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[mohrkochen] Quinoa-Kickstarter

Das Quinoa eine unschlagbar grandiose Eiweißbombe ist, alle neun essentiellen Aminosäuren enthält, zudem noch jede Menge Mineralien im Gepäck hat und deswegen gerade bei vollwertig-pflanzlich-futternden Sportlern hoch im Kurs steht, hat sich vermutlich inzwischen bis zu den hinterletzten Kochpötten herumgesprochen. (Falls nicht – Herr Google hilft gerne bei der Aufklärung)

Das sog.”Gold der Inkas” ist lecker, nährstoffreich und dank der Wunderkörnchen kann man die nervige UndtäglichgrüsstdasOmnitier- Frage “Und woher bekommst Du Deine PROTEINE?” immer höflich lächend mit “Aus’n Quinoa, Du STIESEPIMPEL!” beantworten.

In herzhafter Begleitung wie z.B. in Currys oder als Beilage zu Gemüsegerichten ist Quinoa zwar sehr lecker, aber auch als süßes Frühstück machen die Körnchen eine gute Figur. Mein Winterfavorit ist der hier näher beschriebene Quinoa-Kickstarter mit Äpfeln, Ingwer und Mandeln, der sich super im Voraus für mehrere Tage vorbereiten lässt – was meinem Faultier-Naturell sehr entgegenkommt. Wer die Creme direkt als Dessert servieren möchte, kann sich natürlich die nachfolgenden beschriebene Umparkerei in Schüsseln und Lagerung im Kühlschrank schenken – derjenige kann die fertige Quinoacreme direkt in 4 Gläser füllen, mit Kompott bedecken und draufloslos nach-tischen.

Die Zubereitung mit den vielen Arbeitsschritten liest sich komplizierter, als sie ist – und ist das leckere Geschmackserlebnis allemal wert. Der süße Quinoabrei in Kombi mit dem leicht scharf-fruchtigen Kompott und den knackigen, gerösteten Mandeln ist eine tolle Geschmacks-Kirmes und zudem noch bombig-gesund.Quinoakickstarter

 

1. Streich – Quinoacreme mit Trockenfrüchten
250 g  Quinoa
3 Datteln (Medjool) oder 4 Datteln von einer kleineren Sorte
60 gr. Rosinen
1 Prise Salz
100 ml. Wasser
300-400 g Sojajoghurt natur
300 ml. Pflanzenmilch (nach Wahl, ich nehme meistens selbstgemachte Cashewmilch)

Zubereitung im Terrormix:
Datteln und Rosinen in den Mixtopf geben und 8 Sekunden auf Stufe 6 zerschreddern und umfüllen.

Die Quinoakörner in den Mixtopf geben und mit kochendem Wasser übergießen. Ein paar Minuten stehen lassen, umrühren und das Wasser abgießen (damit werden die Bitterstoffe von der Schale entfernt). Das Abgießen klappt super durch ein feines Spritzschutzsieb.

Wasser zugeben und 10 Minuten bei 100 Grad auf Stufe 1 im Linkslauf köcheln, dann die Pflanzenmilch zugeben und noch eine Freifahrt von ca. 9 Minuten auf 98 Grad auf Stufe 2 im Linkslauf spendieren. (Beim ersten Versuch in der Thermotrulla ist mir das Quinoa bei 10 Minuten/100 Grad/Stufe 1 ganz leicht angebrannt – aber mit ein bisschen weniger Hitze und mehr Rühren klappt’s.)

Joghurt einrühren, die Quinoacreme in eine verschließbare Schüssel umlagern und kühl stellen.

Zubereitung im Handbetrieb:
Datteln und Rosinen mit einem Lebensmittelzerkleinerer nach Wahl (Moulinette o.ä.) oder einem Messer von Hand fein hacken.
Die Quinoakörner in einen Topf geben und gründlichen waschen (wie das am besten geht – siehe Zubereitung im Terrormix), dann 100 ml Wasser zugeben und auf kleiner Flamme eine Weile köcheln. Wenn die Körner das Wasser komplett aufgesaugt haben, gibt man die feingehackten Datteln, Rosinen, Salz und die Pflanzenmilch dazu und lässt das Ganze solange auf niedriger Flamme vor sich hin blubbern, bis die Flüssigkeit verschwunden und die Körnchen weich sind. Mit einer Gabel ein wenig auflockern und ausdampfen lassen. Den Joghurt unterrühren (die Konsistenz sollte irgendwo bei “cremigem Milchreis” liegen.) und das Ganze in eine Schüssel umparken.

