Schlagwort-Archive: Vegan Grillen

[mohrkochen] Basilikum-Zitronenbutter

In der vergangenen Woche hat mir ein netter Fahrer meine allererste “Ökokiste” vom nahegelegenen Getrudenhof geliefert. Naja..um der Wahrheit Genüge zu tun: In Wirklichkeit habe ich den armen Mann hüpfend und kreischend im Hof erwartet und habe ihm die leckere Box beinahe aus den Händen jeroppt (rheinl. für “gerissen”) vor lauter Vorfreude. Aber er trug’s mit Fassung, und kommt hoffentlich trotzdem in dieser Woche wieder, um mir eine neue Box zu bringen.

(Diese Ökokiste ist übrigens ein toller Tipp für all’ meine Homies aus dem Neuwieder Umland. Man kann aus verschiedenen “Modellen” und Größen wählen, bekommt dann ein paar Tage vor Auslieferung einen Lieferschein mit dem zu erwartenden Inhalt und kann dann nach Herzenslust online aussortieren, was man nicht mag. Oder anderes Obst und Gemüse bequem ‘mit’m faulen Hintern auffe Couch’ dazubuchen. Und dann bekommt man an einem festen Tag der Woche sein frisch gepacktes Fresspaket bequem nach Hause geliefert.)

Neben anderem leckeren Gewächs fand sich in der Kiste fangfrisches Basilikum, von dem ich mir die ersten Blätter gleich pur in die Futterluke gestopft habe. Ein paar weitere Blätter durften in Streifen geschnitten über meine Linsenbolognese rieseln und der Rest…hmm…was mach’ ich mit dem Rest? Pesto ist zwar immer eine nette Idee, aber irgendwie stand mir der Sinn nach etwas Frischerem…Fruchtigerem….irgendwas mit Zitrone vielleicht? Also wurde fix Herr Google um Rat gefragt und sprach mir

Basilikum-Zitronenbutter

als Empfehlung aus. Und weil ich zufällig alle Zutraten im Haus hatte und “Salziges” mit Zitrone ohnehin sehr gerne mag, wurde auch gleich drauflosgemanscht.

 

 

Zutaten
150 g pflanzl. Butter nach Gusto (ich mag am liebsten Alsan-Biomargarine als Ersatz für kuhmilchhaltige Butter)
1 Bio-Zitrone
1 gute Handvoll Basilikum
1/2 TL Salz

Zuallererst wird die Zitrone nackig gemacht, dazu mit einem Sparschäler (oder einem speziellen “Zestenreißer”), die äußere Schale vorsichtig abfitzeln. Dabei nicht zuviel Druck ausüben, damit die weiße bittere Haut nicht mitabgeschält wird – wir brauchen (und mögen) nur das gelbe “Obergewand”. Dann wird das nackte Zitrönchen ausgepresst, wir brauchen 2 EL Saft für die Butter – wenn die Zitrone ergieber ist,  könnte man aus dem Rest des Saftes eine erfrischende Limonade machen.

Natürlich kann man die Butter hernach mit dem Terrormix zusammenrödeln – ich würde mal vermuten, dass man Zitronenschale und Basilikum in den Mixtopf werfen und das Ganze ungefähr 8 Sekunden auf Stufe 8 zerkleinern sollte. Danach käme die Margarine in Stücken, Zitronensaft und das Salz dazu und alles würde nochmal vielleicht 10 oder gar 20 Sekunden auf Stufe 5 vermischt, vermutlich mit Hilfe des Spatels.

Ich selbst habe aber Schale und Kräuter einfach bloß in den Zerkleinerer meines Stabmixers geworfen, weil der eh gerade mit blödem Gesicht auf der Arbeitsplatte herumstand. Das Ganze wurde einmal kräftig durchgerödelt, Margarine , Saft und Salz zugegeben und solange gemixt, bis alles gut zu einer halbwegs homogenen (ich mag’s lieber ein bisschen stückig) Creme verrührt war.

Die Butter kann man prima in Eiswürfelformen aus Silikon füllen und im Kühlschrank parken, dann hat man immer genau “eine Portion” griffbereit. Diese “eine Portion” kann man beispielsweise über dampfende Pasta geben und hat ruckzuck ein schlichtes, aromatisches Nudelgericht auf dem Teller. Auch zu Pellkartoffeln macht sich das Bütterchen sehr köstlich, und selbstverständlich ist es auch eine gute Begleiterin beim Grillen oder einfach “auffe Stulle jeschmiert”.

Und wer sich darüber echauffiert, dass das gute Zeug “Butter” heißt, obwohl doch nun überhaupt kein tierisches Streichfett enthalten ist und überhaupt diese ganzen veganen Begrifflichkeiten mal mindestens den Untergang der jetzigen Welt zur Folge haben werden, der…bekommt den Mund mit Tomatenbutter gestopft.
Auch ohne Tier.
Auch köstlich.


Du willst “mehr Mohr”? Dann melde dich zum Newsletter an – kost’ nix und ist jederzeit kündbar!