[mohrkochen] Rote Peanutpasta

 

Dieses Rezept sollte eigentlich im Mohrgazin landen, wo ja Rote Bete im Januar als „Mampf des Monats“ groß rauskommt, aber zum einen ist es mir nicht gelungen, ein wirklich ansprechendes Foto zu schießen und zum anderen ist das Rezept nicht auf meinem Mist, sondern auf dem von „Heavenlynn Healthy“ gewachsen – und „sich mit fremden Federn schmücken“ ist nun mal nicht vegan. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Weil sie aber so einfach und lecker sind, wäre es dennoch schade, die roten Erdnussnüdelchen unter den Teppich zu kehren (von der Sauerei mal ganz abgesehen!) und deshalb gibt es das Rezept eben heute hier für alle. Die rote Pasta ist wirklich fix gemacht und absolut alltagstauglich, aber dennoch ein bisschen „watt Anderes“, vollwertig und gesund.

Lynn verwendet in ihren Rote-Bete-Nudeln Kurkuma, Mandelmus und Sonnenblumenkernen – mir schmeckt’s besser mit Curry und Erdnüssen.


Zutaten

– 1 mittelgroße Knolle Rote Bete (meine hat mit Schale ca. 290 g gewogen)
– 1 rote Zwiebel
– 1 EL Olivenöl
– 200g Mandelmilch
– 2 EL Sojasoße
– 1 EL (15g) Agavendicksaft
– 1 TL Curry
– 50 g Erdnussmus
– 30 g Erdnüsse (geröstet und gesalzen), gehackt
– Pfeffer und Salz nach Geschmack

Zubereitung im Terrormix

Die Rote Bete schälen (Handschuhe! HANDSCHUHE!) in Stücke schneiden,in den Mixtopf werfen und 6 Sekunden auf Stufe 5 zerhäckseln. Umfüllen (HANDSCHUHE!)

Zwiebel hacken, andünsten, Bete dazu, 1 Minute dünsten. Dann Milch etc. aufgießen und 10 Minuten bei 98 Grad köcheln. Erdnussmus zugeben, 10 Sekunden auf Stufe 4 (Linkslauf) verrühren und 1 Minute köcheln.

Zubereitung im Kochpott

Rote Bete schälen, raspeln oder in einem Foodprozessor nach Wahl (Moulinette, Vitamix & Co.) zerkleinern.

Zwiebel schälen und fein würfeln. Das Öl in einem Kochpott erhitzen, und die Zwiebel dazu gesellen, bis sie glasige Äuglein bekommt. Mit den Rote-Bete-Raspeln vergesellschaften und ca. eine Minute anbraten. Dann die Mandelmilch, Sojasoße, Agavendicksaft und Gewürze dazugeben und kurz aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und ca. 8 – 10 Minuten köcheln lassen.

Das Erdnussmus unterrühren und weitere zwei bis drei Minuten leicht blubbern lassen, dabei aufpassen, dass nix anbrennt.

In der Zwischenzeit ca. 600 g Pasta nach Packungsanweisung kochen und – wenn man nicht zu der Gattung der Vielfraße gehört wie ich, die sowas in 2 Abwäschen komplett auffuttert – auf 4 Teller verteilen, mit den Erdnüssen bestreuen und an die Gabeln, fertig, los!


Im Februar ist im Mohrgazin übrigens Kürbis der „Mampf des Monats“, und das Monatsthema ist „Frau Mohr wird Rudelführer“ – wer also lecker Hokkaido schlemmen, peinliche bis heitere Anekdoten aus meinem ersten Monat mit Hund lesen und zu diesem Zwecke 2x wöchentlich Post von mir bekommen möchte, ist herzlich eingeladen, sich ein Mohrgazin-Ticket zu lösen.
Februar – € 5,00
Februar-März – € 9,00
PayPal: chefin(ät)herbivoria.de
Überweisung: bitte schreibt mich an, ich übersende euch die Kontodaten

Und wer keine Katze im Sack kaufen will, kann hier mal einen Schmöker-Blick ins
Mohrgazin Nr. 2  werfen – kostenlos natürlich. Und ohne irgendeine Form von Verpflichtung.

 

Das Mohrgazin! – ab Januar exklusiv in euren Postfächern!

