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Ironwoman-Linsensalat

Mittlerweile sollte es zwar eigentlich auch bis zu den letzten Bänken im Ernährungsklassenzimmer durchgedrungen sein, dass “pflanzliche Ernährung” nicht zwangsläufig “dramatischer Eisenmangel” bedeutet – dennoch bekommen diverse Mitmenschen immer noch ein nervöses Flackern in den Augen, wenn sie hören, dass ich nix vom Tier esse. “Aber EISEN! Wie bekommst du denn dein EISEN?!”

Naja, watt soll ich sagen….aus einem leckeren Linsensalat zum Beispiel. 100 Gramm getrocknete Linsen enthalten etwa 7,5 mg Eisen, im Vergleich dazu guckt z.B. Rinderfilet mit ca. 2,3 mg Eisen doch eher sparsam aus der Mineralstoffwäsche.
Um die Verwertbarkeit von pflanzlichem Eisen zu erhöhen, sollte man möglichst immer irgendwas Vitamin-C-haltiges dazu futtern, dann kann der Körper das gute Zeug besser aufnehmen. Beim Linsensalat spielt der Zitronensaft hier also Transporthelfer. dazu noch Petersilie und rote Paprika und schon darf man mich “eiserne Lady” nennen.
Wenn man möchte.

Dieser Linsensalat ist flott gemacht (wenn man zufällig schon einen Pott gekochter Linsen im Kühlschrank stehen hat), hält sich kaltgestellt ein paar Tage und ist gut mit Feldsalat und/oder Kartoffeln kombinierbar. und eignet sich sicherlich auch als Beilage für Grillparties, sollte irgendwann mal wieder ein Sommer kommen. Optisch ist der Salat zwar (wie so ziemlich alles, was mit Linsen zu tun hat) nicht unbedingt die Augenweide schlechthin, aber gerade in diesem Fall kommt es ja nun wirklich auf die inneren Werte an.

ZUTATEN

600 g gekochte braune Linsen
(je nach Sorte ca. 250 gr. getrocknete Linsen, nach Packungsanweisung nicht zu weich gekocht)
2 EL Tomatenmark
3 EL Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
1 Frühlingszwiebel
1 Bund glatte Petersilie
2 rote Spitzpaprika
50 g Walnusskerne
50 g Sonnenblumenkerne

Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Chilipulver

ZUBEREITUNG

Tomatenmark, Öl und Zitrone glattrühren und mit den Linsen vermischen. Frühlingszwiebel, Walnüsse und Petersilie hacken, Paprika würfeln und zusammen mit den Sonnenblumenkernen unter die Linsen rühren. Reichlich mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen und lecker finden.

UND WAS IST MIT’N TERRORMIX?

Zum Linsenkochen eignet sich der Wunderkessel ganz hervorragend – dazu ca. 250 g Linsen ins Garbörbchen geben, 1300 g Wasser zugeben und je nach Linsensorte 30-40 Minuten bei 100 Grad auf Stufe 2 garkochen. Zwischendurch ruhig ein- oder zweimal umrühren.

UND WEITER GEHT’S!

Für die weitere Zubereitung lasse ich den Terrormix allerdings außen vor, weil ich Paprika, Zwiebeln und Petersilie lieber mit dem Messer schneide.

Man könnte wohl, wenn es den unbedingt der TM sein muss, Paprika und Frühlingszwiebel in Stücke schneiden und zusammen mit dem Öl, dem Tomatenmark, dem Zitronensaft und den Gewürzen in den Mixtopf werfen und ca. 2-3 Minuten im Teigmodus (das ergibt zumindest recht gleichmäßige Stücke) vermixen. Wer mag, kann auch gleich die Sonnenblumenkerne und Walnüsse dazugeben.  Wenn alles zerkleinert und vermixt ist, werden die Linsen untergerührt (das aber wirklich besser von Hand, damit nix vermanscht.)

Allerdings ist diese Zubereitungsform noch unerprobt. Sollte aber funktionieren.

Und wenn man dann irgendwann keine Linsen mehr sehen kann, kann man einen ähnlichen Salat aus Hirse zusammenbasteln – hier nehme ich allerdings nur 500 gr. (gekochte Hirse), lasse Walnüsse und Sonnenblumekerne weg und mische noch ein Glas Kichererbsen dazu. Volle Eisenkraft voraus!

(P.S. – Ich bin natürlich kein Wissenschaftler, Arzt oder geschweige denn Ernährungsberater, …Infos zum tatsächlichen Eisenbedarf eines Menschen sowie entsprechende Studien und Meinungen zu reinem Pflanzenfutter gibt’s im Netz zuhauf. Bei mir gibt’s bloss Rezepte und einen vollen Teller, sonst nix).


