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Zitronen-Brombeermuffins

Wenn man täglich mit dem Hundetier durchs Umland stromert, entdeckt man mitunter spannende Orte und Pfade, von deren Existenz man in der Prä-Hund-Ära nicht den Hauch einer Ahnung hatte. Das ein paar Schritte feldein neben meinem üblichen Spazierweg ganze Heerscharen üppig behangener Brombeersträucher auf ihre Entdecker warten, habe ich nur durch ein kurzes “Och, gehen wir doch heute mal daher” erfahren.

Seitdem pflücke ich jeden Morgen fleißig Beerenobst fürs Frühstück, während Heidi Herrlich die örtliche Kaninchenpopulation kartographiert. Ein leckeres und spannendes Win/Win also.

Das Rezept für diese leckeren Brombeermuffins ist im Grunde das gleiche wie für die Sauer-macht-lustig-Backwerke, allerdings habe ich diesmal das Sojamehl weggelassen (unnötiges Gedöns) und Dinkelmehl genommen. Und den Teig im Terrormix fabriziert. Der Rest bleibt beim alten.

Zutaten

270 g Dinkelmehl Typ 630
100 g Rohrohrzucker
10 g Weinsteinbackpulver

250 ml Pflanzenmilch nach Wahl (in diesem Fall habe ich Hafermilch verbacken)
75ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)
1 Fläschchen Zitronenaroma
eine gute, große Handvoll Brombeeren (ca. 100 g)

– ergibt 12 Muffins –

So geht’s im Terrormix

Die trockenen Zutaten in den Mixtopf geben und kurz auf Stufe 4 durchrühren. Dann Öl und Milch zugeben, 10 Sekunden auf Stufe 4 vermixen, Deckel öffnen und mit dem Spatel ggf. Mehl von den Wänden zum Messer schieben und nochmal 10 Sekunden auf Stufe 4 mixen.

So geht’s im Handbetrieb

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Zitronenaroma verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren.

Und so geht’s weiter

Den Backofen auf 180°C vorheizen (kann man natürlich auch direkt zu Beginn machen, aber ich brauche immer so lange fürs Teig-Einfüllen und Beeren-Drapieren, dass der Ofen immer schon heiß ist, bevor die Muffins backfertig sind.)

Den Teig auf 12 Muffinformen verteilen und die Beeren drauf- und reinsetzen. Selbstverständlich kann man sich diesen Arbeitschritt sparen und die Beeren gleich mit dem Teig verrühren, aber hier bin ich ein bisschen “monkig”…jeder Muffin soll am Ende die gleiche Anzahl Brombeeren enthalten. Wäre ja noch schöner, so ein Chaos.

Wenn alles zur Zufriedenheit arrangiert wurde, dürfen die Backwerke in spe in den Ofen wandern und dort ca. 25 Minuten bleiben (Stäbchenprobe, ahoi!)

Wenn sie dort wieder rauskommen, sofort aus der Backformen nehmen (die Papierförmchen bleiben natürlich dran) und auf einem Rost auskühlen lassen.

Wer mag, kann später noch Puderzucker mit ein wenig Fruchtsaft zu einem rosaroten Zuckerguß verrühren und die Muffins damit einpinseln. Mir schmecken diese fluffigen kleinen Törtchen aber auch mit schnödem Puderzucker allerbestens.

Die Muffins schmecken übrigens auch mit Himbeeren ganz köstlich. Allerdings müssen Heidi und ich wohl noch eine Weile durchs Umfeld stromern, Himbeerhecken habe ich nämlich bisher noch keine gefunden. Dafür aber Apfelbäume. Mohr to come. Da könnt ihr sicher sein.



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Kürbis-Nuss-Muffins

Kürbis, Haselnüsse und Muskat klingen auch Anhieb nicht nach der perfekten Zutat für süßes Backwerk, aber in diesen Muffins macht die Kombination eine ziemlich gute Herbst- und Winterfigur. Bekennende Süßschnäbel sollten ein wenig mehr Zucker verwenden, die Menge im Rezept sorgt eher für eine dezente Süße (die mir aber genauso wie sie ist sehr gut geschmeckt hat.)

Zutaten

300 g Dinkel-Vollkornmehl
130 g Rohrzucker
1 EL Speisestärke (ca. 10g)
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
½ TL Muskat
260 g Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch nach Gusto)
60 g geschmacksneutrales Pflanzenöl

200 g Hokkaido-Kürbis
80 g Haselnüsse

Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

So geht’s im Terrormix

Kürbis in den Mixtopf geben, 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern und beiseite stellen, dann genauso mit den Haselnüssen verfahren.
Die trockenen Zutaten zuerst in den Mixtopf geben, dann Sojamilch und Öl zugießen und dem Ganzen eine Freifahrt über 20 Sekunden bei Stufe 5 spendieren. Kürbis und Nüsse zugeben und nochmal 5 Sekunden auf Stufe 5 vermischen.

So geht’s im Handbetrieb

Den Kürbis zerteilen und in einem beliebigen ‘Foodprozessor’ (Vitamix, Moulinette, Küchenmaschine mit Hackmesser…was auch immer bei euch in der Küche steht) häckseln. Die Nüsse grob hacken. Die trockenen Zutaten vermischen, dann Öl und Milch hinzugeben. Nun alles gut miteinander vermischen.

Und so geht’s weiter!

Den Teig in Muffinförmchen füllen und ca. 25 Minuten backen.
Die Backzeit kann je nach Ofen variieren, also im Zweifelsfall bitte lieber auf die Stäbchenprobe und nicht auf unsere Angaben verlassen.
Die Menge ergibt 16 Muffins.

Über das leckerste Beauty-Programm für die Muffins bin ich mir mohr-intern noch einige – oft mag ich ein schokoladiges Topping mit Zartbitterkuvertüre, aber manchmal finde ich auch ein Mützchen aus Puderzucker und Zitronensaft besser.


Kürbis im Gewürzsud

kuerb

Und da der gemeine Hokkaidokürbis an sich ja meistens deutlich mehr wiegt als 200 Gramm, hat man nach der Verbackung in diesen Muffins vermutlich noch mindestens einen 3/4-Kürbis übrig, den man ganz wunderbar in einem Gewürzsud einkochen kann.

Der Kürbis ist ein ganz wunderbares Mitbringsel oder gar ‘Neujährchen‘ für nette Mitmenschen. Man kann ihn aber auch selbstverständlich ganz alleine aufessen, zum Beispiel als kalte Beilage zu Bratkartoffeln.

Zutaten

1 kg Hokkaido-Kürbis, in Würfel geschnitten
300g Rohrohrzucker
4 Stangen Zitronengras
3-4 Sternanis
20 ml Essig-Essenz

Kürbiswürfel, Zucker und Gewürze in einem Topf (hier hat selbst Frau „Thermomix-über-alles-Mohr“ einen gewöhnlichen Kochpott vorgezogen) mit 1 Liter Wasser aufkochen, den Essig dazugeben und in ausgespülte Schraub- oder Weckgläser geben (Darauf achten, das in jedem Glas die gleiche Menge Zitronengras und Anis landet.) Mit dem Sud aufgießen (bis ca. 2 cm unter den Rand) und verschließen.

Einen Bräter ca. 2-3 cm hoch mit Wasser füllen und im Backofen bei 180 Grad so lange erhitzen, bis der Sud in den Gläsern zu perlen beginnt. Backofen ausschalten und 30 Minuten ziehen lassen. Danach die Gläser aus dem Wasser nehmen, auf ein Geschirrtuch stellen und auskühlen lassen. Die Menge füllt 4 Gläser á 400 ml


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