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[mohrbacken] Chilizungen – süße Schokokekse mit zartem WUMMS!

chilizungenChili-Zungen

“Höre zu, oder deine Zunge wird dich taub machen.”
(Indianische Weisheit)

Ja, ja, ich weiß – die Kombination Schokolade mit Chili ist echt mal „total Neunziger“ und voll out. Aber wenn’s schmeckt, ist aus meiner Sicht gegen Retro überhaupt nix einzuwenden. Und die Chili-Zungen sind wirklich teuflisch lecker und lassen auch außerhalb der Adventszeit den Gaumen freudig prickeln. Und gerade jetzt, wo es draußen spürbar frisch geworden ist, kann man sich durch dieses Backwerk ganz wunderbar von innen aufwärmen. Ist also auch noch total ökologisch, die Chilizüngelei.

Zutaten:
300 g Dinkelmehl Typ 630
70 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
1-2 TL Chiliflocken (schwaaach gehäuft)
1 EL Kakaopulver (ca. 10 g)
200 g Margarine

ggf. Zartbitterkuvertüre und Chiliflocken zum Anhübschen und Aufschärfen

So geht’s im Terrormix:
Mehl, Zucker, Kakao, Chiliflocken und Salz in den Mixtopf geben. Die Margarine in Stücke schneiden, zu den trockenen Zutaten geben und 25 Sekunden auf Stufe 4 durchrödeln lassen.

So geht’s im Handbetrieb:
Die Margarine mit dem Rohrohrzucker schaumig rühren. Salz, Kakaopulver und Chiliflocken zugeben und gut verrühren. Zuletzt das Mehl hinzugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten.

Und so geht’s danach weiter:
Den Teig zu Rollen formen (ca. 3 cm Durchmesser) und in den Kühlschrank sperren. Dort sollte er mindestens 2-3 Stunden Siesta halten, verträgt aber durchaus auch eine Ruhezeit von mehreren Tagen bis zum Backen. Merke: Je länger, desto mürber.

Den Backofen auf 180°C vorheizen, Backblech einfetten oder mit bevorzugtem Anti-Haft-Material auslegen.

Die Teigrollen in Scheiben schneiden (ca. 15-20 g), Teigstücke kurz “aufkneten” und zu länglichen Zungen formen. Aufs Backblech setzen, leicht flachdrücken und für ca. 12-15 Minuten in den Ofen schieben. Direkt nach dem Backen sind die Zungen noch sehr fragil und bröckeln leicht, also bitte erst ein bisschen abkühlen lassen, bevor ihr sie vom Blech nehmt.

Wenn die scharfen Zungen komplett ausgekühlt sind, kann man sich noch mit ein wenig Zartbitterküvertüre aufhübschen.

Eine Sache zur Schärfe:
Mit 2 TL Chiliflocken werden die Kekse schon ganz schön feurig, das ist nicht jedermanns Sache. Wer ein bisschen empfindlicher ist oder Scharfes nicht so gerne mag, gibt am besten nur 1 oder gar 1/2 Teel. Chiliflocken in den Teig. Man kann die Kekse auch vor dem Verzieren einen Tag ruhen lassen und dann das “Schärf-O-Meter” testen. Wem’s zu lasch ist, der kann die Zartbitterkuvertüre beim Verzieren noch mit ein paar Chiliflocken aufschärfen.

Tipp:
Nach Verarbeitung des Teiges, Kekseformen etc. immer gründlich Hände waschen. Nach getaner Arbeit mit Chilifingern die Kontaktlinsen rausnehmen ist nämlich keine richtig spaßige Angelegenheit. Natürlich hab’ ich davon nur davon gehört – selbst wäre ich natürlich nie!-mals! so schusselig. Hüstel.


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[mohrbacken] Kaffeebömbchen – leckere Kekse ratzfatz!

Meine Spähtrupps haben erste Spekulatius- und Lebkuchensichtungen in den Supermarktregal vermeldet – und auch wenn der ein oder andere das Gesicht verzieht und den Untergang aller guten Sitten und Gebräuche heraufbeschwört, freue ich mich riesig drüber. Bei Licht betrachtet ist ein Spekulatius doch einfach bloss’n Keks – und sein “frühzeitiger” Verzehr kein Symbol für den Verfall des Abendlandes. Also – lockerbleiben.