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Erdnussgemüse

Wenn der Inhalt der Kochpötte in der hauseigenen Küche allzu gemüselastig ist, rümpft der Herr des Hauses öfter mal pikiert die Nase und nuschelt sowas wie “Damachischmirlieberpizza!” – grundsätzlich kein Problem, ich bin schließlich überaus großherzig und erlaube jedem huldvoll, das zu essen was er will. Aber zumindest hin und wieder finde ich es doch ganz gemütlich, wenn unser beider Teller mit den gleichen Speisen beladen sind und das funktioniert eigentlich immer mit schnöden “Nudeln mit Soße” (die gehen immer) oder wenn man der Pflanzenkost durch Nusskontamination ihren Schrecken nimmt. Denn Nüsse mag der Herzmann noch lieber als Nudeln, damit lässt sich sogar “Iiiiih!”-Gemüse ertragen.

Die Zubereitung einer fixen Erdnussgemüsepfanne ist so simpel, dass es dazu eigentlich weder Rezept noch Anleitung braucht, trotzdem:

Zutaten

2 kleine Zucchini
2 mittelgroße Möhren
2 rote Spitzpaprika
1 Eßl. Kokosöl
Salz, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Curry
geröstete Erdnüsse (ca. 70 gr. wenn man Nüsse ganz ok findet und ca. 100 gr. wenn man total drauf abfährt)

Und los geht’s!

Das Gemüse putzen, die Möhren schälen und alles nach Gusto in Stifte, Scheiben oder Herzform schneiden. Das Kokosöl im Wok oder eine Pfanne mit höherem Rand erhitzen, zuerst die Möhren anbraten und ein klitzekleines bißchen schmurgeln, dann das restl. Gemüse zugeben und so lange unter Rühren braten, bis es bissfest-gar ist. Mit Salz, Cayennepfeffer (gerne reichlich, wenn man’s scharf mag), Kreuzkümmel und Curry abschmecken, die Erdnüsse zugeben, unterrühren, einen klitzekleines Augenblick mit erhitzen lassen und fertig.

Dazu passt und schmeckt Couscous:

160 gr. Couscous
260 ml. kochendes Wasser
1 halber Teel. Salz
1 Prise Zimt
etwas Öl nach Geschmack

Den/das Couscous mit Salz und Zimt in einem Topf verrühren, mit dem kochendenWasser übergießen und zugedeckt ca. 7-8 Minuten ziehen lassen, danach mit einer Gabel auflockern, ein wenig Öl zugeben und nochmal kurz auf dem Herd erhitzen.

Ebenfalls – fertig.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass man mit lecker Nüsschen auch gemüseverschmähenden Kindern die gesunde Pflanzenkost schmackhaft machen könnte – aber bei mir als kinderloser Hundekatzen-Lady kann halt nur der hauseigene Kerl als Versuchsobjekt herhalten.
Und bei dem klappt’s.

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Herbstkraut – Sauerkrauttopf mit Gemüse

“Wer im Sommer Kappes klaut,
hat im Winter Sauerkraut.”

Dieser rheinischen Weisheit ist nix mehr hinzuzufügen. Man kann das Sauerkraut aber auch alternativ in Hofläden und Supermärkten legal erwerben.

Nachdem ich nun 3 Tage lang den Kalender zugehangen und mir den ganzen Tag im Jetzt-erst-recht-T-Shirt beinahe die Arme abgefroren habe, schaue ich ab sofort tapfer der Wahrheit ins grinsende Antlitz – es ist Herbst. Zeit für heiße, kräftige Gerichte wie dieses bunte Sauerkrautgewühle in Herbstlaubhaufen-Optik.

Zutaten

1 große Zwiebel
Olivenöl
1 EL Tomatenmark
500 g Sauerkraut
1 rote Paprika, 1 gelbe Paprika
1 Zucchini
1 TL Salz
1 TL Curry
1 TL Chilipulver oder Pul Biber *)
3/4 TL Kümmel
100 ml Pflanzensahne (Hafer, Soja, Reis, Dinkel…was auch immer gerade verfügbar ist)

*) wer’s nicht so scharf mag, nimmt ‘nen halben – wer’s hingegen NOCH schärfer mag, kann eine halbe bis ganze rote Peperoni zugeben

Und los geht’s!

Die Zwiebel würfeln und in Olivenöl andünsten – wenn der Blick der Zwiebeln glasig wird, kommt 1 Eßl. Tomatenmark dazu und wird fröhlich untergerührt. Das Sauerkraut (ggf. mit scharfem Messer kleinhacken, wenn man keine langen Krautfäden mag) dazu geben und kurz brutzeln lassen, die Gewürze zugeben und ca. 10 Minuten dünsten/köcheln. Paprika und Zucchini würfeln und zu dem Kraut geben, noch ca. 10-15 Minuten brutzeln, dann die Pflanzensahne unterrühren und servieren.

Passt zu Nudeln, Reis, Kartoffelpüree und Backkartoffeln oder – ganz hip – wie auf dem Foto mit Quinoa. Das Kraut lässt sich mehrfach aufwärmen und auch (vor dem mehrfachen Aufwärmen, natürlich) prima einfrieren und – macht warm im Bauch. Wichtig für die kalte Jahreszeit ist natürlich auch das enthaltene Vitamin C, das kann man ja immer brauchen.

Dazu schmeckt warmer Ingwertee und ein Schuss Herbstmelancholie.

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