Alles neu macht der….Januar! Ab dem 01.01. werden Mohrblog und Mohrbrief ein wenig exklusiver und verwandeln sich in das…hört, hört – MOHRGAZIN! Wer den Newsletter kennt und den Mohrblog mag, der wird auch am Mohrgazin seine wahre Freude haben.

Jeden Montag flattert dann ein exlusiver Schmöker in euer Postfach, in der Ausführung wie der beliebte „Mohrbrief“, nur besser. Und ausführlicher. Und mit mehr drin.
Freitags gibt’s zusätzlich noch ein kleines „Minimöhrchen“ als Gruß zum Wochenende.

Warum? Siehe ganz unten.

Und was steht drin?

Jeden Monat gibt es den „Mampf des Monats“, der sich einer Gemüsesorte oder einem Lebensmittel ganz besonders widmet, das Ganze natürlich so saisonal wie irgend möglich.  Zu diesem „Mampf des Monats“ gibt es jede Woche mindestens ein gelingsicheres, einfaches, aber köstliches Rezept – selbstverständlich alles total veganös und ohne irgendwelche Fertigfutterkomponenten. Wie aus dem Mohrblog gewohnt und durchaus auch von nicht wenigen Lesern geliebt.

Weiterhin gibt es mehr oder minder lustige Erfahrungsberichte aus meinen diversen Versuchen, ein besserer, sportlicherer, gesünderer, wasauchimmer Mensch zu sein, exklusive Anekdoten und Bilder von meiner felligen Rasselbande und Liveberichte von den Trails und Wanderstrecken. Alles natürlich garniert mit einer Portion Selbstironie und „HuMOHR“. Da kann man sich ruhig mal gepflegt überraschen lassen 😉

Bisher fest in den digitalen Stein gemeißelt sind folgende Themen:

Januar

Mampf des Monats – Rote Bete
Vermutlich verzieht der ein oder Andere jetzt gerade angewidert die Mundwinkel aufgrund garstiger Rote-Bete-Kindheitserinnerungen, aber die tolle Knolle kann so viel mehr als eingekocht und säuerlich in Gläsern herumdümpeln.
Rote-Bete-Curry, Kuchen, Eintopf…lasst es euch gesagt sein, ihr werdet euer rotes Wunder erleben.

Frau Mohr wird Minimalist!
„Alles, was du hast, hat irgendwann dich!“
Minimalismus ist ein nicht uncooler Trend, und so sehr ich den Gedanken an ein wunderbar überschaubares und aufgeräumtes Wohnungsumfeld auch mag, so wenig gelingt es mir, das Ganze umzusetzen. Dabei ist der Grundgedanke eigentlich super – je weniger man hat, umso weniger muss man „pflegen“, versorgen, sauber- und in Ordnung halten. Und wer insgesamt auch weniger braucht, muss weniger kaufen und benötigt demzufolge weniger Geld und ist insgesamt freier. Nun ja. Soweit die Theorie. In der Praxis ist ja wieder alles Sodom und GoMOHRa.


Februar

Mampf des Monats – Kürbis
So langsam neigt sich die Kürbissaison bedauerlicherweise dem Ende zu – aber wir starten nochmal durch und schöpfen aus den Vollen, damit der Bauch voll und die Wartezeit bis zur nächsten Ernte nicht so lang wird. Herzhafte und süße Kuchen, Suppe und Eintöpfe und ein grandioses „Graupotto“ warten auf euch. Kürbis ahoi!

Frau Mohr wird Rudelführer!
Wenn alles klappt wie geplant (und davon gehe ich als Vollzeit-Optimistin einfach mal aus), gibt es bereits in der Februar-Edition erste Anekdoten und Geschichten aus dem neuen Leben mit Mohr, Katze und Hund. Und wenn es so läuft, wie es bei „mohr“ immer läuft, ist vermutlich der ein oder andere Schmunzler (garniert mit einem Hauch Schadenfreude) bei der Leserschaft garantiert.


März

Mampf des Monats – Kohl in allen Varianten
Wer Kohl bisher nur als Rouladen oder Eintopf kennt, dem werd‘ ich Mohres lehren. „Herr Wirsing im Leckerland“ ist ein kleiner (und kostenloser) Wink, dass Kohl nicht immer langweilig sein muss. Bevor die ersten Frühlingsgemüse und -salate an die Schüssel und Töpfe anklopfen, bekommt der gute Kohl nochmal seinen großen Auftritt auf der Mohrbühne.

