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[mohrbacken] Ein okayer Erdbeerkuchen. Mit Mohn.

Die (mäßig spannende) Geschichte eines total okayen Erdbeerkuchens.

Ohne Schnickschnack.
Aber mit Mohn.

Als einsames Überbleibsel der Adventsbäckerei dümpelte noch ein trauriges Tütchen “Mohnfix” in meinem Kühlschrank – und da dieses Zeugs inzwischen schon ein wenig übers Mindesthaltbarkeitsdatum hinweggedümpelt ist, wurde es nun höchste Zeit für die finale Verbackung. Den Erdbeerkuchen, der aus dieser Mohnfix-Verbackung entstand, wollte ich zuerst der Öffentlichkeit vorenthalten – zu gewöhnlich, zu “geht so”, die Erdbeeren waren nicht so richtig hübsch angerichtet und der Rand war auch’n büschen dunkel geworden. Und total unakkurat. Und überhaupt.
“Weiß gar nicht, was du hast” murmelte der Herzmann mit vollen Backen “ist doch’n voll okayer Kuchen. Der Teig ist prima, Und mit Mohn! Ist echt okay. Kann man gut essen.”

Und dann fiel mir wieder der Artikel der großartigen Heidi Schmitt ein, in dem es zwar nicht um Erdbeerkuchen, aber um die langweilige Uniformierheit der Blogosphäre geht – alles sieht gleich aus, alles hat den gleichen Filter, die gleichen “Looks”, die gleichen fluffigzarten Pastelltöne, alles ist perfekt (oder eben absichtlich unperfekt) angerichtet, es geht nur noch um SEO-Content – und nirgendwo hat ein Erdbeerkuchen einen zu dunklen Rand.
(Lesetipp: Heidi Schmitt “10 Tipps, die du..ähm..ja…” – KLICK! )

Und deswegen gibt es ihn noch doch hier im Mohrblog – den okayen Erdbeerkuchen. Ohne Shabby-Style, ohne Pastelltöne und auffällig-zufällige Arrangements drumherum, ohne Mirror Glaze und ohne Fondantdecke und -figürchen. Dafür mit Mohn.

Und wo ist nun das Rezept?

Ach ja, das Rezept. Darum ging’s ja eigentlich. Hier, bitte schön:

Zutaten für den Teigboden:

  • 75 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Bourbonvanillezucker
  • 100 g Margarine
  • 180 g Mehl (hier wurde Weizenmehl Typ 550 verbacken)
  • 1 TL geschmacksneutrales Pflanzenöl (Ich so – Rapsöl mit Buttergeschmack. Ihr so – was immer ihr mögt und im Schrank habt)

Zutaten für die Mohnfüllung:

  • 260 ml Pflanzenmilch nach Wahl (bei mir war es Sojamilch. Die musste weg.)
  • 25 g Rohrohrzucker
  • 250 g Mohnfix (meines entstammt dem Hause EDEKA und ist – zumindest laut Zutatenliste – vegan)

Zutaten für obendruff:

  • ca. 400 g Erdbeeren
  • 1 Päckchen Tortenguß, rot

Und los geht’s…mit dem Teigboden:

Anleitung für die Terrormixer:
Zucker, Mehl und Öl in den Mixtopf schubsen, die kalte Margarine in Stücken zugeben und 25 Sekunden auf Stufe 4 zusammenrödeln.

Anleitung für die Handarbeiter:
Zucker, Mehl und Öl in eine Schüssel geben, Margarine in Flöckchen drüberstreuseln und entweder mit kalten Händen oder dem Knethaken des Handmixers zügig zu einem Teig verarbeiten.

Der Teig ist (zumindest wenn der aus dem Terrormix kommt) ein wenig krümelig, aber das macht nix – so kann man ihn ganz prima gleich in eine gefettete oder gebackpapierte 26 cm-Springform krümeln, verteilen und festdrücken. Und natürlich “Rand hochziehen” nicht vergessen! Die Springform mit dem Teigboden darf nun gerne noch ein wenig im Kühlschrank auf die Mohnfüllung warten.

Und genau die kommt jetzt an die Reihe. An dieser Stelle kann man schon mal damit beginnen, den Backofen auf 200°C vorzuheizen (Oder- und Unterhitze).

Anleitung für die Terrormixer:
Milch, Zucker und Puddingpulver in den Mixtopf geben und bei 90 Grad auf Stufe 3 kurz aufkochen lassen.

(Diese Anleitung ist allerdings nur “theoretisch” und nicht mohr-erprobt. Da mir beim ersten Testlauf die Gefahr des Anbrennens zu groß war, habe ich sicherheitshalber einen schnöden Kochpott bemüht.)

Anleitung für die Handarbeiter:
Milch, Zucker und Puddingpulver mit einem Schneebesen gründlich verrühren und auf kleiner Flamme aufkochen lassen, Immer fleißig rühren, damit nix anbrennt – so lange, bis die Masse andickt.

