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Tatzelwurmjagd an der Mosel – Halali!

Wenn der FREI-tag mal wieder seinem Namen alle Ehre macht und zudem noch der Frühling angekündigt hat, sein blaues Band heute mal mächtig durch die Lüfte flattern lassen zu wollen, dann ist der perfekte Tag zum Wandern. Der ‘Tatzelwurmweg‘ rund um Kobern-Gondorf steht schon länger auf meiner To-Wander-Liste und Rundkurs mit knapp 8 km Länge und 200 Höhenmeterchen passt er ganz perfekt in einen gemütlichen freien Sonnentag.

Seinen Namen verdankt dieses Wegelchen dem – wer hätte es gedacht! – sagenumwobenen Fabelwesen ‘Tatzelwurm’, dass angeblich zu “Es-war-einmal”-Zeiten als ziemlich schräge Mischung aus Löwe und Lindwurm in den dortigen Höhlen sein Unwesen getrieben haben soll.

Das Hundetier findet die Aussicht, sich zur Abwechslung mal in waschechter Tatzelwurmkacke wälzen zu können, ziemlich inspirierend und springt vorfreudig mit Kniegas auf den Rücksitz. Ist ja auch mal was anderes als sich immer nur gewöhnliche Fuchs- und Marderexkremente in den Pelz zu massieren.
Tatzelwurmweg ahoi!

Nachdem ich meine Blechkutsche an der örtlichen Kirche in der Burgstraße abgestellt habe, führt uns die Route erstmal über schmale Bürgersteige durch den Ort. Während das Hundetier fröhlich voranstapft, seine Neugiernase durch jedes Tor steckt und einigen dösenden Hofhunden forsche Beleidigungen entgegenbrüllt, muffele ich leise vor mich hin.
Durchn-Ort-Latschen mag ich ja überhaupt nicht.
Muff, muff, muff.
Nach einer Weile windet sich der Weg aus dem Wohngebiet heraus Richtung Weinberge, bleibt aber breit und asphaltiert.
Muff, muff, muff.
Breite Asphaltwege mag ich ja überhaupt nicht.
Ein paar hundert Meter weiter ist aber schon jedwedes Muffeln vergessen, denn da saugt uns von rechts der Wald auf und schmeißt uns ein wunderbar moosiges, steiles Pfädchen vor Fuß und Pfote. Hach. SOWAS mag ich. Und wie!

Meine Lunge läuft sich warm, erste zarte Schweißrinnsale sammeln sich im Nacken, die Sonne prickelt auf der Nasenspitze, das Hundetier schnüffelt und flitzt – und ich bin in meinem Element. Volle Wanderlust voraus. Hier bin ich Wandersfrau, hier darf ich’s sein.

Nachdem der erste zauberhafte lange Anstieg mit Aussicht und allem Zipp und Zapp bezwungen ist, bin ich zum ersten Mal froh, dass ich mein GPS-Kästle in der Tasche habe. Als der Wald uns wieder ausspuckt, hätten wir nun die Möglichkeit, entweder links oder rechts weiter zu stapfen…aber leider winkt uns kein Tatzelwurmbildchen in die richtige Richtung. Entweder ist die Wegweiserdichte hier noch verbesserungswürdig, oder aber Vandalen waren am Werk und haben vorhandere Markierungen abgerissen. Da bliebe im Zweifelsfall nur Trial & Error. Blöd.

Aber nicht für mich, die lila Linie auf dem Display lotst mich zweifelsfrei nach links, wo sich nach dem steilen, waldigen Pfädchen ein kuscheliger Feldweg in die Gräser schmiegt. Heidi testet sogleich die derzeit noch brachliegenden Felder auf ihre Gülledichte und windet sich fröhlich strampelnd auf dem Rücken durch die Furchen.
Stinkt zum Steinerweichen.
Wunderbar. Mssion geglückt.
Und schon rennt das Tier zufrieden weiter voran und ich hinterher. Zum Glück steht der Wind günstig und weht das Odeur des Gülletiers in die andere Richtung.