Wer es aber partout nicht über sich bringen kann, vor dem ersten Advent ein zimthaltiges Gebäck zu schnabulieren, dem sei dieses Rezept für leckere Kaffeekekse ans Herz gelegt – denn auch wenn es mal Teil eines Adventskalenders war, ist kein Zimt drin und nix weihnachtliches dran.

Bei der Adventsmohr-Backaktion habe ich mein Herz für Mürbteig entdeckt, gerade weil er im Terrormix sowas von flott gemacht ist und man ihn ganz wunderbar einfrieren kann. So sind die Kaffeebömbchen zum Beispiel auch ein tolles Mitbringsel für Spontanbesuche oder eine Wunderwaffe gegen akute sonntägliche Kekshungerattacken.

Über die „genau richtige“ Menge Kaffee gab es bei diesen Keksen unterschiedliche Meinungen – “Testbäcker” fanden die Bömbchen mit 5 TL Kaffeepulver ein wenig zu bitter und alles in allem „too much coffee“, Ich fand sie genau richtig und eine  andereTestkekserin merkte an, dass in den Keksen „ruhig noch ein bisschen mehr“ Mokkaflair sein könnte.

Wenn man es also gerne dezent mag, sollte man nur 3-4 TL verwenden, „Otto Normal-Coffeinjunkie“ nimmt 5 TL. Und wer von Kaffee absolut nicht genug bekommen kann, streut einfach beim Verzieren zusätzlich noch ein wenig Pulver über das Schokoladenhäubchen.Kaffeeboembchen1

Zutaten:
300 g Dinkelmehl Typ 630
70 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
5 TL löslicher Kaffee
200 g Margarine
ggf. Zartbitterkuvertüre und Kaffeepulver zum Aufhübschen

So geht’s im Terrormix:
Mehl, Zucker, Kaffeepulver und Salz in den Mixtopf geben. Die Margarine in Stücke schneiden, zu den trockenen Zutaten geben und 25 Sekunden auf Stufe 4 durchrödeln lassen.

So geht’s mit dem Handmixer:
Margarine und Zucker schaumig rühren, Salz und Kaffeepulver hinzugeben und nochmals gut verrühren. Zum Schluss das Mehl zugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.

Und so geht’s weiter:
Den Teig zu 2 Rollen formen und über Nacht abgedeckt im Kühlschrank schnarchen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen, Backblech einfetten oder mit bevorzugtem Anti-Haft-Material auslegen.

Die Teigrollen in Scheiben schneiden (ca. 18-20 g Teig), diese zu kleinen Kugeln formen und ein wenig flachdrücken.

Nun geht’s für ca. 15 Minuten in den Ofen. Die fertigen Kekse sind im heißen Zustand ziemlich brüchig – also erstmal ein wenig auskühlen lassen, bevor sie umgeparkt werden.

Wenn sie komplett kalt sind, werden sie noch mit Zartbitterkuvertüre überzogen. Ich hab’ dazu eine Handvoll Kuvertüre gehackt, in einen Gefrierbeutel gepackt und ihn so lange in heißes Wasser gestellt, bis die Schokolade geschmolzen ist (Gefrierbeutel vertragen bis 90°C). Danach habe ich  mit der Schere ein winziges Loch in die Beutel-Ecke geschnitten, die Kekse alle zusammen auf ein Rost gesetzt und in einem Rutsch mit Schokoladenfäden überzogen.
einwegspritzeHinterher habe ich dafür von meiner Öko-Freundin  eins hinter die Ohren bekommen, weil ich „schon wieder unnötigen Plastikmüll“ produziert habe.

Stattdessen könne man genauso gut (und besser) eine Einwegspritze benutzen, die kann man (auch wenn der Name anderes vermuten lässt) wiederverwenden und sogar in der Spülmaschine reinigen.

Na gut.


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