Frau Mohr wird…sich noch was einfallen lassen!
Grundsätzlich stehen ein paar ziemlich spannende Mohr-Expeditionen (wie z.B. seinerzeit „Mein Tag als Blumenfee“) auf der To-Mohr-Liste, aber welcher Bericht es dann letztlich in die März-Edition schafft, steht derzeit noch in den Sternchen. Mohr to come. Da könnt ihr sicher sein.


Ich will das MOHRgazin!
Zuallererst – das Mohrgazin ist kein Dauer-Abo. Für den Reinschnupperer gibt es das „Testmöhrchen“ – also die Januarausgabe – für € 5 Taler. Mit der Zusendung des letzten Briefchens Ende Januar endet das Mohrgazin, man muss weder kündigen noch sonst irgendwas tun…man bekommt einfach keine Mails mehr und fertig ist die Laube. Ohne Arbeit, ohne Verpflichtung.

Wer „mohr“ will, kann das „Dreiermöhrchen“ ershoppen. Das kostet € 13,00 Taler und beglückt den Abonauten mit wöchentlich Briefen von Januar bis März. Danach – siehe oben. Ende, aus, Micky-Maus! Die einzige Post, die dann noch kommt, ist eine Info-Mail, ob und wie es weitergeht und wann es neue Mohrgazin-Editionen gibt.

Wer nun also auf das Mohrgazin-Schiff aufspringen will, hat wie immer zwei Möglichkeiten:

Bezahlung/Bestellung via PayPal:
Die Talerchen bequem an chefin[ät)herbivoria.de senden – in den Betreff bitte „Testmöhrchen“ oder „Dreiermöhrchen“ tippen, auch wenn das eigentlich aus dem Zahlbetrag ersichtlich sein müsste. Sicher ist sicher.

Bezahlung/Bestellung via E-Mail/Überweisung:
Eine Mail an ahoi@mohrblog.de schicken mit dem Betreff „Mohrgazin“ – dann schicke ich meine Kontodaten und das Unheil Möhrchen nimmt seinen Lauf.

Und bei allen möglichen Fragen…bitte gerne fragen 😉

Mohrgazin verschenken!
Wer einen lieben Menschen mit einem Mohrgazin beglücken möchte, verfährt wie oben beschrieben, gibt aber bitte noch unbedingt die E-Mail-Adresse des Beschenkten an und bekommt dann von mir eine kleine „Grußkarte“ zum Versenden/Verschenken.

Und warum das Ganze?
Es gibt da eine kleine rumänische Hunde-Omi, die sich bei meiner Tätigkeit als ehrenamtliche Gassigängerin leise, aber nachhaltig in mein Herz geschlichen hat.

Und diese zauberhafte Lady soll nun ab Januar bei mir ein „Für-Immer-Zuhause“ bekommen.
Und da ich ein wenig panisch bin, ob ich mir das alles auch dauerhaft leisten kann – und weil ich eben sonst nix kann außer Schreiben und Leute-Belustigen – soll das Mohrgazin nun ein wenig Taschengeld in die Mohrkasse spülen, um Kost, Logis, Tierarzt und auch die tolle Hunde-Nanni für meine kleine Fellnasen-Freundin zu finanzieren.

Wer ein Mohrgazin kauft, tut also nicht nur sich selbst was Gutes, sondern unterstützt auch eine ganz und ganz liebenswerte Hunde-Oma. Win/Win, würde ich sagen.
Also, hopp, an die Tasten – und Mohrgazin ergattern!

 

[mohrkochen] Rossolinis

RossolinisDiese leckeren kleinen Kalorienbömbchen im Marzipanmäntelchen waren im letzten Jahr die Rezepte-Füllung des 24. Türchens im „Adventsmohr“. Allerdings habe ich dabei nicht so richtig bedacht, dass am Heiligabend nun garantiert niemand mehr Lust hat, um ewig lange an irgendwelchen Pralinchen zusammenzufrickeln, und dass wiederum NACH Weihnachten die meisten Leute wohl erstmal die Nase voll von Süßkram haben und sich erst recht nicht mehr zum Rossolini-Basteln in die Küche stellen.

Um dieses Schicksal eines Schattendaseins wieder auszugleichen, dürfen die süßklebrigen kleinen Kerlchen einfach nochmal auf die Mohrblog-Bühne, und zwar so frühzeitig, dass sich jeder noch vor Weihnachten den Bauch damit vollhauen kann. Zudem sind sie eine Tiptop-Möglichkeit, um übriggebliebenen Schokokuchen (hä? „übriggebliebener Kuchen“? Was soll DAS denn bitte sein?“) zu verwurschteln.