Der Tatzelwurmweg zeigt sich auch weiterhin wunderhübsch, einsam, menschenleer und wunderbar abwechslungsreich. Doch an mindestens 2-3 weiteren Stellen und Abzweigungen gibt es entweder keine Schilder oder die Führung ist uneindeutig. Da würde man wohl als GPS- oder kartenloser Wandervogel mitunter doof aus der Wäsche gucken. Hier sollte zum einen der zuständige Wegewart nochmal zeitnah eine Nachbesserung der Beschilderung durchführen und zum anderen der Wandervogel als solcher sicherheitshalber ‘ne Karte einstecken.

Am Sauerbrunnen gönnen wir uns eine Rast in der Sonne, und während das Tier den Bach leersüffelt und ich meine Stulle mümmele, klopfe ich mir selbst auf Schulter für den Entschluß, den heutigen Tag nicht auf Couch oder mit der Nase am PC-Bildschirm zu verbringen.

Auf der Heimfahrt, während das Hundetier selig und stinkend auf der Rückbank schnarcht, fällt mir auf, dass wir wohl vor lauter Glotzen und Wälzen an der berühmten Tatzelwurmhöhle vorbeigelatscht sein müssen. Aber nun ja – zum Einen haben wir dennoch absolut nichts vermisst, und zum Anderen, ganz unter uns geflüstert – ich glaub’, diesen komischen Tatzelwurm, den gibt’s in Wirklichkeit gar nicht.

Aber pssst.

Tatzelwurmweg-Fakten:
Start: Kobern-Gondorf / Burg- oder Lennigstraße
Länge: ca. 8 km
GPS-Track: HIER!
Hundewandertauglichkeit: Absolut vorhanden! Allerdings nicht unbedingt im Hochsommer, da der Weg teilweise über offenes Feld ohne Schatten führt. Und – Wasser mitnehmen!

Fotos gibt’s heute mal eher spärlich, weil ‘keinen Bock dauernd zu knipsen’. Wer wissen will, wie es dort aussieht, muss halt selbst loswandern.


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[mohrviecher] Herz ist Trumpf!

Wenn das Leben einem ein Geschenk macht, dass bis dato so utopisch schien, dass man sich selbst im allerstillsten Kämmerlein nicht mal ansatzweise getraut hätte, auch nur eine einzige Sekunde davon zu träumen, dann ist das schon ein “Horrido!” und “Leckofatz!” wert.

Dieses Geschenk habe ich vor knapp zwei Wochen im Sprechzimmer der Kardiologin der Tierklinik Hofheim bekommen. Nachdem mein Hundetier letzten Sommer wegen einer Endokarditis nur haarscharf dem Sensenmann von der gierigen Schippe gehopst ist, hat das tapfere Heidi-Herzchen leider eine undichte Herzklappe zurückbehalten, die dort regelmässig geschallt werden muss. Diese Kontrolltermine bereiten mir (und meinem Geldbeutel) immer arge Bauchschmerzen, weil durchaus zu befürchten ist, dass sich das Klappen-Leck im Laufe der Zeit verschlimmern könnte. Schließlich war es ‘ne schwere Krankheit und schließlich ist Heidi schon ein älteres Semester. Aber die Hundeschicksalsgötter haben wohl ein Faible für kühne Köter und ihre Frauchendinger – und so verkündete mir die Ärztin (selbst erstaunt) dass sich das Gewebe der Herzklappe seit dem letzten Ultraschall so gut regeneriert hat, dass einem “Kardiologe, der die Vorgeschichte nicht kennt, vermutlich nichts auffallen würde.”

Fassungslos starre ich die Medizinerin an und ringe mir ein atemloses und schwerst geistreiches “Echt jetzt?!” ab.
“Echt jetzt!” bestätigt die Medizinerin lächelnd. “Ich habe die Bilder sogar noch einer Kollegin gezeigt, weil ich es selbst kaum fassen konnte.”
Meine sprachliche Eloquenz setzt sich in einem intelligenten “Näh, oder?!” fort. Und danach fange ich erstmal an zu heulen vor Freude.
“Sind sie sicher?”
“Ganz sicher!”
“Echt? Kein Zweifel?”
“Frau Mohr, ich mache das nicht erst seit gestern, sie können mir ruhig glauben!”
Scheiß die Wand an!
Was für’n unfuckingfassbares Wunder.

