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Power to the people! – Akkutausch beim Forerunner 305

garminaSo gerne ich die Geräte von Garmin auch nutze und mag, so genervt bin ich inzwischen von der leider recht kurzen Lebensdauer dieser elektronischen Outdoor-Begleiter. Vermutlich kennt mittlerweile jeder Forerunnerbesitzer das (ganz und gar nicht unerklärliche) Phänomen, dass die Garminskys oft ganz kurz nach Ablauf der Garantiezeit wie von Zauberhand die Flügel strecken und der Akku schlappmacht. Tauschen kann man die Biester nicht, da sie fest im Gehäuse verbastelt und wie in einem Tresor verriegelt und verrammelt sind.

Wenn man seinen kleinen GPS-Freund dann beim Kundendienst einschickt, kommt meist post- bzw. mailwendend die Antwort: “Reparatur/Akkutausch nicht mehr wirtschaftlich, Gerät zu alt, blablabla..bieten Ihnen aber gerne aus Kulanz das Nachfolgegerät zum Sonderpreis an”. Dieser megamässige Supersonderpreis liegt meist um die 80 Taler und ist natürlich wirklich ein Bomben-Schnäppchen – trotzdem ist es nervig, weil man durch diese Verkettung auf ewig an der Garmin-Nadel  hängen bleibt. Denn für 80 Schlappen bekommt man ja nun leider kein Neugerät einer anderen Marke- und so beisse ich (und zahlreiche Lauf- und Wanderkumpels) seit Jahren immer wieder in den Garmin-Apfel. Zumeist zähneknirschend.

Tja, nun war es dann bei mir mal wieder soweit – seit dem Spätsommer ging meiner 305er-Forerunnerin nach maximal 4 Stunden der Akkusaft aus (was so manch’ beschauliche Wanderung auf unbekanntem Terrain mehrfach zu einem Speed-Hiking-Event gemacht hat) und seit ein paar Wochen reichte eine volle Akkuladung gerade mal für 15-20 Minuten. Da es mich mittlerweile maximal anfuckt, dass ein ansonsten absolut intaktes Gerät nur wegen eines schwächelnden Akkus als Elektroschrott enden soll, habe ich unter wütendem Absingen von “Das muss doch auch anders gehen!”-Tiraden das Netz durchkämmt und bin auf der Seite Akku-wechsel.de gelandet. Diese Firma mit Sitz in Good-Old-Berlin bietet den Austausch von fest verbauten Akkus in ihrer hauseigenen Werkstatt an.

Jawollska! Das will ich!

Das Prozedere ist einfach – den gewünschten Akku auswählen, mit der Option “Mit Akku-Wechsel in unserer Werkstatt” (für insgesamt € 39,95) kaufen, bezahlen und das Gerät mit Angabe der Auftragsnummer auf die Reise in die Hauptstadt schicken.

Zugegebenermaßen war mir ein wenig bänglich zumute, mein kleines Garminchen so ganz alleine in die große weite Welt zu jagen, aber wenn das Gerät eh schon untauglich ist, hat man ja im Grunde nix zu verlieren. Und horrido! – nur 3 Tage später hatte ich Forerunnerin wieder in den Händen, unversehrt an Körper und Seele und mit funkelnagelneuem Akku.

Da ich ja momentan nicht so richtig ultramässig unterwegs bin, wurde die Akkuleistung zuerst einer Trockenübung in Form von “Einschalten und auf dem Schreibtisch-Liegenlassen” unterzogen – und nach über 12 Stunden hatte die Forerunnerin immer noch Saft und Kraft und hüstelte erst eine ganze Weile später “Batterie schwach.”
Fazit: Die Sache läuft.
“Nachfolgegerät-zum-Sonderpreis” – am Arsch!

Weiterer charmanter Pluspunkt – das Gerät kam in exakt der gleichen Verpackung wieder bei mir an, in der es auf die Reise gegangen ist – inkl. Stopfpapier. Mehrweg befürworte ich ja sehr. Da lacht der Ökomohr.

Danke nach Berlin. Aber echt jetzt mal.

Wer noch mehr Zeit und Geld sparen will und über ein wenig handwerkliches Geschick und Mut verfügt, kann sich auch selbst an den Akkutausch machen. Der Herr Pulsmesser hat’s vorgemacht – HIER geht’s zur Anleitung!

(Foto: http://www.readermemo.com/2011/07/garmin-forerunner-305.html)


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