ, sondern auch ein sehr hilfsbereiter Mensch. So fiel meine zaghafte Anfrage, ob er mir vielleicht irgendwann mal ein paar Funktionen meines neuen eTrex zeigen und erklären könnte, postwendend auf fruchtbaren Boden und endete in einer Wander-Verabredung am selben Wochenende.  Als Veranstaltungort für die geplante Fortbildungswanderung hatten wir den Virne-Burgweg auserkoren, einen knapp 10 km langen Traumpfad-Rundkurs in der schönen Eifel. Wie man sich den Track aufs Gerät schiebt, habe ich ja schon höchst erfolgreich selbstständig eruiert und auch beim Virne-Burgweg klappt das Kopieren & Einfügen problemlos. (Anm. d. Red. – Das ist WIRKLICH pups-einfach!)

Bei der Anfahrt zum Startpunkt bin ich ziemlich dankbar, von Mungo den Hinweis: “Vorsicht, wenn du vor Virneburg die Serpentinen herunterfährst, da landen viele in der Leitplanke” mit auf den Weg bekommen zu haben Die Straße versteht hier tatsächlich keinen Spaß und verlangt der Kurvenlage alles ab.

2015_09_26_TP-Virneburg_iPünktlich rollt auch mein Wandergefährte des Tages inkl. seiner 2 vierbeinigen Kumpels vor – Dobermann und Doberfrau. Den tollen Rüden Balou kenne ich ja schon von unserer ersten Wanderung und freue mich wie Bolle, die “wuschelpuscheligen Flausche-Öhrchen vom süßen Schatzemännchen” wieder kraulen zu dürfen. Balou hingegen hat ja ein eher lässiges Naturell und hält seine Wiedersehensfreude dezent gähnend im Zaum, drückt aber immerhin kurz seinen Kopf gegen mein Bein. Auch Hündin Draga springt vor Glückseligkeit über meine Anwesenheit nicht gerade im Dreieck und wendet sich nach kurzem Anschnüffeln meiner Gliedmaßen ziemlich uninteressiert ab. Zum Glück habe ich keine Probleme mit einseitiger Zuneigung und freue mich halt einfach gleich für beide Hunde mit. Nützt ja nix. Eine(r) muss es ja tun.

Zuerst weist mich der zweibeinige Herr in ein paar Grundfunktionen meines neuen Wanderführers ein und zeigt mir das, was für mich am wichtigsten ist – wie man Tracks lädt, abwandert und seine Routen aufzeichnet und abspeichert. Eigentlich alles supereasy und nahezu selbsterklärend – aber wenn man weiß, wie’s geht, ist ja alles leicht. Das liegt dann in der Natur der Sache. “Ich hab’ mir den Track schon draufgeladen” verkünde ich mit stolzgeschwellter Brust. Was bin ich doch für ein ausgefuchster Technikfreak.

draga1Nachdem wir unseren eTrex-Kumpanen ein souveränes “Aufzeichnen/Auf Karte anzeigen” befohlen haben, geht’s dann auch los, frischfromm den wohlfeilen orange-weißen Wegmarkierungen entgegen. Balou marschiert total zen-like eine halbe Schrittlänge voraus, Draga tobt ausgelassen um uns herum und schafft es, mit ihrem neugierigen Gesichtchen trotz ihrer 6 Lenze auf dem Buckel wie ein verspieltes Hundebaby auszusehen.
Ich bin maximalverknallt.

2015_09_26_TP-Virneburg_sGleich zu Beginn führt der Traumpfad knackig und zackig bergan in Richtung Virneburg und leitet uns dann durch eine abwechslungsreiche Wald- und Wiesenlandschaft. Die Namensgeberin scheint wohl ein ziemlich aufdringliches Gemäuer zu sein und wirft sich auf nahezu jedem der zahlreichen Aussichtspunkte schamlos ins Blickfeld, was uns zur Vermutung bringt, dass es sich hier um eine “Stalker-Burg” handeln könnte. Testweise beschimpfen wir die Virneburg mehrmals kräftig als “Arschmakrelenburg!” und “Blödes Mistgemäuer!” und versuchen sie mit einem kernigen “Hau bloß ab, Doofirne-Burg!” zu verjagen – aber sie lässt sich partout nicht abschütteln und lauert auch im nächsten Panorama wieder ungeniert vor unseren Netzhäuten. Naja, es gibt ja auch Schlimmeres als penetrante Burgen. Sei’s drum.

DragaDie aufdringliche Ruine kann aber nicht von der gefälligen, hübschen Wegstrecke ablenken. Das Wegstück durch die Blumenrather Heide entzückt mich ganz besonders – da ist es gut, dass das Wetter eher neblig und dunstig daherkommt und der herbstlichen Farbenpracht einen visuellen Maulkorb anlegt, sonst wäre ich vor Begeisterung vermutlich ausgeflippt. “Guck!” befehle ich, und Herr Mungenast guckt. “Alles umsonst, Geil, gell?” “Jawoll!”

Da wir aber nicht ausschließlich und zum reinen Vergnügen in die Eifel gereist sind, muss ich zwischendurch trotz aller Wandersfrauenglückseligkeit auch ein paar eTrex-Aufgaben lösen, wie z.B. Wegpunkte markieren und mit prägnanten Bezeichnungen wie “Bank” oder “Aussicht auf Arschmakrelenburg” versehen. Klappt. Läuft. Tipp-O-Mat. Ich bin die Königin der Technikwelt.

"Was macht ihr'n da?" "Wegpunkte markieren. Kann noch ein bisschen dauern."

“Was macht ihr’n da?”
“Wegpunkte markieren. Kann noch ein bisschen dauern.”

Wir plaudern und marschieren, beschimpfen ab und an die Virneburg und am Ende des Weges ist irgendwie noch viel zu viel Wanderlust übrig. Mungo zeigt mir noch, wie ich mittels eTrex den Weg noch nach Gusto verlängern oder -ändern könnte, dann wird die Aufzeichnung gestoppt und der Track ordnungsgemäß abgespeichert. Wie als Lohn für meinen Lerneifer drückt Draga sich zum Abschied ganz feste an mich und lässt mich unter verzücktem Quieken meinerseits ausgiebig ihre weichen Öhrchen kraulen. Das alleine war jeden Kilometer wert. (Hier bitte ein Herzchen hindenken!)

Und die vielen Moralen von der Geschicht:

  • Der eTrex ist ein tolles Teilchen und wir sind schon richtig gute Kumpels.
  • Der Virne-Burgweg ist ein hübsches, abwechslungsreiches Stückchen Eifel, wenn man kein Problem mit stalkendem Gemäuer hat.
  • Mungo und die Vierbeiner sind liebenswerte Wandergefährten und ich freu’ mich schon auf’s nächste Mal. Hier ist übrigens seine Sicht der Dinge zu finden: “Virneburg reloaded”.

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