Nachdem ich meine Tränendrüsen gründlich leergeflennt, das leicht verwirrte Hundetier nach Strich und Faden durchgeknuddelt und -gerubbelt und ein paar Freunden unverständliche Wortfetzen ins Telefon geblökt habe, fahre ich wie in Trance gen Heimat.
Die Herzdoktorin ist sogar so überzeugt vom tip-toppigen Zustand der hündischen Mitralklappe, dass sie den Versuch starten möchte, die Herztabletten runterzudosieren und versuchsweise ganz abzusetzen, und dann 4 Wochen später nochmal einen Kontrolletti-Ultraschall zu machen. (Allerdings entscheide ich mich ein paar Tage später, diesen Versuch auf den Herbst zu verschieben – beim Gedanken, dass das Hundeherz ausgerechnet im brüllheißen Hochsommer ohne die bis dato bewährte Pharma-Unterstützung seine Arbeit tun soll, ist mir nicht wohl. Und eins habe ich gerade in Bezug auf Heidis Krankheitsgeschichte gelernt: Bauchgefühl ist King!)

Diese wunderbare, unglaubliche Neuigkeit gilt es gebührend zu feiern, und so ziehe ich dem Hundetier und mir einen imaginären Partyhut auf, fasse mir ein Herz  und traue mich etwas, mit dem ich eigentlich nach der Diagnose “Herzklappenundichtigkeit” eigentlich längst komplett abgeschlossen hatte: Eine richtig lange Wanderung über Stock und Stein.

Auf der knapp 16 km langen Nordschleife meiner allerliebsten Lieblingswällertour “Iserbachschleife” zeigt das Hundetier deutlich, dass es mir in Sachen Ausdauer und Elan so einiges voraus hat….Heidi flitzt, schnüffelt, tobt, schlägt Haken, schreckt Wildschweinfrischlinge auf (was mich nicht nur aus Gründen der fehlenden Kondition ins Schwitzen bringt. Zum Glück ist die Wildschweinmama unaufdringlich.) und hält wacker bis zum Ende durch.
Und ich fühle mich vom Schicksal unfuckingfassbar beschenkt.
Da geht noch was. Zukunft und Wanderwege liegen uns zu Füßen.
Wanderlust ahoi! Wir kommen!


Auch wenn ich mitunter als “hysterische Helikoptermama” bespöttelt wurde und werde, habe ich nach dem Klinikaufenthalt einige Dinge ganz konsequent beibehalten:
Um das Herz nicht übermässig zu belasten, gab es es keine allzu wilden Tobereien (schon gar nicht in der prallen Sonne), dafür regelmässig jeden Tag mind. 1 Stunde Bewegung, gerne auch in strammem Tempo. Herzkreislaufsystem voraus!
Das die Herztabletten möglichst im Abstand von 12 Stunden eingenommen und mind. 1/2 Stunde Pause zu den Mahlzeiten eingehalten werden sollen, ist für mich nicht verhandelbar. Auch wenn’s nervt, dass auch an freien Tagen der Wecker um 6 klingelt.
Zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung wird das Hundekörperchen von mir mit “GladiatorPLUS” und Vitalpilzen aus der traditionellen chinesischen Medizin unterstützt (für keine dieser Empfehlungen werde ich übrigens bezahlt und habe alles ganz alleine gekauft.)
Ob irgendwas davon zur wundersamen Herzensheilung beigetragen hat oder ob Heidi einfach nur eine zähe, robuste Natur und einen starken Lebenswillen hat…wer weiß das schon.
Am Ende isses auch wurscht.

[mohrwandern] R3 – “Silent hiking im Wiedtal”

So ein handelsüblicher Hirnkasten ist oft schon gleich nach der morgendlichen Inbetriebnahme einer gigantischen Menge an Geräuschen und Eindrücken ausgesetzt. In nahezu jeder Ecke unseres Lebens hupt, fiept, bimmelt, kreischt, plappert, klingelt und dudelt es. Nicht selten sind schon bis mittags ganze Kolonnen von Tönen, Daten, Information, An- und Aufforderungen durch die Schädeldecke gerauscht.

