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Curry-Kokoskraut

“Wer im Sommer Kappes klaut, hat im Winter Sauerkraut”.
(Weisheit von Vater Mohr)


Sobald ich das Wort “Sauerkraut” höre, muss ich immer und sofort und um!-ge!-hend dieses unfassbar schlaue Sätzchen zitieren. Man möge es mir nachsehen. Jeder hat so seine psychotischen Zwangshandlungen.

(Das Rezept funktioniert aber auch ganz legal mit gekauftem Sauerkraut.)

Zugegeben, die Kombination „Sauerkraut + Kokosmilch“ klingt auf Anhieb vielleicht nicht unbedingt nach lukullischem Dreamteam, aber dieses simple Gericht ist aus diversen Gründen einen Versuch wert.

  • Es ist im Nullkommanix auf dem Herd und würde bei einem Wettbewerb in Sachen „Zubereitungszeit und -schwierigkeit“ garantiert auf dem Siegertreppchen landen.
  • Die beiden Zutaten „Sauerkraut“ und „Kokosmilch“ sind in ihrer eingetüteten bzw. -gedosten Form über ein Jahr haltbar und eignen sich daher großartig zur langfristigen Vorratsschrankbestückung . So hat mir das Kokoskraut schon des öfteren den Hintern bzw. Magen gerettet, wenn ich abends spät heimgekommen bin und keine Lust oder Zeit mehr hatte, um mich in lange Schlangen an den Supermarktkassen einzureihen.
  • Obwohl es im Grunde bloss ein Zwei-Komponenten-Dosenfutter ist, kommt das Kokoskraut doch mit ein paar Vitaminchen und Mineralstöffchen daher.
  • Und zu guter Letzt – es schmeckt! Also…mir zumindest.

Alleine die sparsame Zutatenliste dürfte jeden Minimalisten vor Begeisterung aufjauchzen lassen:

Zutaten:

1 Beutel Sauerkraut (500 gr.)
1 Dose Kokosmilch (400 gr.)
ca. 1 Teel. Salz + Curry, Cayennepfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Sauerkraut mit einem scharfen Messer fein hacken und in der Kokosmilch auf kleiner Flamme weichkochen. (In der Kochzeit kann die geschäftige Dame von Welt ja schon mal die Buntwäsche machen, E-Mails checken oder die Welt retten.) Mit Salz, Cayennepfeffer und Curry (hier nicht zu sparsam sein!) abschmecken und schon ist das fixe Abendessen schon auf dem Tisch. Bei mir gibt’s dazu am liebsten Vollkornbandnudeln, aber Kartoffeln, Reis oder Quinoa passen auch wunderbar.

Das Kraut hält sich im Kühlschrank einige Tage, lässt sich aber auch prima portionsweise einfrieren. Die o.g. Menge ergibt mit zusätzlicher Pasta-Beilage zwei Portionen.

Wer gerne noch etwas Frisches im Topf haben möchte, kann Bananenscheiben oder frische Ananasstückchen zugeben und kurz mitkochen. An der drögen, beigen Ton-in-Ton-Optik ändern diese Komponenten aber leider auch nix.

Immer noch nicht satt?! Dann schau’ doch in den MOHRTOPF – das ist für jeden Hunger was dabei. Vegan und ohne Gedöns!


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