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Gefüllte Stollenstücke

Diese Ministollen sind eine köstliche Möglichkeit, um in der Vorratskammer aufzuräumen. Ich habe eine Füllung aus Mohn und Pflaumenmus gemacht, sie schmecken aber auch mit Marzipan gefüllt genauso wie mit Apfelstücken, Nüssen, Rosinen oder einer anderen Marmelade – ach, eigentlich kann man so ziemlich alles in den Teig einwickeln, was noch angebrochen rumsteht. Im Gegensatz zu „richtigem“ Stollen müssen diese kleinen Päckchen nicht erst noch tage- bis wochenlang ruhen, bis man sie genießen darf – sie schmecken sofort am nächsten Tag.

Zutaten:

Für die Stollenstücke

100 g Margarine (am besten Alsan)
70 g Bio-Rübenzucker (oder Rohrzucker, wenn man seinen Augenmerk nicht so auf heimische Produkte legt)
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
90 g Rosinen
2 EL Amaretto
150 g Soja“quark“ *)
300 g Mehl Typ 550
2 Teel. Weinsteinbackpulver
1 TL Christstollengewürz (oder Spekulatius- oder Lebkuchengewürz. Bloss nicht noch extra ein zusätzliches Tütchen kaufen, falls mein kein Christstollengewürz im Schrank hat!)

*) Dazu 1 großen Becher Sojajoghurt natur (500 g) über Nacht auf ein mit Küchentuch ausgeschlagenes Sieb geben und abtropfen lassen – so entsteht ein quarkähnliche Masse. Davon 150 g abnehmen – der Rest schmeckt im Müsli oder zu Obst.

Für die Mohnfüllung

100 g Mohn
1 EL Pflaumenmus
1 EL Bio-Rübenzucker (oder…ach, siehe oben…)
125 ml Sojamilch

So geht’s im Terrormix:

Margarine in Stücke schneiden, zusammen mit dem Zucker in den Mixtopf geben und 1 Minute / 37 Grad / Stufe 3,5 verrühren. Dann zuerst den Joghurt zugeben, dann Mehl, Backpulver, Gewürze, Rosinen und Amaretto zugeben und 2 Minuten im „Teigmodus“ zu einem geschmeidigen Teig verkneten lassen. Umfüllen und kurz im Kühlschrank parken.

Den Mohn in den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 8 mahlen. Und dann…hört, hört…in einen TOPF umfüllen und mit dem Zucker, Pflaumenmus und Sojamilch auf dem Herd langsam erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen.

Ich finde es nämlich nervig, hinterher den klebrigem Pamps aus den Messer des Mixtopfes rauszukratzen und außerdem kann ich dann parallel den Teig im Terrormix zubereiten, während die Mohnfüllung auf dem Herd steht.

Aber natürlich darf man die Füllung auch im Mixtopf machen – dann einfach Zucker, Pflaumenmus und Sojamilch zum Mohn geben und ca. 10-15 Minuten bei 100 °C auf Stufe 2 kochen. Der Zucker sollte komplett aufgelöst sein.

So geht’s im Handbetrieb:

Den Mohn zermörsern (oder – wer nicht mörsern möchte – gleich gemahlenen Mohn verwenden. Mehl, Zimt und Backpulver in einer Schüssel gut vermischen und zur Seite stellen.

Margarine und Zucker in einer Schüssel schaumig rühren, dann den Sojajoghurt zugeben und kurz aber gründlich unterrühren. .

Nach und nach Mehl und Backpulver beigeben, zum Schluss Rosinen und Amaretto beifügen und noch einmal gründlich durchrühren. Im Idealfall ist der Teig nun weich, aber nicht klebrig und lässt sich gut verarbeiten.

Und so geht’s weiter!

Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Den Teig möglichst gleichmäßig ca. 5 mm dick ausrollen. Mit einem scharfen Messer in Rechtecke (ca. 13 x 8 cm) schneiden. Die Rechtecke mit 1 TL Mohnfüllung bestreichen, dabei das untere Drittel freilassen. Die Teigstreifen vorsichtig zusammenrollen, die Enden festdrücken und aufs Backblech setzen. In den Backofen schieben und ca. 15 Minuten backen.

Wer möchte, kann die Stollenstücke mit zerlassener Margarine betreichen und mit Puderzucker bestreuen, oder alternativ aus Puderzucker, Wasser und einer Prise Zimt einen Zuckerguß anrühren und die Ministollen damit einstreichen.

Das Rezept ergibt 10 Stollenstücke.

[mohrbacken] Dominokuchen

Es ist ja immer wieder äußerst rührend, wenn mir jemand ganz begeistert eine tierfreie ‘Leckerei’ schenkt, die er ‘extra für mich’ aufgestöbert und besorgt hat. So auch eine Packung Dominosteine im letzten Jahr. Leider finde ich diese Dinger nur so mittel-lecker, auch wenn mich die Aufmerksamkeit natürlich sehr freut. Also habe ich die Dominosteine unauffällig in einem Kuchenteig versenkt und zum Adventskaffee serviert. Dann geht’s.

