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[mohrkochen] OMG – Oh my Giersch!

Bekanntermassen ist mein Hirn ja ein steter Quell sprudelnder Ideen und für gewöhnlich verbringe ich mit Begeisterung Stunde um Stunde am Schreibtisch, um alle Rezepte, Anekdoten und Gedanken in meinen PC zu hacken und in die Welt zu tröten. Zur Zeit sprudelt es zwar unvermindert im Hirnkasten, aber die Aufschreib- und In-Die-Welt-Tröt-Motivation lässt zu wünschen übrig. Genauer gesagt: Meine Schreiblust tendiert gen Null. Aber – wie der Rheinländer sagt – “Datt hätt me enns!” und vermutlich ist auch auf dieser Phase ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt.

Aber weil ich gerade im Wald frischgrünen Jung-Giersch entdeckt habe, recycle ich einfach mal einen “alten” Text aus einem Mohrbrief-Newsletter aus Mai 2015. Der gute Giersch kann ein wenig Imagepflege ganz sicher gebrauchen.

GierschDen meisten Hobbygärtnern ist Giersch eher als die “wuchernde Pest mit Wurzeln bis zum Erdkern” bekannt und hat garantiert einen Spitzenplatz auf der Top-Ten des am meisten gehassten Unkrauts. Aber man kann diesem Kraut deutlich eleganter den Garaus machen als durch stoisches Ausrupfen – man kann es nämlich einfach aus seinem Garten wegfressen und sich damit selbst noch was richtig Gutes tun.

Eigentlich ist der arme grüne Giersch nämlich völlig zu Unrecht als lästiges Unkraut verschrien und sollte vielmehr als Heilkraut gepriesen werden. Die grünen Blätter enthalten 4x soviel Vitamin C wie Zitronen und sind besonders reich an Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Bor, Kupfer, Mangan, Titan und Kieselsäure (genau – Kieselsäure. Ich sach’ nur “Bindegewebe”, meine Damen!)

Die jungen hellgrünen Blätter sind noch recht zart und können einem Wildkräutersalat beigemischt werden, ältere Blätter schmecken herber und sind auch etwas zäher. Man kann sie wie Spinat kochen oder in Suppen, Soßen – und Pesti, Pestanten (oder wie auch immer die Mehrzahl von “Pesto” lautet) werfen. Bei mir landet der gute Giersch (wie wir das gesunde Kraut bitteschön fortan nennen möchten) allerdings aus Faulheit meistens im Smoothie, am liebsten mit süßen Früchten wie reifen Bananen, Birnen und Datteln und einem Stückchen Ingwer.

Volle Gierschkraft voraus!


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