Blöderweise scheinen die handelsüblichen Hirnkästen von der Natur für diese Fülle an akkustischem Input-Dauerbetrieb nicht ausgelegt zu sein. Die Folgen dieser Überdosis zeigen sich nicht selten in Müdigkeit, Stress, Unkonzentriertheit, Schlaf- und Rastlosigkeit. Wenn dann noch zusätzlich zum Sound- und Informationszug, der von außen auf die grauen Zellen zurattert, auch innerlich ein Gedankenkarussell aus Sorgen, Frust, Nöten und Ängsten wie ein Derwisch durch die Hirnwindungen dreht, meldet der Kopf nicht selten irgendwann “Fatal Error! Bitte fahren sie das System herunter oder kontaktieren ihren Administrator!”

Es mag durchaus Menschen geben, die diesem Geräusche-Irrsinn lockerlächelnd und mühelos entgegentreten können – aber ich gehöre definitiv nicht dazu.

Wirksame Medizin gegen die Folgen von Umwelt- und Gedankenlärm

Zum Glück gibt’s ein preiswertes und absolutes effizientes Gegenmittel zur dröhnenden Umweltüberdosis, nämlich die Stille. Klingt komisch, klingt einfach, ist aber so. Stille wirkt blutdrucksenkend und beruhigend, regt das Wachstum von Hirnzellen an, fördert die Kreativität und ist zudem im Vergleich zu Pharmazeutika oder Entspannungs- und Meditationskursen ziemlich leicht zu haben (wenn auch nicht immer leicht zu finden).

Ich persönlich hole mir meine Droge am allerliebsten auf Schusters Rappen im Forst, was nichts weiter bedeutet als: “Handy und Mundwerk ausschalten, schweigend durch’n Wald latschen, ausgiebig in der Gegend rumglotzen und lieben Gott ‘nen guten Mann sein lassen.” (wobei ein gelegentliches “Aaaah!” und “Ooooh!” angesichts besonders hübscher Landschaftsbilder natürlich erlaubt ist. Da muss man auch mal die Stillekirche im Schädeldorf lassen.)

Schweigendmarschieren im Wiedtal

Gerade am Wochenende bei charmanter Witterung sind die hippen und perfekt beschilderten Premiumwanderwege, Traumpfade und -schleifen mitunter recht überlaufen und lassen nicht immer so richtig Raum für ein “silent hiking”. Wenn man so wie ich eher keine Lust auf plappernde und ach!-so-gesellige Wandergruppen oder “Aaaaaachtung!”-plärrende Mountainbikerrudel hat, kann man sich allerbestens ins zauberhafte, aber nicht ganz so populäre Wiedtal flüchten, und genau das habe ich kürzlich erst wieder getan.

Ein kleiner feiner Rundkurs mit dem wenig reißerischen Namen “R3” ist heute die Stille-Medizin der Wahl. Ungefähr 8,5 km sind zu bewandern, also perfekt für einen sonnigen Vormittag in kontemplativer Einsamkeit für das Hundetier und mich.

Start ist an der Wiedhalle in Roßbach und meine Hundefreundin scharrt schon erwartungsfroh mit den Wanderpfötchen. Der erste Kilometer führt durchs Dorf, hier kommt der höfliche “Silent hiker” an sich erstmal nicht um den ein oder anderen gemurmelten Morgengroß oder ein wohlwollendes Kopfnicken herum, aber in den ersten Minuten muss sich mein Hirn ohnehin meistens erstmal ein bisschen einsortieren…”Warmschweigen” sozusagen.

Nach etwas mehr als einem Kilometer schraubt sich der Weg hinfort von Asphalt und Wohnhäusern über beschauliche Waldpfädchen in Richtung des (zumindest in der Region) berühmten “Roßbacher Häubchens”. Die Natur hat auch hier eine Frühlingsexplosion durchlaufen und betört mit sattem Grün und buntem Blümchenbouquet. Mein Hirn atmet auf. So lob’ ich mir das. Natur pur, Geräuschearmut, ein fröhlich vorwegwuselndes Hundetier. ein laues Windchen, glitzernde Sonnenstrahlen – und sonst nix und nottisch. Die Welt hält ihre Fresse und das ist gut so.