In beiden Fällen wird anschließend das Mohnfix in die Puddingmasse eingerührt und die Füllung in spe auf dem Teigboden verteilt. Danach wandert die Form für ca. 45 Minuten und darf danach in Ruhe auskühlen, bevor sie mit dem Erdbeer-Hut versehen wird.

Die Erdbeeren waschen, vom Grünzeugs befreien und in Stücke schneiden. In den meisten Foodblogs werden nun erstmal aufwändige Intarsienarbeiten getätigt und akkurate Frucht-Mosaike verlegt – in meinem Fall wurden die Erdbeeren einfach nur druffgelegt und ein wenig verteilt. Ohne System und dekorativen Anspruch.

Nach erfolgreicher Erdbeerenverlegung den Tortenguß nach entsprechender Anleitung kochen (meistens mit ca. 250 ml kaltem Wasser anrühren und langsam aufkochen lassen, bis er klar wird), auf den Erdbeeren verteilen und das Gesamt-Nichtkunst-Werk bis zur Vernichtung im Kühlschrank parken.


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[mohrkochen] Möhriglauchige Kartoffelcremesuppe

Horrido! Eine gemüsige Cremesuppe ganz ohne Sahne! Aber bevor man sich vor Freude den kalorienbewussten Ranzen reibt, werfe ich noch schnell „Aber mit Cashewmus!“ ein. Nicht das am Ende noch ein Kaloriendefizit entsteht! Gerade bei dem nasskalten Wetter draußen ist diese Lauchsuppe derzeit mein absoluter Favorit, ich könnte sie täglich in mich reinlöffeln.

Zutaten

150 g Kartoffeln
1 Zwiebel
500 ml Wasser
1 Knoblauchzehe (optional, lasse ich oft aus sozialen Gründen weg)
150 g Möhren
150 g Lauch
50 g Cashewmus
2 TL Dijonsenf (ja, die Suppe wird nach Senf schmecken! Wer das nicht so mag, nimmt halt nur 1 oder ½ TL)
1 EL Albaöl (Rapsöl mit Buttergeschmack)
1 TL Salz
1 TL Zitronensaft
1/2 TL Schwarzer Pfeffer
Paprika und Chayenne-Pfeffer nach Geschmack

(Möhren und Kartoffeln sind ohne Schale und der Lauch bereits fertig geputzt in die Waage geklettert, sprich: Das o.g. Gewicht gilt für geschältes Gemüse. Aber auf ein paar Gramm mehr oder weniger kommt’s ohnehin nicht an.)

Zubereitung im Terrormix

Kartoffeln und Zwiebeln in Stücke schneiden und zusammen mit dem Wasser (und ggf. der geschälten Knoblauchzehe) in den Mixtopf geben. Es schadet nix, dem Ganzen nun eine kurze Freifahrt von wenigen Sekunden auf Stufe 7 zu spendieren. Denn wenn die Kartoffel- oder Zwiebelstücke zu groß sind, könnten sie sich unters Garkörbchen klemmen und das Messer bei seiner wichtigen Aufgabe als Drehwurm behindern.
Garkörbchen einhängen. Möhren in Stückchen und Lauch in Streifen schneiden, ins Garkörbchen geben, den Terrormix auf 20 Minuten / 100 Grad / Stufe 1 stellen, „Volle Suppenkraft voraus!“ plärren und auf „Go!“ drücken.

Nach 20 Minuten Garkörbchen rausnehmen, Cashewmus, Zitronensaft, Öl und Gewürze in die Kartoffelbrühe im Mixtopf geben und das Ganze 20 Sekunden auf Stufe 10 cremig pürieren. Die Möhren und den Lauch zugeben, kurz durchrühren und servieren.

Zubereitung im Kochpott

Lauch und Möhren putzen. Den Lauch in feine Streifen schneiden, die Möhre der Länge nach halbieren und ebenfalls in möglichst dünne Scheibchen schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, Möhren nebst Lauch darin ca. 8 Minuten unter Rühren andünsten und umfüllen.

Zwiebel und Kartoffeln schälen und beides in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel kurz im Pott andünsten, die Kartoffelstücke dazu schubsen, mit Wasser aufgießen und ca. 15 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln weich sind. Dann Cashewmus, Zitronensaft, Senf und Gewürze zugeben, das Ganze mit dem Pürierstab zu einer cremigen Suppe verzaubern und das Möhren-Lauchgemüse zugeben. Wenn die Möhrchen noch ‘Biss’ haben, das Ganze noch ein paar Minütchen zart köcheln lassen, umrühren und servieren.

Halt! Was ist denn jetzt mit’n Knoblauch?