2. Streich – Apfel-Ingwer-Kompott
4 mittelgrosse Äpfel (ca. 520 gr. ungeschält gewogen)
70 gr. Ingwer (ungeschält gewogen)
50 ml. Zitronensaft
80-100 gr. Apfel- oder Agavendicksaft (ich nehme mittlerweile am liebsten Apfeldicksaft – kommt aus Deutschland und ist im Bioladen in Glasflaschen erhältlich. Klarer Plus gegenüber seines weit gereisten Agavenbruders, der zudem meistens in Plastik-Squeezern verkauft wird)
1/2 Teel. Bourbonvanillepulver (optional)

Gleich vorweg: Man sollte Ingwer wirklich gerne mögen, denn dieses Kompott schmeckt so richtig dolle nach der tollen Knolle. Wer sich unsicher ist, ob’s ihm schmecken könnte, nimmt lieber erstmal ein bißchen weniger. Nachdem alle Unklarheiten beseitigt sind, geht’s dann auch mal los hier!

Zubereitung im Terrormix:
Ingwer schälen, in den Mixtopf geben und 3 Sekunden auf Stufe 7 kleinhäckselnn. Äpfel vierteln und zum Ingwer geben (meine Äppel sind Bio und dürfen deshalb ungeschält in den Pott), Dicksaft und Zitronensaft zugeben und 10 Minuten auf Stufe 1 (Linkslauf, wer mag) bei 90 Grad zu einem stückigen Kompott köcheln. Zum Schluß das Vanillepulver unterrühren und das fertige Kompott in eine verschließbare Schüssel umlagern.

Zubereitung im Handbetrieb:
Äpfel vom Kerngehäuse befreien und in kleine Würfel schneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Dann alles zusammen mit dem Zitronensaft und Süßungs-Dicksaft in einen Topf geben und auf kleiner Flamme so lange vor sich hin kochen lassen, bis Äpfel und Ingwer weich sind und der Topfinhalt einen kompottähnlichen Zustand erreicht hat. Das Vanillepulver unterrühren und abkühlen lassen.

Das Kompott schmeckt zumindest mir auch grandios zu Vanille-Eis..aber man sollte Ingwer wirklich mögen. Wie gesagt.

Topping
100 gr. Mandeln

Als mehr oder weniger 3. Amtshandlung werden nun die Mandeln gehackt (ob in der Terrortrulla oder von Hand) und in einer Pfanne ohne Fett geröstet.

Und da nun alle Bauteile für ein leckeres Frühstück fertig sind, geht’s dann auch mal endlich los:
Für eine Frühstücksportion füllt man nun ein Glas oder ein Schälchen mit Quinoacreme, gibt  1-2 Löffel Apfelingwerkompott on top und bestreut das Ganze noch mit 1-2 EL der gerösteten Mandeln – und schon kann man eiweiß- und nährstoffreich und vor allem lecker in den Tag starten.

Die o.g. Menge reicht mir bei mir für genau 4 Frühstücksmähler und ist somit, sonntags zubereitet, die perfekte kulinarische Vorbereitung für die Arbeitswoche (richtig gezählt, da freitags bei mir immer FREItag ist, brauche ich nur 4 Bürofrühstücke bis zum Wochenende. Und alle so “Yeah!”)


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Quinoa-Bananencurry

Das Quinoa eine unschlagbar grandiose Eiweißbombe ist, alle neun essentiellen Aminosäuren enthält, zudem noch jede Menge Mineralien im Gepäck hat und deswegen gerade bei vollwertig-pflanzlich-futternden Sportlern hoch im Kurs steht, hat sich vermutlich inzwischen bis zu den hinterletzten Kochpötten herumgesprochen. Das sog.”Gold der Inkas” ist lecker, nährstoffreich, leicht bekömmlich und als herzhaftes Curry mit Ananas, Möhren und Bananen zubereitet ein ziemlich köstliches Kraftfutter.

