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Kürbis-Nuss-Muffins

kuerbnisnussmuffinsEigentlich war dieses Rezept ja für die Weihnachtsbäckerei angedacht, aber uneigentlich passen Kürbis und Nüsse viel besser zu Halloween – also gibt es die Muffins eben schon jetzt und alle sind satt und glücklich.

Hinter “Frau Becker” versteckt sich meine Freundin Julia alias “die schöne Beckerin”, die im Gegensatz zu mir mit diesen überteuerten High-Tech-Firlefanz wie Thermomix & Co. nix anfangen kann. Überall wo es möglich ist, setzt Frau Becker stattdessen auf schnickschnackfreie Handarbeit.

Genug geschwafelt, los geht das. Ho!-Ho!-Ho…ähm, Blödsinn, falsches Fest. Happy Halloween! Genau.

Kürbis-Nuss-Muffins
Kürbis, Haselnüsse und Muskat klingen auch Anhieb nicht nach der perfekten Zutat für süßes Backwerk, aber in diesen Muffins macht die Kombination eine ziemlich gute Herbstfigur. Bekennende Süßschnäbel sollten ein wenig mehr Zucker verwenden, die Menge im Rezept sorgt eher für eine dezente Süße (die uns aber genauso wie sie ist sehr gut geschmeckt hat.)

Zutaten:
300g Dinkel-Vollkornmehl
130g Rohrzucker
1 EL Sojamehl (ca. 10g)
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
½ TL Muskat
260g Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch nach Gusto)
60g geschmacksneutrales Pflanzenöl

200g Hokkaido-Kürbis
80g Haselnüsse

Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

So machen’s Frau Mohr & Herr Thermomix:
Kürbis in den Mixtopf geben, 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern und beiseite stellen, dann genauso mit den Haselnüssen verfahren.
Die trockenen Zutaten zuerst in den Mixtopf geben, dann Sojamilch und Öl zugießen und dem Ganzen eine Freifahrt über 20 Sekunden bei Stufe 5 spendieren. Kürbis und Nüsse zugeben und nochmal 5 Sekunden auf Stufe 5 vermischen.

So macht’s Frau Becker:
Ich mag ja Kürbis schälen überhaupt nicht (Unautorisierte Anm. von Frau Mohr: „Musste doch auch gar nicht, ist doch’n Hokkaido. Mensch!“) und habe ihn der Faulheit halber nur grob zerteilt und dann gehäckselt (mit meinem „Multiboy“*). Die Nüsse grob hacken. Die trockenen Zutaten vermischen, dann Öl und Milch hinzugeben (Anstatt Sojamehl nehme ich gerne Apfelmus, dann wird der Teig noch etwas knatschiger). Nun alles gut miteinander vermischen.

Und so geht’s danach für beide weiter:
Den Teig in Muffinförmchen füllen und ca. 25 Minuten backen.
Die Backzeit kann je nach Ofen variieren, also im Zweifelsfall bitte lieber auf die Stäbchenprobe und nicht auf unsere Angaben verlassen.
Die Menge ergibt 16 Muffins.

Über das leckerste Beauty-Programm für die Muffins waren wir uns ein wenig uneinig – Frau Mohr mochte ein schokoladiges Topping mit Zartbitterkuvertüre am liebsten, die schöne Beckerin ist kein Riesenfan von Bitterschokolade und fand ein Mützchen aus Puderzucker und Zitronensaft besser.


kuerbUnd da der gemeine Hokkaidokürbis an sich ja meistens deutlich mehr wiegt als 200 Gramm, hat man nach der Verbackung in diesen Muffins vermutlich noch mindestens einen 3/4-Kürbis übrig. Wir haben den Rest in einem Gewürzsud eingekocht.

Wenn man lange genug durchhält und ihn nicht schon früher auffuttert, ist so ein Gläschen mit Gewürzkürbis ein nettes kleines Weihnachtsgeschenk für liebe Menschen. Auch als Beilage zu Kartoffelgerichten sorgt der Kürbis für das nötige weihnachtliche Flair.

Kürbis im Gewürzsud
1 kg Hokkaido-Kürbis, in Würfel geschnitten
300g Rohrohrzucker
4 Stangen Zitronengras
3-4 Sternanis
20 ml Essig-Essenz

Kürbiswürfel, Zucker und Gewürze in einem Topf (hier hat selbst Frau „Thermomix-über-alles-Mohr“ einen gewöhnlichen Kochpott vorgezogen) mit 1 Liter Wasser aufkochen, den Essig dazugeben und in ausgespülte Schraub- oder Weckgläser geben (Darauf achten, das in jedem Glas die gleiche Menge Zitronengras und Anis landet.) Mit dem Sud aufgießen (bis ca. 2 cm unter den Rand) und verschließen.

Einen Bräter ca. 2-3 cm hoch mit Wasser füllen und im Backofen bei 180 Grad so lange erhitzen, bis der Sud in den Gläsern zu perlen beginnt. Backofen ausschalten und 30 Minuten ziehen lassen. Danach die Gläser aus dem Wasser nehmen, auf ein Geschirrtuch stellen und auskühlen lassen. Die Menge füllt 4 Gläser á 400 ml

*) Der “Multiboy” ist ein Lebensmittelzerkleinerer aus DDR-Zeiten. Das westdeutsche Pendant wäre dann wohl die gute Moulinette oder das Häckselmesser einer Küchenmaschine – eben alles, mit dem man Gemüse raspeln kann.


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