Zutaten:
Für die Füllung
150 g Trockenkuchenreste (Schokomuffins o.ä.)
50 g Puderzucker
1 EL Kakao
1 EL Amaretto
50 g Margarine

Für die Umhüllung
200 g Marzipan
rote Lebensmittelfarbe
1 EL Puderzucker
100 g Zartbitterkuvertüre

So geht’s im Terrormix:
Die Zutaten für die Füllung in den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 4 durchrödeln lassen.

So geht’s im Handbetrieb:
Die Muffins/den Kuchen mit den Händen fein zerbröseln oder einem Lebensmittelzerkleinerer nach Wahl kleinhäckseln.

Dann entweder im Zerkleinerer oder in einer Schüssel alle weiteren Zutaten zugeben und gut durchmischen/-kneten – das geht auch gut mit der Hand, hinterlässt aber unfein-schwarze Fingernagelränder.

Und so geht’s danach weiter:
Die Masse in eine Schüssel, Dose etc. umfüllen und mind. 1-2 Stunden im Kühlschrank parken (über Nacht geht natürlich auch, oder…ach, eben so lange wie ihr braucht, bis ihr Zeit zum Rossolini-Basteln findet.)

Die Marzipanrohmasse (zerbröseln) mit dem Puderzucker (drübersieben) und der Lebensmittelfarbe im Terrormix zu verkneten, wäre wirklich Unsinn (oder „Tinnef“, wie der Rheinländer sagt), das geht einfach und schnell mit der Hand. Wir haben eine Farbpulver aus dem Bioladen verwendet, dass mit Wasser angemischt wird und rote Bete enthält – so schließt sich der rote Kreis. Zum Verkneten dann am besten Handschuhen anziehen, denn das Farbpulver färbt sich nur das Marzipan, sondern alles drumherum, ganz besonders die Hände euphorischer Rossolini-Bastlerinnen.

Wer keine Lust hat, das Marzipan einzufärben, kann es natürlich auch seinlassen, geschmacklich kommt’s aufs Gleiche raus. Dann heißen die Röllchen am Ende eben „Biancolinis“. Oder..“weiße Marzipanröllchen“. Oder..ach, egal. Im Magen brauchen sie eh keinen Namen.

roellchenNun wird das Marzipan vorsichtig auf ca. 2-3 mm Dicke gleichmäßig (zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder Papier) ausgerollt. Danach die Marzipandecke in Streifen schneiden.

Nun wird die schokoladige Füllung zu kleinen Röllchen (ca. 1,5 cm Durchmesser) geformt und auf die Marzipanstreifen gelegt und eingerollt, sodass das Marzipan die Kuchenmasse umhüllt.

Als kleiner Zwischengang sind die Rollen nun nochmal für ca. 1 Stunde ins Tiefkühlfach gewandert, dann lassen sie sich schöner schneiden. Wer geschickter ist und ein scharfes Messer hat, kann sich diesen Schritt sparen.

Die Rolle nun in kleine Stücke schneiden – wie lang, kann man selbst entscheiden, meine Rossolinis waren ca. 3,5 cm lang, was zwar eine feine Pralinengröße ist, aber das beidseitige saubere Eintunken in die Kuvertüre erschwert. Besser zu handhaben wären die Röllchen wohl dann ab ca. 5 cm Länge. Vielleicht einfach mal ein oder zwei Röllekes in die Kuvertüre tauchen und dann entscheiden, mit welcher Größe man am besten klarkommt.

Ach ja..wo wir gerade von Kuvertüre sprechen, die ist ja noch gar nicht geschmolzen…also, Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Ha!

Die kleinen Röllchen nacheinander mit beiden Ende in die Schokolade eintauchen und erkalten lassen. Dann vorsichtig nebeneinander in eine Dose legen und im Kühlschrank aufbewahren.

Über die Menge, die bei diesem Rezept herauskommt, kann ich leider keine präzisen Angaben machen, da jedes zweite Exemplar noch während des Bastelns in meinem Magen verschwunden ist. Wenn aber jemand die leckeren Teilchen nachbastelt und durchzählt, würden wir uns über eine Info zur Menge sehr freuen.


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