Inzwischen gibt es Quinoa sogar aus deutschem Anbau, da lacht das Heimatküchen-Herz. Die deutschen Körnchen sind zwar (noch) recht teuer, aber irgendwo fängt’s ja immer an.

Zutaten

ca. 30 g Ingwer (geschält)
1 große rote Zwiebel (rote Zwiebeln enthalten doppelt so viele Antioxidantien als andere Zwiebelsorten und sind zudem bekömmlicher)
400 g frische Ananas (geschält und ohne Strunk)
250 g Möhren (geschält)
250 g Quinoa
250 ml Gemüsebrühe
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
1 Eßl. Kokosöl (ca. 25 g), alternativ Sesam- oder Erdnussöl
Salz nach Gusto, ggf. Chiliflocken oder -pulver wenn man’s schärfer mag
1 Eßl. gelbe Currypaste, mild *)
4 große Bananen
(ggf. etwas Limettensaft, Kokosöl, Currypulver)

*) wer auf rein pflanzliche Ernährung Wert legt, sollte hier die Zutatenliste studieren, bei manchen Herstellern findet sich Ghee (geklärte Butter), Honig, Fischsauce oder Krabbenextrakt in den Pasten. Frei nach Peter Lustig: Klingt komisch, ist aber so

Zubereitung

Zuerst werden alle beteiligten Gemüse- und Obstsorten sorgsam entkleidet (geschält), danach werden Zwiebeln, Ingwer und Ananas in Würfel und die Möhren in Scheiben geschnitten. Dabei den Ingwer so klein wie möglich hacken, dicke Ingwerbrocken im Essen fallen nämlich meist geschmacklich eher unangenehm auf.

Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Ingwer darin leicht anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Dann Ananas und Möhren zugeben und kurz dünsten. Quinoa gründlich mit heissem Wasser waschen, mit in den Kochtopf geben und mit der Gemüsebrühe aufgiessen. Kurz aufblubbern lassen, dann die Kokosmilch unterrühren und das Ganze auf kleiner Flamme so lange vor sich hin köcheln lassen, bis das Quinoa weich, aber noch bissfest ist (dauert ca. 30 Minuten, zwischendurch ein paar Mal rumrühren, damit nix anbrennt). Salzen und die Currypaste grundlich unterrühren. Falls es zu schlotzig wird, mit Gemüsebrühe oder Kokosmilch verdünnen.

Wer keinen übermässigen Wert auf Optik und Gebackene-Bananen-Flavour legt, kann jetzt die Bananen schälen, in Scheiben schneiden, ins Curry unterrühren und kurz aufkochen lassen. Aber Vorsicht, die Bananen zerfallen ziemlich schnell und geben dem Ganzen einen optisch eher unschmeichelhaften Kinderdurchfall-Look.
Ich persönlich mag’s lieber, wenn die Bananen noch als solche erkennbar bleiben und ein bißchen angebraten werden, dafür die Bananen schälen, schneiden und mit etwas Limettensaft und Currypulver marinieren. In einer beschichten Pfanne 1 Teel. Kokosöl erhitzen, die Bananenschneiden darin braun anbraten und über das angerichtete Curry verteilen.

Die angegebene Menge ergibt 4 Portionen, das Quinoa-Curry schmeckt aber auch aufgewärmt sehr gut.

Tipp:
Wenn man das Curry aufwärmt, bekommen die Bananen eine ganz komische und nicht besonders leckere Konsistenz, irgendwie zäh und quietschig. Wenn man also im Vorfeld schon weiß, dass man auf Vorrat kocht, sollte man die Bananen immer frisch braten und dem aufgewärmten Curry untermischen.

Immer noch nicht satt?! Dann schau’ doch in den MOHRTOPF – das ist für jeden Hunger was dabei. Vegan und ohne Gedöns!


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