ZUTATEN

270 g Dinkelmehl Typ 630
100 g Rohrohrzucker
1 EL Speisestärke (10 g)
10 g Weinsteinbackpulver

250 ml Pflanzenmilch
75 ml geschmacksneutrales Öl

1 kleiner Apfel, möglichst eine feste, säuerliche Sorte (oder ‘ne Birne)
1 EL Kakao
1 TL Lebkuchengewürz *)
1 Packung Dominosteine
wer mag – Puderzucker oder Zartbitterkuvertüre zum Aufhübschen

*) Bitte nicht in Panik verfallen, wenn man gerade kein Lebkuchengewürz zur Hand hat – Spekulatius- oder Christstollengewürz tut genauso gute Dienste, oder einfach eine eigene Mischung aus Zimt, Kardamom und einem Hauch Muskat

SO GEHT’S IM TERRORMIX

Den Apfel vierteln (das Kerngehäuse kann man natürlich entfernen – Frau Faulpelz-Mohr lässt es aber drin. Wird eh zerhäckselt.) und in den Mixtopf geben. Danach zuerst die trockenen Zutaten zugeben, dann Sojamilch und Öl zugießen und 1,5 Minuten (1:30) im Teigmodus zu einem Teig verrühren…Quatsch! …natürlich verrühren LASSEN, wofür hat man denn sonst das teure Ding?

SO GEHT’S IM HANDBETRIEB

Den Apfel in eine Schüssel reiben,dann zuerst die trockenen Zutaten zugeben und kurz vermischen, danach die Pflanzenmilch zugeben und verquirlen, zum Schluß das Öl unterrühren.

UND SO GEHT’S WEITER

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.Eine 26 cm-Springform mit Folie auslegen, einfetten oder wie auch immer „anti-anbackig“ machen.

Die Hälfte des Teiges einfüllen, mit den Dominosteinen belegen und mit dem Rest Teigmasse bedecken (es dürfen ruhig noch ein paar Ecken oben rausgucken). Dann für ca. 50 Minuten in den Ofen schicken – wie immer ist die Stäbchenprobe Pflichtprogramm.

Wenn der Kuchen fertig ist, aus demOfen nehmen, auskühlen lassen und entweder mit Puderzucker bestäuben, mit Kuvertüre garnieren oder…einfach so lassen.

Insgesamt wird der Kuchen ein wenig „knätschig“ und nicht besonders fluffig.

Alternativ und außerhalb der Dominostein-Saison kann man die Dinger natürlich komplett weglassen oder irgendwelche anderen ungeliebten Süßigkeiten darin verstecken. Domino-Muffins sind natürlich auch ‘ne Alternative.


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[mohrbacken] Sirup-Frühstückskuchen

Wer die cellophanverpackten rechteckigen Frühstückskuchen aus dem Supermarkt mag, der wird auch ein Herz für dieses süßklebrige, würzige Backwerk haben. Konsistenz und Kruste sind zwar etwas anders als beim Industrie-Pendant, aber nicht minder lecker – und man weiß, was drin ist.

Beim Backen dachte ich mir ganz  kurz „Hey, der Kuchen ist ja sogar fettfrei!“ und war schon gewillt, das gute Stück in den gängigen Läufergruppen als „süßes Sportlerbrot“ anzupreisen – nur um den Kuchen dann nach kurzem Nachdenken und Blick auf die Zuckermenge fix wieder vom gesunden Vollwerkost-Pferd zu heben. Aber nun. Wir sind ja hier schließlich auch in der Weihnachtsbäckerei und nicht im Athleten-Camp.

Wer die Kandis-Knöpfchen aus dem letzten Rezept schon getestet hat, hat sicher noch ein paar Krümelkandis-Reste übrig, die hier den Sirupkuchen belagern dürfen. Alternativ tut’s aber auch schnöder Hagelzucker.

Zutaten:
150 g Zuckerrübensirup
100 g Rohrohrzucker
360 g Dinkelmehl Typ 630
10 g Weinsteinbackpulver

2 TL Gewürz (Gemisch aus Zimt, Kardamom, Koriander, Ingwer, Nelken…was man halt so gerade da hat)
1 Prise Salz
200 ml Hafermilch
2 TL Krümelkandis

Und los geht’s!
Backofen auf 160 Grad vorheizen, eine 25 cm Kastenform einfetten und mit Paniermehl oder gemahlenen Nüssen ausstreuen.

So geht’s im Thermomix:
Zuckerrübensirup und Zucker in den Mixtopf geben und 2 Min. bei 37 Grad auf Stufe 3,5 cremig rühren. Mehl, Backpulver, Gewürze und Milch zufügen 1,5 Minuten im Teigmodus zu einem Teig kneten.

So geht’s im Handbetrieb:
Mehl, Backpulver, Gewürze, Salz sieben, Zucker zufügen und miteinander vermischen. Mit einem Löffel die Milch und den Sirup unterziehen.

Und so geht’s weiter:
Den recht klebrig-zähen Teig in die Kastenform füllen, glattstreichen, mit dem Krümelkandis bestreuen und für ca. 60-70 Minuten in den Ofen schicken.

Ca. 30 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann rausnehmen und auf einem Gitterrost komplett abkühlen lassen.

Am besten schmeckt der Kuchen, wenn man ihn mindestens 1 Tag in Papier oder Alufolie eingewickelt ruhen lässt, 2 Tage ist sogar noch besser. Ungeduldige Schleckermäuler können natürlich auch direkt losfuttern.

Von der Beschaffenheit ist das Backwerk irgendwo zwischen Kuchen und Brot angesiedelt und von ziemlich fester Konsistenz. Es taugt zum Frühstück mit Marmelade genauso gut wie pur als Verpflegung bei einer langen Winterwanderung.


Das Rezept zum Runterladen und Ausdrucken gibt’s im Mohrbrief. Also – registrieren! Kost’ nix!