Ohne Roßbacher Häubchen? Ohne mich!

Den GPS-Track für diese Route habe ich mir auf der offiziellen Wiedtal-Touristikseite heruntergeladen und bin der roten Linie auch bis zum 4. Kilometer höchst artig gefolgt. Aber just an dieser Stelle scheint sich der rote Faden einen Scherz mit mir erlauben zu wollen: Aus unerfindlichen Gründen möchte mich der Weg hier doch glatt am Roßbacher Häubchen vorbeilotsen wollen – aber nicht mit mir, meine Wiedtalherren! Das wäre ja, als würde man eine Touristengruppe in Köln am Dom vorbeischleusen und ihnen die größte Sehenswürdigheit vorenthalten wollen.
Renitent verlasse ich also den rechten Weg und stapfe eskortiert von bemoosten Basaltbrocken in Richtung des sonnigen Aussichtspunktes. (Wer ortunskundig ist und es mir nachtun möchte, findet meinen eigenen GPS-Track HIER!) Auch hier finden wir einen großen Sack voll Stille, Landschaftsidyll, mächtig schöner Aussicht und jeder Menge “Leckmischinnetäschissdasschönhier!” vor. Verzückt mampfe ich mein Frühstücksbrötchen mit Blick auf das malerische Wiedtal, das sich geschmeidig vor meinen Netzhäuten ausgebreitet hat. Das Hundetier kartographiert unterdessen konzentriert das örtliche Hasenfährten-Wegenetz. Ist schließlich auch wichtig.

Die rote Linie auf meinem GPS-Display ist nach der Vesperpause fix wiedergefunden und wir schlendern munter weiter im Text. Bereits jetzt fühle ich mich aber-sowatt-von! erfrischt an Körper und Geist und lasse meine Gedanken unbeaufsichtigt links und rechts schweifen.

“Ich muss unbedingt meine Steuererklärung machen. Hach, wie schön die Ginstern blühen. Was kribbelt denn da in der Nase, kommt der Heuschnupfen? Wovon soll ich bloß Heidis nächsten Herzultraschall bezahlen? Oh, Vergißmeinnicht, wie entzückend. Mein Nacken tut weh, ich glaub’ der Rucksack sitzt falsch. auf. Aua, ein Stein im Schuh. Ach, hier geht’s links. Rechts der Weg wäre auch aber schön gewesen…”

Diverse Gedankenzüge rauschen vorbei und ich lasse sie mir einfach nonchalant am Allerwertesten vorbeigehen. Der Hirnkasten hat einfach mal Pause.

“Silent hiking” – kein Trend, kost’ nix und für jedermann geeignet

Ich bin ganz sicher, gäbe es irgendein moderndes Zubehör, teure Kurse oder Gadgets an eine willige Käuferschaft zu bringen, dann wäre “Silent hiking” garantiert der neueste Trend auf dem Wellness- und Sportlermarkt. Am Ende würden vielleicht sogar ganze Horden Entspannungswilliger in überteuerten “Silent-hiking-Funktionsklamotten” mit Vergißmeinnicht-Aufdruck schweigend durch die Wälder stapfen und in die Botanik glotzen, angeführt von achtsamen Stille-Gurus in Leinenhosen und kernigen Waldwegescouts.

Am Ende des Weges glitzert mein Auto in der Sonne, Heidi Herrlich hüpft nochmal fix in die Wied, meine Körper- und Hirnzellen geben standing ovations und sind wieder ein bisschen bereiter für das tägliche Umweltkarussell.
Stille ist der neue Punk.
Echt jetzt.

R3 – Rund um Roßbach mit Hund

Der knapp 9 km lange Rundkurs ist optimal für eine kleine Wanderung mit einem gesunden, fitten Hundetier und überall gut zu begehen. Der Weg ist allerdings “arm an Bächlein” – zu Beginn des Marsches kann der Hund in der Wied und nach knapp 1,5 km nochmal in einem Bach süffeln. Danach kommt keine plätschernde Hundebar mehr, deswegen sollte man unbedingt Wasser für den Pelzfreund mitnehmen.


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