Ach ja…der Knoblauch! Falls also Knoblauch verwendet werden soll (was definitiv kein Fehler sein kann, aber manchmal eben aus sozialen Gründen nicht ins Müffelprogramm passt), dann einfach die entsprechende Zehe pressen/fein hacken und – für die Terrormixer – mit den Zwiebeln und Kartoffeln ins Wasser schubsen oder – für die Kochpötter – zusammen mit den Zwiebeln andünsten.

Wer gerade kein Cashewmus im Schrank hat, muss nicht extra deswegen losrasen und diese – zugegebenermaßen ziemlich teure – Köstlichkeit kaufen, sondern kann stattdessen Tahini (Sesamus) verwenden, aber davon lieber ein bisschen weniger als die angegeben 50 g.

Die o.g. Menge ergibt 2 Portionen. Übriggebliebene Suppe kann man auch im Kühlschrank aufbewahren und aufwärmen, und sogar als Soße zu Nudeln oder – verrückt! – Kartoffeln verspachteln.

 Möhrige Lauchcremesuppe im Festtagsgewand

Die Suppe ist zwar ratzfatz geköchelt und kommt ohne luxuriöse Zutaten aus, könnte aber durch ihre feine Creme-Konsistenz und mit ein bisschen Optik-Chichi durchaus der Auftakt eines festlichen 3-Gänge-Menüs sein. Wenn man statt des Zitronensaftes einen Schuß Weißwein verwendet und die Suppe mit frischem Schnittlauch garniert, könnte man die Tellerchen durchaus mit arrogantem Gesichtsausdruck als “Edles Kartoffelcremesüppchen an Frühlingsgemüse” servieren.

Wenn man denn möchte.


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[mohrkochen] Kokos-Milchreis

Treue Mohrbrief-Leser kennen dieses Rezept schon durch Mohrbrief Nr. 10 aus Juni 2015.
Aber eigentlich ist der Reis viel zu lecker, um ihn nicht mit der gesamten Blogleserschaft (und dem Rest des Universums) zu teilen. Find’ ich. Außerdem war die “alte” Variante noch mit Rohrohrzucker, diese hier wird mit Dicksaft geköchelt.


Milchreis mit Kokosmilch ist fix gemacht, wärmt bei dem kühlen Wetter ganz wunderbar den Bauch und sorgt zudem zuverlässig dafür, dass der wärmende Weihnachtsspeck bloß nicht allzu schnell verschwindet. Momentan braucht man ja zumindest noch ein leichtes Speckjäckchen auf den Hüften, damit man nicht fröstelt.

Zutaten:
400 g Kokosmilch
400 ml Reismilch (oder Wasser)
200 g Rundkornreis
50-60 g Agaven- oder Apfeldicksaft
1 Prise Salz

Zubereitung im Kochpott:
Zuerst werden Kokos- und Reismilch in einem Topf zum Kochen gebracht (kleine Erinnerung: 400 ml Flüssigkeit sind exakt die Menge, die in die leere Kokosmilchdose passt. Da kann der Messbecher im Schrank bleiben.), dann rührt man Reis, Salz und Dicksaft ein, packt den Topf-Deckel drauf und lässt das Ganze auf Sparflamme ca. 30 Minuten vor sich hin blubbern. Zwischendurch immer ein Auge drauf- und den Rührlöffel reinhalten, damit der Milchreis nicht anbrennt. Danach bei ausgeschalteter Herdplatte noch 10 Minuten quellen lassen.
(An dieser Stelle ein Hinweis aus der Bevölkerung – es klappt wohl auch, wenn man den Reis nur aufkochen lässt, gut umrührt, Deckel drauf und dann…hört, hört….ins Bett unter die Bettdecke packt und dort ziehen lässt. Das hab’ ich selbst aber noch nicht ausprobiert. Hab’ ja ‘nen Terrormix, der für mich rührt und köchelt – und eine Wärmflasche. Aber vom Grundsatz her befürworte ich diese energiesparende Bettdecken-Variante natürlich sehr.)

Zubereitung im Terrormix:
Natürlich klappt das Ganze auch im Thermomix, da muss man nicht rühren und hat die Arme frei, um die Welt zu retten. Oder Katzenköpfe zu kraulen.
Kokos- und Reismilch 7 Min./100 Grad/Stufe 1 zum Kochen bringen, Reis und Salz einrieseln lassen, den Dicksaft zugeben und die Höllenmaschine auf 30 Min./95 Grad/Stufe 1 mit Linkslauf einstellen. Wenn der Terrormix “Fertig!”, bzw. “Tüdelüdüüt!” brüllt, ausschalten und den Reis noch 10 Mnuten ziehen lassen.
Feddisch.

Dazu schmeckt uns Mangosoße oder Zimtzucker.
Die o.g. Menge reicht für 2 Freßsäcke (diese Angabe sorgte zwar schon für weitaufgerissene Augen, abe ja – wir essen so viel. Man kann die Portion aber vermutlich auch prima auf 4 Esser verteilen, ohne dass jemand verhungern muss.)


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